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Freitag, 17. April 2015

"Zuwanderung und Vorurteile" GHS Kirschhecke - 5. Tag



Die Pressekonferenz in der Mensa der GHS Kirschhecke in Mönchengladbach war mit sechs PolitkerInnen sehr gut besetzt.  Es zeugte vom großen Interesse der Politik für die Jugendlichen.  Gekommen waren die PolitikerInnen aller Parteien aus den Bezirksvertretungen bzw. dem Rat: Monika Schuster für die SPD, Michael Schmitz für die CDU, Anja Schurtzmann für die Grünen, Peter E. Dörrenberg für die FDP und Hans Werner Schoutz für die AfD. Der brauchte auch den Vorsitzenden der AfD noch mit. Bürgermeisterin Petra Heinen-Dauber konnte aus terminlichen Gründen nur für etwa 20 Minuten dazukommen.
Schulleiter Jack Onkelbach war sichtlich stolz auf diese Klasse. Er hob auch hervor, dass die bereits bewährte Zusammenarbeit mit FRIEDENSBAND den Jugendlichen viel gebracht hat.

Günter Haverkamp führte durch die Pressekonferenz an der sich die Jugendlichen lebhaft beteiligten. Und es war auch spannend,  was die 21 SchülerInnen vortrugen. Özcan, Zainab, Ersan, Nicole, Michelle, Maik, Santino, Laura, Kevin, Hibo, Stavros, Nicklas, Jaouad, Caner, Pierre, Nicole, Natalie, Dave, Maurice, Laila und Eva waren gut vorbereitet und sehr aktiv dabei.
Gleich ob es die Gruppe Zuwanderung, Obdachlose,  Vorurteile oder Hunger war: Immer konnten die Jugendlichen deutlich machen, was sie herausgefunden hatten und welche Veränderungen sie wünschten. Und was schon in den Gruppen Zuwanderung und Obdachlose eine große Rolle spielte, kam in der Arbeitsgruppe HUNGER sehr deutlich in den Vordergrund: Hunger. Damit war dann nicht mehr die Verpflegung der Flüchtlinge und Obdachlosen gemeint, sondern es ging um ihren eigenen Magen.


Vehement traten die Jugendlichen für einen kostenlosen Mittagstisch ein und für Obst in der Schule. "Mit einem leeren Magen, kann man nicht lernen und dann bekommt man schlechte Noten und hat keine Zukunft", spitzte es Jaouad zu, Die Politiker zogen sich natürlich auf die Position zurück, dass dafür die Eltern ja Geld bekommen. Aber Schulsozialarbeiterin Cornelia Ostendarp machte deutlich, dass das nicht reicht. Viele Familien kämen mit dem Geld nicht klar und bräuchten Unterstützung. Die Entscheidung, ob ein Kind kostenloses Essen bekäme, gehöre in die Schule. Die Diskussion soll fortgersetzt werden und die PolitikerInnen versprachen, dem Vorschlag nachzugehen. Vielleicht fällt ja sogar die Anregung auf fruchtbaren Boden, die Jugendlichen als ExpertInnen für ihre Situation einzubeziehen.
Schließlich stellte Lehrerin Irene Degens noch die Ergebnisse der Meinungsumfrage vor und ließ die Jugendlichen erzählen, was sie in Schulklassen und auf der Straße erlebten.

Es war spannend mitzuerleben, wie sich die Sicht ger Jugendlichen durch die Porjektwoche verändert hat. Alle sagten, dass sie durch die Beschäftigung mit dem Thema Zuwanderung und Vorurteile viel gelernt hätten und ganz anders miteinander umgehen. "Wir reden miteinander und unterstützen uns!" war die einhellige Meinung. Das wurde von Schulsozialarbeiterin Cornelia Ostendarp bestätigt.

Zum Schluß hatten die Jugendlichen große Freude daran, interviewt zu werden.

Freitag, 16. Januar 2015

Zuwanderung und Charlie Hebdo

Realschule Kerpen: Die Schüler der Klasse 9c schrieben einen Tagebuch-Eintrag zu den jüngsten Ereignissen in Frankreich. Sie besprachen gemeinsam ihre Meinungen zu dem terroristischen Anschlag gegen das Satire-Magazin von Charlie Hebdo. Gerne würden sie mehr für Respekt und gegen Vorurteile tun, die sie auch bei sich selber wahrnahmen. Sie freuen sich auf die Diskussion mit den Politikern am 29.1. in Düsseldorf.

