Donnerstag, 22. April 2004

Einladung zur Bundespressekonferenz

22.04.2004

Beschneidung - Nein zu genitaler Verstümmelung von Mädchen

Presseerklärung und Einladung zur Bundespressekonferenz

am 29.4.2004 um 11 Uhr
Presseclub Bonn, Heinrich Brüning Str. 20, Raum 4

Auch in Deutschland ist Genitalverstümmelung ein Thema: Mindestens 24.000 Frauen leiden an den Folgen ihrer Beschneidung und etwa 6000 Mädchen sind davon bedroht.
Mit körperlichen und psychischen Problemen kommen diese Mädchen und Frauen zu deutschen Ärztinnen und Ärzten. Nur selten entsteht ein offenes Gespräch. Hindernisgründe auf Seiten der Migrantinnen sind: Tabus, Sprachschwierigkeiten und Unkenntnis der eigenen Situation. Die Ärztinnen und Ärzte stehen in der Praxis den Mädchen und Frauen oft hilflos gegenüber, weil sie kaum Fachinformationen finden.
Mit einer Ärzteinitiative möchte Aktion Weißes Friedensband diese Lücke schließen. Start ist der 29.4.2004. Wir rufen Bürgerinnen und Bürger auf, ihre Frauen- und Kinderärzte zu informieren. Sie erhalten dafür ein Informationspaket mit einer medizinischen Fachinformation. Ein Fragebogen hilft bei der Erstellung einer Ärzteliste für betroffene Mädchen und Frauen.
Wir sprechen mit unserer Initiative auch alle Multiplikatorinnen und Multiplikatoren im Bereich Schule und Erziehung an. Lehrerinnen und Lehrer erhalten Hinweise für die Umsetzung im Unterricht.
Bei der Bundespressekonferenz informieren Sie:
  • Christa Müller (I)NTACT
  • Dr. Christoph Zerm Frauenarzt, FIDE
  • Jawahir Cumar stop mutilation
  • Jeanette Zachäus Aktion Weißes Friedensband
  • Schülerinnen und Schüler der Realschule Lohmar
Als Gesprächspartnerinnen stehen Ihnen weiterhin zur Verfügung: Gritt Richter – TERRE DES FEMMES, Maren Spöhring – Plan International, Asili Barre-Dirie – FORWARD.
Schirmfrau der Initiative „Nein zu genitaler Verstümmelung von Mädchen“ ist Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
Aktion Weißes Friedensband ist eine offene Plattform, initiiert von Journalistinnen und Journalisten. Wir entwickeln Konzepte für Informationskampagnen und Aktionen im Eine-Welt-Bereich und führen sie durch. Die Initiative „Nein zu genitaler Verstümmelung von Mädchen“ wird unterstützt von GTZ, TERRE DES FEMMES, (I)NTACT, Plan International, FORWARD, FIDE, stop mutilation Düsseldorf, Verein TABU Dortmund und LandesschülerInnenvertretung NRW.