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Donnerstag, 23. April 2015

Projekt "Politik in Aktion - Gesetze in die Schule" kann starten

Heute haben wir den Zuwendungsbescheid des Landesjugendamtes Rheinland bekommen: Wir können mit drei Schulen oder Einrichtungen das Projekt starten. Darin werden sich Jugendliche einmischen in ein aktuelles Gesetzesvorhaben des Landtages Nordrhein-Westfalen. Sie werden zu Lobbyisten. Sie erhalten die notwendigen Informationen und bilden sich eine Meinung, die sie den Abgeordneten mitteilen können. In diesem Projekt steht der Gesetzentwurf zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtekonvention im Mittelpunkt. Das Thema Inklusion ist spannend und betrifft viele Jugendlichen. In einer Meinungsumfrage befragen die Jugendlichen die Menschen in ihrer Umgebung. Sie haben Interesse, mit Ihrer Klasse oder Einrichtung teilzunehmen? Dann sprechen Sie uns an: haverkamp@friedensband.de

Freitag, 19. Dezember 2014

"Film in Aktion" - Die Friedensaktion

Es hat so sehr geregnet und es war stürmisch. In der Innenstadt scheuchten die Lieferwagen ständig die Jugendlichen zur Seite. Aber die SchülerInnen des Leo-Statz-Berufskollegs ließen sich davon nicht beeindrucken. Sie wollten ihre Friedensaktion für Palästina und Israel durchführen.

Die Idee der Jugendlichen verfing: Sie hatten ein großes Peacezeichen mit den Flaggen von Palästina und Israel auf ein Betttuch gesprüht und standen nun im Regen davor. Das ist ein Flashmob, wie ihn in der Türkei berühmt geworden ist. Wortlos sahen sie konzentriert auf das Peacezeichen. Es wirkte. Natürlich gab es an einem Freitag Vormittag um 11 Uhr bei diesem Wetter kaum jemanden, der stehen blieb. Aber einzelne taten es doch und es wurde sofort ein Bündnis mit ihnen gestartet.

Anschließend bestiegen die Jugendlichen das Parkhaus am Karlsplatz und hissten ihr Peacezeichen hoch über der Stadt. Das war ein gutes Gefühl und alle hatten den Eindruck, dass die Aktion wichtig war und angenommen wurde. Völlig durchnässt, aber zufrieden gingen die Jugendlichen in die Weihnachtsferien, denn das war ihre letzte Schulstunde.

Donnerstag, 18. Dezember 2014

"Verschuldung" - Quiz gegen Verschuldung

Die Kinder der Klasse 6b hatten sich intensiv mit der Thema Verschuldung anhand der pakistanischen Kinderarbeiter beschäftigt. Während ein Teil der Klasse noch einmal ausprobieren konnte,  wie hart es ist, Fußbälle zu nähen, entwickelte der andere Teil Quizkarten. Dabei kamen sehr schön bemalte Karten heraus und die Jugendlichen fanden auch kniffelige Fragen.

"Entwicklung 1" - Quizkarten - Klasse 5c - 6. Tag

In der Klasse 5c der Hauptschule Kerpen-Horrem hatten die Kinder einen großen Wunsch: Noch einmal Fussball nähen. Einige hatten noch gar nicht versucht einen Ball zu nähen,  andere wollten es unbedingt noch einmal ausprobieren. Die anderen hatten die Aufgabe,  die Pappkärtchen für einen Quiz zu beschreiben.  Auf die eine Seite die Frage, auf die Rückseite die Antwort. Das ware nicht einfach für die Jugendlichen,  so konnten sie aber das erworbene Wissen einbringen. Die entstandenen Fragen waren die Grundlage für die Meinungsumfrage der Jugendlichen.

Mittwoch, 17. Dezember 2014

"Klima und Verkehr" - Maßnahmen ergreifen

Die Mönchengladbacher Jugendlichen im Jugendzentrum "Villa"sind stolz, dass sie schon soviel erreicht haben. Startschuss war der 18. September, als Bürgermeisterin Petra Heinen-Dauber die Jugendlichen zum Abschluss ihres Projektes "Die Falle" besucht hatte. Damals hatten sie die Bürgermeisterin sehr beeindruckt mit ihrer Schilderung der Verkehrssituation aus ihrer Sicht. Es waren die Raser, die ihnen Angst machten und die Falschparker, die ihnen den Raum wegnahmen. Damals versprach Frau Heinen-Dauber, sich zu kümmern. Das tat sie auch und die Jugendlichen haben in den Wochen danach festgestellt, dass einige Dauerblitzer für ein besseres Verkehrsverhalten gesorgt haben. Die Jugendlichen bleiben dran.