Freitag, 12. Dezember 2014

"Zuwanderung " - Projektbuch startet

Die SchülerInnen der Klasse 9c in der Realschule Kerpen begannen mit dem Projektbuch. Nach kurzer Absprache bearbeiteten die Jungs und Mädchen getrennt ihre Vorstellungen von Kultur und Zusammenleben. Die Ergebnisse flossen dann in der letzten halben Stunde zusammen.  Alle Jugendlichen haben zugesagt,  in den Ferien an den Texten zu arbeiten. Es könnte ein Buch für andere Jugendliche werden, aber auch für PädagogInnen als Einstieg in eine eigene Projektarbeit.

Mittwoch, 26. November 2014

"Zuwanderung" - Zerrissenheit und Fest der Kulturen


Das Arbeitsblatt "Träume der Eltern, der Kinder, der Deutschen" förderte eine unglaubliche Zerrissenheit zu Tage. Warum sind sie nach Deutschland gekommen? Und dann, wie geht es ihnen selbst dabei? 

Die Jugendlichen mit Migrationshintergrund beschrieben ihre Situation als ziemlich verzweiflelt. Wo gehören sie hin, welche Sprache, welche Kutlur ist ihre. Sie fühlen sich fremd in Deutschland und in der Heimat, sind der Herkunftsspürachen nicht mehr mächtig und auch nicht der deutschen.

Die deutschen MitschülerInnen waren teilweise richtig schockiert. So schlimm hatten sie es sich nicht vorgestellt. Da wirkte unsere typische Frage: "Was könnt ihr tun?" wie ein Befreiungsschlag und war Auslöser für eine energiegeladene Suche nach Möglichkeiten. Die waren erstaunlich vielfältig: Ein Tag der Kulturen an der Schule, kleine kulinarische Exkursionen durch Mitbringen von Essen, muttersprachliche Einlagen mit kleinen typischen Geschichten. Die Jugendlichen sind begeistert und voller Tatendrang.

Mittwoch, 5. November 2014

Zuwanderung und Vorurteile - Sternstunde in Kerpen


Eine Sternstunde in der 9. Klasse in der Realschule Kerpen. Das Arbeitsblatt zu den Ängsten von Muslimen und Christen brachte in erschreckender Weise die Vorurteile und Abneigungen an die Tafel. Aber je intebsiver und verzerrter die Ängste addiert wurden, umso größer schüttelten die Jugendlichen den Kopf. Es zeigte sich, dass Muslime und Christen oft gleiche Ängste haben. Die Sorge, religiös von der jeweils anderen Seite ausgegrenzt zu werden, vor Gewalttätigkeiten und Verfall der Sitten. Die Jugendlichen erarbeiteten sich nun selbst die Rückschlüsse und waren Feuer und Flamme, diesen Zustand in ihrer Umgebung zu ändern.

Mittwoch, 24. September 2014

Zuwanderung und Vorurteile - Start in der Realschule Kerpen


Eine Sternstunde in der 9. Klasse in der Realschule Kerpen. Das Arbeitsblatt zu den Ängsten von Muslimen und Christen brachte in erschreckender Weise die Vorurteile und Abneigungen an die Tafel. Aber je intebsiver und verzerrter die Ängste addiert wurden, umso größer schüttelten die Jugendlichen den Kopf. Es zeigte sich, dass Muslime und Christen oft gleiche Ängste haben. Die Sorge, religiös von der jeweils anderen Seite ausgegrenzt zu werden, vor Gewalttätigkeiten und Verfall der Sitten. Die Jugendlichen erarbeiteten sich nun selbst die Rückschlüsse und waren Feuer und Flamme, diesen Zustand in ihrer Umgebung zu ändern.

Freitag, 12. September 2014

Die Pressekonferenz- würdiger Abschluß der Projektwoche



Die Pressekonferenz in der Mensa der GHS Kirschhecke in Mönchengladbach war mit sechs PolitkerInnen sehr gut besetzt.  Es zeugte vom großen Interesse der Politik für die Jugendlichen.  Gekommen waren die PolitikerInnen aller Parteien aus den Bezirksvertretungen bzw. dem Rat: Monika Schuster für die SPD, Michael Schmitz für die CDU, Anja Schurtzmann für die Grünen, Peter E. Dörrenberg für die FDP und Hans Werner Schoutz für die AfD. Der brauchte auch den Vorsitzenden der AfD noch mit. Bürgermeisterin Petra Heinen-Dauber konnte aus terminlichen Gründen nur für etwa 20 Minuten dazukommen.
Schulleiter Jack Onkelbach war sichtlich stolz auf diese Klasse. Er hob auch hervor, dass die bereits bewährte Zusammenarbeit mit FRIEDENSBAND den Jugendlichen viel gebracht hat.

