Montag, 27. November 2006

Einladung Runder Tisch Köln




27.11.2006

Beschneidung von Mädchen und Frauen

Einladung zum Runden Tisch Köln



am Montag, 11.12.2006
um 18.30 Uhr 
Ort: Melanchthon-Akademie, Raum 315, Im MediaPark 7, 50670 Köln


In Deutschland leben etwa 30.000 Frauen und Mädchen, die von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen oder bedroht sind. Was können wir in unserer Stadt tun, um sie zu unterstützen und zu schützen? Zu dieser Fragestellung treffen sich regelmäßig Expertinnen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Behörden und Organisationen, Lehrerinnen und Erzieherinnen, Rechtsanwälte und Ärzte zum Runden Tisch Köln. Gemeinsam bringen sie konkrete Maßnahmen auf den Weg. Die Schutzaktion „Runde Tische“ findet bundesweit im Rahmen der Initiative „Nein zu Beschneidung von Mädchen“ statt, die von Aktion Weißes Friedensband koordiniert wird.

Wir möchten Sie einladen zum nächsten Treffen des Runden Tisches Köln.


Als Tagesordnung schlagen wir vor:

TOP 1  Vorstellungsrunde – Was erwarten Sie von der heutigen Sitzung?

TOP 2  Konstituierung des Runden Tisches Köln
           Wahl einer Sprecherin / eines Sprechers
           Klärung der Übernahme möglicher Kosten

TOP 3  Fragebogen – erste Ergebnisse
Diskussionsrunde: Kooperations- und Handlungsbedarf ermitteln, Prioritäten festlegen 

TOP 4  Planung erster konkreter Maßnahmen:
           Ärztebefragung, Informationsveranstaltung für Erzieherinnen

TOP 5  Verschiedenes


Bitte teilen Sie uns bis zum 6.12.2006 mit, ob Sie am Runden Tisch Köln teilnehmen!

Wenn Sie andere interessierte Personen kennen, leiten Sie diese Einladung bitte weiter!


Mit freundlichen Grüßen
Jeanette Zachäus


Anlagen: Fragebogen, Protokoll

Donnerstag, 23. November 2006

Protokoll des Runden Tisches Kerpen am 23.11.2006



Anwesend:
Ursula Schlößer, Beauftragte für die Gleichstellung zwischen Frau und Mann
Bettina Bucher, Religionslehrerin Realschule Der Stadt Kerpen
Günter Haverkamp, Aktion Weißes Friedensband e.V.
Wolfram Witzel, Richter am Amtsgericht Kerpen
Andrea Besgen, Sozialarbeiterin

Thema 1 – Seminar für Erzieherinnen
Da Frau Zänkert nicht anwesend war, wurde beschlossen, mit ihr und Natalie
Klingels das Seminar vorzubereiten. Sobald entsprechende Informationen
vorliegen, erhalten Sie Bescheid.
Das Seminar für Erzieherinnen soll am Donnerstag, 18.1. um 15 bis 17 Uhr in
einem Raum in der Pfarrgemeinde St. Maria Königin stattfinden. Es soll nicht
mehr als 20 Personen umfassen, damit individuell gefragt werden kann. Die
Einladungen sollen bis zum 10.12. verschickt werden!

Thema 2 – Rechtliche Situation
Herr Witzel informierte über die wichtigsten Urteile und Gesetze und konnte
deutlich machen, wo die rechtlichen Grenzen unseres Handels liegen. Er
erarbeitet eine Informationsgrundlage für einen Flyer

Thema 3 - Information
Über den geplanten Flyer der Stadt Kerpen für alle Migrantinnen und Migranten
wurde weiter gesprochen, in dem Angebote zu Gesundheit, Deutschkursen etc
und die Adresse einer Ärztin und vielleicht einer Beratungsstelle zu
Mädchenbeschneidung stehen.
Möglich wäre aber auch ein Flyer, den Frauen- und Kinderärzten betroffenen
Frauen geben.