Montag, 15. Dezember 2014

"Film in Aktion" - Vorbereitung der Aktion

In der Klasse HHU5 des Leo-Statz-Berufskollegs wurde heute gesprayt und gemalt. Es entstand das Peacezeichen auf Leinwand für die Aktion am Freitag in der Düsseldorfer Altstadt.

Wir sind begeistert, wie die Jugendlichen im Projekt mitmachen. Zwischendurch würde natürlich auch über die letzten Entwicklungen in Nahost diskutiert.

Freitag, 12. Dezember 2014

"Zuwanderung " - Projektbuch startet

Die SchülerInnen der Klasse 9c in der Realschule Kerpen begannen mit dem Projektbuch. Nach kurzer Absprache bearbeiteten die Jungs und Mädchen getrennt ihre Vorstellungen von Kultur und Zusammenleben. Die Ergebnisse flossen dann in der letzten halben Stunde zusammen.  Alle Jugendlichen haben zugesagt,  in den Ferien an den Texten zu arbeiten. Es könnte ein Buch für andere Jugendliche werden, aber auch für PädagogInnen als Einstieg in eine eigene Projektarbeit.

Mittwoch, 10. Dezember 2014

"Entwicklung 2" - Fußbälle nähen und kalkulieren

Wie schwer die Arbeit der Kinder in Pakistan ist, konnten die Jugendlichen der Klasse 5b der Hauptschule Kerpen am eigenen Leibe feststellen. Sie überlegten, dass ein Ball, den sie in dem Tempo nähen würden, erst nach zwei Tagen fertig wäre. Während die einen sich im Nähen des Fußballes versuchten, überlegten sich die anderen, wer denn eigentlich den großen Gewinn macht, der zwischen dem Lohn für die Arbeiter in Pakisten und dem Verkaufspreis eines Fußballes im Laden hier liegt. Wer bleibt hier arm und wer wird hier reich? Hier konnten wir einerseits die Situation der Entwicklungsländer erklären, gleichzeitig aber auch die der ärmeren Familien in Deutschland.

Montag, 8. Dezember 2014

"Film in Aktion" - Die Aktion vorbereiten

Robert Krieg hat die bisherigen Interviews zusammengeschnitten und präsentierte sie der Klasse. Da ist schon einiges zusammengekommen. Dann ging es gemäß dem Titel des Projektes in der Klasse HHU5 der Kaufmännischen Berufschule an die Aktionsvorbereitungen. Da die Jugendlichen gerade eine Briefaktion mit amnesty machen, ist in Erwägung gezogen worden, an die Politik Briefe zu schreiben. Schnell waren aber auch Stichworte wie Demo und Flashmob im Raum und da blieben die Jugendlichen dann auch hängen: Sie wollen mit dem Peacezeichen einen Flashmob machen. Wo: Vor dem Landtag und am Burgplatz. Alles muss jetzt erst einmal mit Landtag und Polizei geregelt werden.

Donnerstag, 4. Dezember 2014

"Die FALLE" - Religionen und Konflikte

Die Comenius-AG in der Martin-Luther-King Gesamtschule Ratingen hatte im letzten Treffen überlegt etwa in Richtung Zukunft zu machen. Bei unserem heutigen Gespräch kamen dabei ganz stark der Wunsch nach dem Thema Religion und Konflikte heraus, dass der Mehrheit der AG auf den Nägeln brennt. Da war der Nahost-Konflikt ebenso interessant wie die Frage nach Respekt vor Religionen hier in Deutschland. Das wird eine spannende Fassung vom Projekt "Die Falle", das ist sicher.

"Entwicklung 1" - Hintergründe fehlender Entwicklung - Kl. 5c - 5. Tag


In der Klasse 5c der Hauptschule Kerpen wurden die restlichen Plakate vorgestellt und besprochen. Eine Gruppe hatte zahlreiche Zahlen verwendet. Das nahmen wir zum Anlaß, die Zahlen einmal in Relation zur Bevölkerung von Kerpen und von Deutschland zu setzen. Dann wurde dieser Projektabschnitt besprochen und wir konnten feststellen, dass die Schüler zunehmend ein Gefühl für die Aussichtslosigkeit der Kinder in Pakistan entwickelten. Jetzt sollte eine Meinungsumfrage erstellt werden. Das hatten die Jugendlichen noch nie gemacht und es war spannend, die gesellschaftlichen Hintergründe von Meinungsumfragen zu erklären.