Günter Haverkamp führte durch die Pressekonferenz an der sich die Jugendlichen lebhaft beteiligten. Und es war auch spannend,  was die 21 SchülerInnen vortrugen. Özcan, Zainab, Ersan, Nicole, Michelle, Maik, Santino, Laura, Kevin, Hibo, Stavros, Nicklas, Jaouad, Caner, Pierre, Nicole, Natalie, Dave, Maurice, Laila und Eva waren gut vorbereitet und sehr aktiv dabei.
Gleich ob es die Gruppe Zuwanderung, Obdachlose,  Vorurteile oder Hunger war: Immer konnten die Jugendlichen deutlich machen, was sie herausgefunden hatten und welche Veränderungen sie wünschten. Und was schon in den Gruppen Zuwanderung und Obdachlose eine große Rolle spielte, kam in der Arbeitsgruppe HUNGER sehr deutlich in den Vordergrund: Hunger. Damit war dann nicht mehr die Verpflegung der Flüchtlinge und Obdachlosen gemeint, sondern es ging um ihren eigenen Magen.


Vehement traten die Jugendlichen für einen kostenlosen Mittagstisch ein und für Obst in der Schule. "Mit einem leeren Magen, kann man nicht lernen und dann bekommt man schlechte Noten und hat keine Zukunft", spitzte es Jaouad zu, Die Politiker zogen sich natürlich auf die Position zurück, dass dafür die Eltern ja Geld bekommen. Aber Schulsozialarbeiterin Cornelia Ostendarp machte deutlich, dass das nicht reicht. Viele Familien kämen mit dem Geld nicht klar und bräuchten Unterstützung. Die Entscheidung, ob ein Kind kostenloses Essen bekäme, gehöre in die Schule. Die Diskussion soll fortgersetzt werden und die PolitikerInnen versprachen, dem Vorschlag nachzugehen. Vielleicht fällt ja sogar die Anregung auf fruchtbaren Boden, die Jugendlichen als ExpertInnen für ihre Situation einzubeziehen.
Schließlich stellte Lehrerin Irene Degens noch die Ergebnisse der Meinungsumfrage vor und ließ die Jugendlichen erzählen, was sie in Schulklassen und auf der Straße erlebten.

Es war spannend mitzuerleben, wie sich die Sicht ger Jugendlichen durch die Porjektwoche verändert hat. Alle sagten, dass sie durch die Beschäftigung mit dem Thema Zuwanderung und Vorurteile viel gelernt hätten und ganz anders miteinander umgehen. "Wir reden miteinander und unterstützen uns!" war die einhellige Meinung. Das wurde von Schulsozialarbeiterin Cornelia Ostendarp bestätigt.

Zum Schluß hatten die Jugendlichen große Freude daran, interviewt zu werden.

Donnerstag, 4. September 2014

"Zuwanderung und Vorurteile" GHS Kirschecke - 4. Tag

Was die Jugendlichen in den letzten drei Tagen erarbeitet hatten, zeigte sich heute.  Mit großer Kompetenz formulierten sie ihre Forderungen zu Flüchtlinge,  Obdachlose, Vorurteile und Hunger. Dabei zeigten sie große soziale Fähigkeiten,  die die Politiker sicher überzeugen werden.  Alles ist vorbereitet für die Generalprobe morgen.  Dann wird die Mensa umgebaut und mit der ganzen Jahrgangsstufe geprobt. Eine Woche später werden dann vier Politiker kommen und Medien,  um die Forderungen der Jugendlichen entgegen zu nehmen.