Thema 4 – Kooperationen
Es gibt einen Interdisziplinären Arbeitskreis, der sich seit vielen Jahren gegen
sexuellen Missbrauch einsetzt. Frau Schlößer wird in der nächsten Sitzung
fragen, ob eine Unterstützung des Runden Tisches möglich ist.

Zweimal im Jahr kommt die Gesundheitskonferenz zusammen, in der Ärzte,
kassenärztliche Vereinigung und Krankenhäuser unter Leitung des
Gesundheitsamtes beraten. Frau Schlößer wendet sich an Frau Groß, die dafür
zuständig ist.

Die eritreischen Frauen gehen in die Eritreische Kirchengemeinde in Köln.
Aktion Weißes Friedensband wird Kontakt aufnehmen und Vertreterinnen zum
Runden Tisch Köln einladen, um über diesen Weg einen Zugang zu finden.

Nächster Runder Tisch 23.1.2007 - 18 Uhr

Wir sind eine Aktivgruppe von
Aktion Weißes Friedensband e.V., Himmelgeister Str. 107a, 40225 Düsseldorf
Tel. 0211-9945137, Fax 0211-9945138, www.friedensband.de, aktion@friedensband.de

Freitag, 17. November 2006

Grenz-Tag - Grenzen einhalten

Gemeinsam mit ECPAT - dem Bündnis der Organisationen, die Kinderprostitution
bekämpfen, - haben wir den 19.11.2006 als Gedenktag gegen Kinderprostitution
ausgewählt. Bereits in diesem Jahr werden wir den Grenz-Tag gemeinsam in die
Öffentlichkeit, vor allem aber in die Schulen bringen. Dort bieten wir Grenz-Aktionen an.
Jugendliche und ihre erwachsene Umgebung sollen sensibilisiert werden. Da der
19.11. ein Sonntag ist, werden die Aktionen am 17.11. stattfinden.

Donnerstag, 9. November 2006

Aktivgruppe Menschenrechte

An der Gedenkfeier zur Reichspogromnacht am 9. November beteiligte sich die
Aktivgruppe Menschenrechte mit einer beeindruckenden Inszenierung des Auschwitz-
Alphabets von Jonathan Wallace.

Sonntag, 5. November 2006

Multiplikatorenschulung - Thema Kindersoldaten

Am 4. und 5.11.2006 bilden wir Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zum Thema
Kindersoldaten aus. Während des zweitägigen Seminars in Düsseldorf vermitteln wir
Hintergrundinformationen und stellen unsere Bildungseinheit Kindersoldaten vor.
Weitere Inhalte sind das Konzept der Aktivgruppen und Grundlagen zur Kampagnenund
Pressearbeit. Im Anschluss an die Schulung besuchen die Multiplikatorinnen und
Multiplikatoren zehn Schulen oder betreuen eine Aktivgruppe.

Donnerstag, 2. November 2006

Aktivgruppe Los Angeles de la Paz

Viel Aufsehen erregte die Ausstellung "Kreuzweg", die erste Aktion der 9. Religionsklasse
der Realschule Kerpen. In der Sindorfer Pfarrkirche "St. Maria Königin" machten sie damit
auf die Situation von Menschen in Krieg und Terror aufmerksam.

Donnerstag, 26. Oktober 2006

Aktivgruppe Fair World

Die Religionsschüler der Klassen 5 der Realschule Kerpen ist nun auch eine
Aktivgruppe geworden. Sie plant nun ihre ersten Aktionen.