"Verschuldung" - Protestplakate der Kinder


In der Kerpener Hauptschule hatte sich die 6b im letzten Workshop mit Rollenspielen an das Thema Verschuldung herangetastet. Dazu gab es heute eine Nachbesprechung. Wie war es, die Kinder, die Eltern oder die Kreditgeber zu verkörpern. Dann gingen wir auf die Problematik von Verschuldung in Pakistan und in Deutschland ein. Mit den Zinsen kamen die Kinder zunächst nicht zurecht, lernten dann aber schnell die Realität der Familien kennen als wir es anschaulich werden ließen.  Das spiegelte sich dann in den Protestplakaten wieder, die die Kinder anschließend malten. Sie konnten sich damit entweder an die Arbeitgeber, die Regierung oder an die Kreditgeber wenden
.

Mittwoch, 3. Dezember 2014

"Entwicklung 2" - Kinderarbeit und Schule - Klasse 5b

In dem Film "Balljungs" lernten die Jugendlichen der Klasse 5b die Situation von Gleichaltrigen in Pakistan kennen, die Fußbälle nähen müssen, weil ihre Eltern zu wenig verdienen. Die Geschichte der beiden Jungen beschäftigte die Jugendlichen in der Klasse sehr. Dass diese nicht zur Schule gehen können und damit von einer positiven Entwicklung abgeschnitten sind, fanden sie nicht gut. Wieder konnten wir den Bogen zu den Entwicklungsländern ziehen, sodass die Jugendlichen das Problem verstanden.

Montag, 1. Dezember 2014

"Film in Aktion" - Meinungsumfrage Teil 2

Robert Krieg hat die ersten, mit unseren FLIP-Kameras aufgenommenen Umfrageergebnisse zu einem Film zusammengeschnitten. Bei der Präsentation fiel den Jugendlichen in der Klasse HHU5 des Leo-Statz-Berufskollegs Düsseldorf selbst auf, wo etwas besser gemacht werden kann. Es bestand aber auch wieder Diskussionsbedarf, weil eine neutrale Befragung nicht ganz einfach ist. Danach zogen sie wieder los um Interviews zu machen. Einige Gruppen gingen in der Schule in die Klassen, andere befragten Passanten auf der Straße.

Donnerstag, 27. November 2014

"Verschuldung 1" - Rollenspiel

Die Klasse 6b arbeitete sich ins thema Verschuldung ein. In einer Szene im Film Balljungs erklären die beiden Jungen, dass sie arbeiten müssen, weil die Eltern Schulden haben. Die Kinder teilten sich in vier Arbeitsgruppen und dachten sich eine Geschichte rund um die verschuldeten Familien aus. Dabei mussten sie sich in die Rolle der arbeitenden Kinder und ihrer Familien eindenken. Das war nicht leicht für die Kinder. Aber beim Präsentieren merkten wir, dass sie sich mit Empathie in die Verschuldungssituation hineinversetzen konnten. Ziel war es, die ausweglose Lage der Familien zu verstehen und Lösungsansätze zu finden. Das gelang. Ein Mädchen gestand im Gruppengespräch, dass sie Hunger habe. Auf die Nachfrage erklärte sie, dass sie morgens nie etwas zu essen bekäme. Wir werden also über eine Aktionen nachdenken, wie diese Kinder etwas zu essen bekommen.

"Entwicklung 1" - Forderungen an die Arbeitgeber - Klasse 5c- 4. Tag


Das Thema Entwicklung und HartzIV gingen wir mit den fußballnähenden Kindern an. Grundlage war die Szene im Film Balljungs, in dem die arbeitenden Kinder von ihrer Situation und der ihrer Familie erzählten. Da war nicht viel Aussicht auf positive Entwicklung.

Die Kinder in der Hauptschule malten Plakate, mit denen sie den Arbeitgebern ihre Forderungen präsentieren wollten.  Dazu mussten sie sich intensiv in die Situation der pakistanischen Familien hineinversetzen und ihre Forderungen formulieren. Ein Effekt war, dass die Gruppengespräche auch in ihre eigene Situation hineinragten.