Mittwoch, 3. September 2014

"Zuwanderung und Vorurteile" GHS Kirschhecke - die Meinungsumfrage

Der Tag begann mit einem intensiven Training für die Jugendlichen. Sie sollten in ihrer Schule die MitschülerInnen und draußen auf der Straße die PassantInnen befragen. Das musste geübt werden. Sie hatten in 2er Gruppen die Chance, sich gegenseitig zu befragen und den jeweiligen Partener wertschätzen zu lernen. Dann wurde die Umfrage selbst vorbereitet. Im Plenum wurden Fragen gesammelt und erarbeitet. Es war spannend zu sehen, welche Fragen dabei die meisten Stimmen bekamen. Danach schwärmten die Jugendlichen aus - ein Teil befragte die SchülerInnen der eigenen Schule, ein anderer befragte die Menschen auf der Straße. Gemeinsam analysierten die Jugendlichen die Ergebnisse und waren erstaunt über die Ergebnisse.

Dienstag, 2. September 2014

"Zuwanderung und Vorurteile" GHS Kirschhecke - Tag 2



Der heutige Tag stand ganz im Zeichen des Themas Vorurteile. Dabei erstaunten uns die Jugendlichen mit ihren lebendigen Beschreibungen. Viele von ihnen wurden sogar schon mit Vorurteilen im Alltag konfrontiert und berichteten darüber. Als dann der Programmpunkt "Besuch des Experten" anstand, waren die Jugendlichen gut vorbereitet und lernten den Streetworker Hayat Mia kennen. Dies war uns wichtig, weil er der Ansprechpartner für sie sein kann, wenn sie Probleme haben. Einige Schüler kannten Hayat Mia bereits aus der Jugendeinrichtung „Villa“. Die Schüler hörten konzentriert zu und hatten zum Schluss viele Fragen, auf die der erfahrende Streetworker immer eine Antwort wußte. Danach wurden noch die Forderungen und Wünsche der Schüler zusammengetragen, die die Jugendlichen gern an die Politiker und Medien persönlich richten möchten. Ein wichtiges Element im Raum spielten die mit Wünschen und Bedürfnissen beklebten Stühle.

Montag, 1. September 2014

Projekt "Zuwanderung und Vorurteile" - GHS Kirschhecke Mönchengladbach



Start einer Projektwoche in der Gemeinschaftshauptschule Kirschhecke in Mönchengladbach unter dem Thema "Zuwanderung und Vorurteile". Wir haben in der Vorbereitung gemerkt dass der Begriff Rassismus viel zu schwer wog und das wir mit dem Begriff Vorurteile freier mit den Jugendlichen arbeiten können. Entsprechend haben wir ihn im Workshop geändert. Heute stand die Zuwanderung im Vordergrund. Zunächst schrieb jeder in seiner Sprache das Wort "Willkommen" auf die Meinungswand schreiben, was die vielen Möglichkeiten zeigte, dieses zentrale Wort auszudrücken. Über die vielen Formen von Zuwanderung zeugen die Plakate, die am Ende des Schultages erarbeitet wurden und in der Klasse aufgehängt wurden. In Arbeitsgruppen ging es auch um die Bedürfnisse von Zuwanderungen. Dazu stellten sie einen leeren Stuhl in ihre Runde und beklebten ihn mit den Wünschen, die sie für ihn formulierten.

Mittwoch, 14. Mai 2014

Neues Projekt: "Wir brauchen euch!"

Zuwanderung und Rassismus


Die Diskussion um Zuwanderung beschäftigt diese Gesellschaft in vielen Bereichen. Die Vorstellungen sind sehr unterschiedlich. Jugendliche sind in dieser Diskussion hin und hergerissen. Sicher ist, dass wir in einer immer älter werdenden Gesellschaft Arbeitskräfte aus dem Ausland brauchen. Viele Menschen haben aber Angst vor Überfremdung und davor ausgenutzt zu werden. Die Menschen, die zu uns kommen haben meist existenzielle Gründe: Flucht und wirtschaftliche Ausweglosigkeit zwingen sie, ihr Land zu verlassen. Was bedeutet es, zu gehen und alles hinter sich zu lassen. Wie ist die Erwartung an das neue Land?
Jugendliche erleben, wie aus ihrer Umgebung Menschen plötzlich verschwinden. Warum werden sie abgeschoben? Für die Jugendlichen ergibt sich aus der Auseinandersetzung mit dem Thema Zuwanderung und Rassismus die Möglichkeit, einen eigenen Standpunkt zu finden.
Gefördert durch das Landesjugendamt Rheinland
Wenn Sie an dem Projekt interessiert sind, melden Sie sich bitte: aktion@friedensband.de

ArgonR, „Grenze“, CC-Lizenz (BY 2.0) http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de aus der kostenlosen Bilddatenbank www.piqs.de