Donnerstag, 5. Oktober 2006

Peter Maffay - "Begegnungen - eine Allianz für Kinder"

Peter Maffay nennt sein neues Projekt "Begegnungen - eine Allianz für Kinder". Mit der
CD, dem Making-of-Film und dem Buch unternimmt er eine Weltreise. Künstler und
Paten aus 14 Ländern stellen jeweils ein Projekt vor. Eines der Länder ist Eritrea,
vertreten durch unsere Schirmfrau Senait Mehari. Sie brachte uns als ihr Projekt ein.
Auf der CD singt sie gleich zwei Songs mit Peter Maffay. Anfang Oktober waren die
beteiligten Künstler, Paten und Projekte nach Berlin eingeladen - eine spannende
Begegnung mit aktiven Menschen aus aller Welt. Danke für die Unterstützung Peter Maffay!

Bei "Begegnungen - eine Allianz für Kinder" von Peter Maffay wird jedes Projekt von
einem Paten oder einer Patin präsentiert. Wir fragten Sabine Christiansen und erhielten
prompt ihre Zustimmung: "Es ist beeindruckend, was Jugendliche bewegen können,
wenn sie eine Plattform bekommen. Sie werden aktiv und setzen sich für Kinderrechte
ein. Das Gefühl, die Welt zu verbessern, hilft ihnen dabei, sich in ihr zurecht zu finden.
Mit Impulsen und Aktionen zeigt Aktion Weißes Friedensband, dass Solidarität Spaß
macht!" Danke für die Unterstützung Frau Christiansen!

Freitag, 29. September 2006

Kongo-Tag zum Bundeswehreinsatz im Kongo

█ Kongo-Tag 29.9.2006 - Etwa 50 Schulen machten mit
Bereits am 28.9. fand die zentrale Pressekonferenz in einer Mönchengladbacher
Schule statt, die den Kongo-Tag in allen Facetten umgesetzt hat. Wie viele andere
Schulen hat die Gemeinschaftshauptschule Aachener Straße mehrere Tage dem Land
Kongo und der Situation der Menschen dort gewidmet. Vom Oberhausener Bertha-von-
Suttner-Gymnasium und weiteren Schulen wurde die Aktion als voller Erfolg
bezeichnet. Die Fotos auf unserer Webseite beweisen dies. Die Schulministerin des
Landes Nordrhein-Westfalen, Barbara Sommer, hatte die Schirmherrschaft
übernommen. www.friedensband.de/kongo

Montag, 25. September 2006

Jugendfreizeit mit Kindersoldaten im Westerwald

Minderjährige Flüchtlinge, die ohne ihre Eltern nach Deutschland gekommen sind, haben es nicht leicht, sich zurecht zu finden. Sie haben Schlimmes erlebt und fühlen sich allein und schutzlos. Das Psychosoziale Zentrum in Düsseldorf unterstützt diese Jugendlichen, die zu einem großen Teil als Kindersoldaten in ihren Ländern kämpfen mussten. Durch die Förderung der Sabine Christiansen-Kinderstiftung und des Jazztrompeters Manfred Schoof konnten wir mit 12 von ihnen eine Fahrt in den Westerwald organisieren. Bei gemeinsamen Spielen, Tänzen und Gesprächen, beim Kochen, Wandern und Schwimmen lernten sich die Jugendlichen aus neun afrikanischen Ländern kennen und wuchsen zu einer Gruppe zusammen. „Jetzt habe ich Schwestern und Brüder“, sagte eine Teilnehmerin stolz.

Aktivgruppe Fair Friends

Sie hatten sich als beste Verkäufer fair gehandelter Bälle zur Weltmeisterschaft einen
Namen gemacht. Zur Belohnung dürfen sie ein Freundschaftsspiel der deutschen
Nationalelf gegen die Schweiz in Düsseldorf miterleben.

Montag, 18. September 2006

Workshop Irak - Situation und Träume der Kinder

Sayed ist 16 Jahre alt und lebt im Süden Bagdads. Sein großer Traum ist es, einmal ins Schwimmbad zu gehen. Aber seine Eltern erlauben es nicht, weil es zu gefährlich ist. Sayed gehört zu einer Gruppe von Jugendlichen, die von Saad Yaseen betreut werden. Der Filmautor studiert in Deutschland und hat sich einen Namen gemacht mit seinen Reportagen aus dem gefährlichen Land, die in 3sat/ZDF gesendet wurden. Wir bieten einen Workshop mit Saad Yaseen an, in dem er einen Film mit den irakischen Jugendlichen zeigt. Er gibt einen tiefen Einblick in die politischen und sozialen Probleme. Saad Yaseen entwickelt gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern Ideen, um für die irakischen Jugendlichen aktiv zu werden.

Dienstag, 22. August 2006

60 Jahre NRW - FRIEDENSBAND ist dabei

Gemeinsam mit der Aktivgruppe Fair Friends aus Kerpen und natürlich mit Senait Mehari waren wir ein Highlight im Festakt im Ministerium. Minister Laschet war ja schon 2005 von der Aktion Rote Hand begeistert. Nun lud er die Jugendlichen vom Marienfeld mitsamt der roten Farbe in sein Ministerium ein.

Dienstag, 13. Juni 2006

Protokoll Runder Tisch Kerpen Mädchenbeschneidung


Protokoll zum Treffen vom 13.6.2006
im Seminarraum der Pfarrgemeinde St. Maria Königin

anwesend
Marlie Sieburg - Bürgermeisterin,  Hildegard Diekhans - stellvertretende Bürgermeisterin, Ursula Schlösser - Gleichstellungsbeauftragte, Hildegard Schupke und Gisela Doepner - Kinderschutzbund,
von der Aktivgruppe PACE: Virginia Simeon, Annika Witzel, Deborah Tatzel, Nadine Leterle, Sarika Weiler, Tatjana Schumacher, Bettina Bucher - Lehrerin, Michael Rattelmüller - Pastoralreferent, Günter Haverkamp - Aktion Weißes Friedensband

Virginia Simeon begrüßte als Sprecherin der Aktivgruppe PACE die Anwesenden. Sie erklärte das besondere Anliegen der Jugendlichen, den betroffenen Mädchen und Frauen zu helfen.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde informierte Günter Haverkamp über die Aktion „Runder Tisch“ bundesweit und in Kerpen. Es bestand Einigkeit darin, die Ziele des Runden Tisches weiter zu verfolgen.

Weitere Vorgehensweise
Die Aktivgruppe PACE und Aktion Weißes Friedenband stimmen den Einladungsbrief für die weiteren Aktivitäten mit Ursula Schlößer ab. Frau Sieburg hat zugesagt, das Einladungsschreiben an die zuständigen Behörden weiterzuleiten und eine Beteiligung anzuregen. Beschlossen wurden:


1. Treffen am „Runden Tisch Kerpen“
Angeschrieben werden zusätzlich Frau Bosgen, Betreuerin der weiblichen Flüchtlinge und Nicole May, Integrationsbeauftragte. Jawahir Cumar hat ihr Kommen zugesagt. Einladungen gehen auch an die Partnerorganisationen von Aktion Weißes Friedensband (UNICEF, CARE, (I)NATCT, TERRE DES FEMMES, FIDE, stop mutilation u.a.) („Kidz-Werk“, Dr.  Genscher (Fr. Schlösser spricht ihn an)

2. Informationsveranstaltung für Pädagoginnen und Pädagogen
mit dem Film "Bolokoli" und Jawahir Cumar als Expertin (organisiert Aktivgruppe PACE zusammen mit Aktion Weißes Friedensband)

3. Informationsveranstaltung für Ärztinnen und Ärzte
mit Dr. Christoph Zerm, Frauenarzt und Vorsitzender von FIDE. Die Einladung wird auf einen Mittwoch, 18 Uhr im Oktober gelegt. Aktion Weißes Friedensband fragt Dr. Zerm und organisiert die Veranstaltung zusammen mit Aktivgruppe PACE)

Ansprechen der Ärztinnen und Ärzte
Bis auf eine Kinderärztin und einen Frauenarzt hatte es keine Rückmeldungen gegeben. Der Vorschlag, Kontakt durch einen Besuch aufzunehmen und damit wahrscheinlich einen besseren Erfolg zu erzielen, wurde allseits begrüßt. (Beste Termin dafür immer Mittwochs)

Montag, 29. Mai 2006

Einladung zur Gründung des Runden Tisches Kerpen



                                                                                                                                                                               29.5.2006



Mädchenbeschneidung
Einladung zur Kerpener Gesprächsrunde

 

Als Aktivgruppe PACE von Aktion Weißes Friedensband möchten wir Sie herzlich zu einer Gesprächsrunde zum Thema „Mädchenbeschneidung in Kerpen“ einladen

am Dienstag, 13. Juni 2006 um 20.00 Uhr im Seminarraum der Pfarrgemeinde St. Maria Königin, Kerpener Str. 41a, Sindorf.

Von Aktion Weißes Friedensband haben wir erfahren, dass auch in Kerpen dringender Handlungsbedarf besteht. Im Rahmen der Initiative „Nein zu Beschneidung von Mädchen 2006“ ruft der Verein zur Entstehung so genannter „Runder Tische“ in den Kommunen auf. Sie sollen für die Verbesserung der Situation betroffener Frauen und den Schutz gefährdeter Mädchen sorgen. Eingeladen werden alle Behörden und Berufsgruppen, die dies unterstützen können.  

Am 13. Juni werden Expertinnen Sie zum Thema informieren. Anschließend möchten wir mit Ihnen die Situation, die Erfahrungen und die Handlungsmöglichkeiten in Kerpen besprechen.

Bitte teilen Sie uns bis zum 8.6. mit, ob Sie an der Gesprächsrunde teilnehmen.


Mit freundlichen Grüßen


Virginia Simeon


Freitag, 19. Mai 2006

Aids - Pillenschachtel-Übergabe

18.5.2006 Die fast 10.000 Pillenschachteln, die bei der großen Aktion zum Weltaidstag unterschrieben wurden, sollten in einer besonderen Form dem Aktionsbündnis gegen Aids übergeben werden: Gemeinsam mit dem Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Köln entstand die Idee der Aktion vor dem Kölner Dom. Am 18. Mai 2006 kamen 50 Schülerinnen und Schüler nach Köln und bauten große Türme, die von Passanten und Medien stark wahrgenommen wurden. Die hatten schon zuvor gestaunt, weil die Schachteln in Fließbandarbeit zusammengesetzt, zu langen Stangen verklebt und dann aufgetürmt wurden.

Montag, 6. Februar 2006

Schutzaktion „Runde Tische“



Initiative „Nein zu Beschneidung von Mädchen“



In Deutschland leben etwa 30.000 Frauen und Mädchen, die von Genitalverstümmelung betroffen oder bedroht sind. Unsere bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass sie unmittelbare Hilfe auf kommunaler Ebene brauchen. Viele Behörden und Berufsgruppen, die mit den Mädchen und Frauen Kontakt haben, wissen jedoch nichts über FGM (Female Genital Mutilation). Deshalb haben wir ein Konzept entwickelt und gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen in der Initiative „Nein zu Beschneidung von Mädchen“ die Umsetzung beschlossen.

Wir möchten betroffenen Frauen und gefährdeten Mädchen konkrete und praktische Unterstützung anbieten. Deshalb sollen in den Kommunen so genannte „Runde Tische“ eingerichtet werden, an denen sich regelmäßig Expertinnen, Mitarbeiter von Behörden und Organisationen, Lehrerinnen, Erzieher, Sozialarbeiterinnen, Rechtsanwälte und Ärztinnen treffen. Es werden alle eingeladen, die aufgrund ihrer Tätigkeit und Kompetenz dazu beitragen können, dass die soziale, rechtliche und medizinische Situation der betroffenen Frauen verbessert wird. Gleichzeitig sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der „Runden Tische“ so informiert und sensibilisiert werden, dass sie Gefährdungen erkennen, angemessen darauf reagieren und eventuell Beschneidungen verhindern können. 

Zunächst werden der Bedarf und bereits vorhandene Angebote in der Kommune ermittelt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erarbeiten sich gemeinsam Kompetenz zum Handeln und bringen konkrete Maßnahmen auf den Weg. Sie organisieren zum Beispiel fachbezogene Informationsveranstaltungen für Ärzte und Erzieherinnen. In ihrem beruflichen Umfeld geben sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren weiter. Die Schutzaktion erfordert ein besonders hohes Maß an Diskretion. Es dürfen keine sensiblen Daten und Informationen nach außen getragen werden.

Erste „Runde Tische“ haben sich in Köln und in Kerpen gebildet. Dort begleiten wir zurzeit die Pilotphase. Aus den Erfahrungen soll ein Modell für ganz Deutschland werden.

Die Schutzaktion findet im Rahmen der Initiative „Nein zu Beschneidung von Mädchen“ statt, die von Aktion Weißes Friedensband koordiniert wird. Die Schirmherrschaft hat Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, übernommen.

Machen Sie mit! Wer Interesse an der Gründung eines „Runden Tisches“ hat, melde sich bitte bei: Jeanette Zachäus, zachaeus@friedensband.de.



Kongress Mädchenbeschneidung in Bonn


Beschneidung von Mädchen ist auch in Deutschland ein Thema. Mindestens 24.000 betroffene Frauen und 6.000 gefährdete Mädchen leben bei uns.


Einladung



Auftaktveranstaltung zur Initiative
„Nein zu Beschneidung von Mädchen“ 2006

Wie können wir Mädchen vor Beschneidung schützen?


am Montag, 6.2.2006
von 18-20 Uhr
bei InWEnt (Spiegelsaal)
Tulpenfeld 6, Bonn
 

Der 6. Februar ist der Internationale Tag gegen Mädchenbeschneidung. Dies nehmen wir zum Anlass, um die aktuelle Situation in Deutschland zu beleuchten: Wie ist die rechtliche Lage? Wie weiß ich, dass ein Mädchen in Gefahr ist? An wen kann ich mich in meiner Kommune wenden?

Im Mittelpunkt der diesjährigen Initiative „Nein zu Beschneidung von Mädchen“ steht die Schutzaktion „Runder Tisch gegen Mädchenbeschneidung“. In den Kommunen sollen sich diejenigen zusammen setzen, die Kontakt zu den Mädchen im kritischen Alter und ihren Familien haben: Jugend- und Gesundheitsamt, Ausländerbehörde, Schul- und Kinderärzte, Lehrerinnen und Erzieherinnen, Fraueninitiativen, Migrantenorganisationen und Religionsgemeinschaften. Gemeinsam soll ein Plan erarbeitet werden, um in der eigenen Stadt Beschneidungen zu verhindern.


Einführungsreferat – (Rechtliche) Situation in Deutschland:
Regina Kalthegener, Rechtsanwältin (angefragt) oder wer?

Vorstellung der Initiative „Nein zu Beschneidung von Mädchen“ 2006: Jeanette Zachäus, Aktion Weißes Friedensband

Podiumsdiskussion:
y  Situation Beschneidung in Deutschland und Europa – wer?
y  Rechtliche Situation – Regina Kalthegener (angefragt) oder wer?
y  Initiative 2006 – Jeanette Zachäus, Aktion Weißes Friedensband
y  Zusammenarbeit in der Kommune – wer?
y  Handeln im Verdachtsfall – wer?

Ausklang und Gelegenheit zu Gesprächen




Aktion Weißes Friedensband e.V.
Himmelgeister Str. 107a
40225 Düsseldorf
Tel.  0211-9945137
Fax  0211-9945138