Ganz automatisch suchten sie nach Möglichkeiten, wie hier in Deutschland Menschen geholfen werden könnte, aus ihrer schwierigen Lager herauszukommen.

Mittwoch, 26. November 2014

"Entwicklung 2" - Start in der Klasse 5b

Erster Workshop in der Klasse 5b. Start des Projektes Entwicklung und HartzIV.  Hayat Mia erzählte ebenso wie Günter Haverkamp über sich und über unser Vorhaben. Alle Kinder schrieben auf die Meinungswand ihren Namen und dazu ein Willkommen in ihrer Sprache: rumänisch, polnisch, albanisch,marokkanisch, französisch, spanisch - das war eine herrliche Sprachvielfalt. Jedes Kind stellte sich mit Herkunft und Sprache vor. Dann kam die nächste Meinungswand und wir sammelten Kinderrechte und besprachen sie. Da kamen nicht alle zusammen, aber die Kinder wussten doch viele. Grundlage von Kinderrechten, das merkten sie schnell, ist eine wirtschaftliche Grundlage. Darüber kamen wir auf die Situation der ärmeren Entwicklungsländer.

"Zuwanderung" - Zerrissenheit und Fest der Kulturen


Das Arbeitsblatt "Träume der Eltern, der Kinder, der Deutschen" förderte eine unglaubliche Zerrissenheit zu Tage. Warum sind sie nach Deutschland gekommen? Und dann, wie geht es ihnen selbst dabei? 

Die Jugendlichen mit Migrationshintergrund beschrieben ihre Situation als ziemlich verzweiflelt. Wo gehören sie hin, welche Sprache, welche Kutlur ist ihre. Sie fühlen sich fremd in Deutschland und in der Heimat, sind der Herkunftsspürachen nicht mehr mächtig und auch nicht der deutschen.

Die deutschen MitschülerInnen waren teilweise richtig schockiert. So schlimm hatten sie es sich nicht vorgestellt. Da wirkte unsere typische Frage: "Was könnt ihr tun?" wie ein Befreiungsschlag und war Auslöser für eine energiegeladene Suche nach Möglichkeiten. Die waren erstaunlich vielfältig: Ein Tag der Kulturen an der Schule, kleine kulinarische Exkursionen durch Mitbringen von Essen, muttersprachliche Einlagen mit kleinen typischen Geschichten. Die Jugendlichen sind begeistert und voller Tatendrang.

Montag, 24. November 2014

"Nahost" - Meinungsumfrage startet

Erstes Interview in der Oberstufe des Berufskollegs.
Workshop im Berufskolleg Leo Statz Düsseldorf. Mit viel Energie brachte die Klasse HHU5 heute den Fragenkatalog zu Ende. An Jugendliche und Erwachsene geht die Frage, ob sie sich für den Nahost-Konflikt interessieren. Bei den Jugendlichen überwiegt die Neugierde danach, was sie tun würden, auf wlecher Seite sie stehen und ob sie eher den Konflikt suchen würden, eher zum Nachgeben neigen oder lieber Verhandeln würden. Aber auch die Kinder wollen die SchülerInnen fragen. Da geht es natürlich eher um ganz persönliche Konfliktfragen im Kleinen. In der verbleibenden halben Stunde machen die Jugendlichen ihre ersten Erfahrungen. Eingesetzt wurden wieder die Flip-Kameras von FRIEDENSBAND, mit denen HD-Filme möglich sind. Robert Krieg hat parallel begonnen in der Klasse zu filmen und die einzelne Schüler bei Interviews zu begleiten. Die Erfahrungen und die gesammelten Bilder werden beim nächsten Mal besprochen.

Montag, 17. November 2014

Nahost-Konflikt - Fragen für die Meinungsumfrage

Workshop im kaufmännischen Berufskolleg Düsseldorf. Das war gar kein leichter Akt. Was wollen wir fragen, wie wollen wir fragen und welche Antworten wollen wir eigentlich? An vielen Stellen musste doch noch einmal diskutiert werden. Aber vielen wurde dadurch klar: Wenn es schon so schwer ist, Fragen zu einem Konflikt zu stellen, wie schwer muss es dann sein, ihn zu lösen? Welche Bilder können in einer Meinungsumfrage verwendet werden und was wollen wir damit ausdrücken. Es wurde deutlich, dass die Jugendlichen viel aufklären wollen. Dafür müssen wir uns eine Form suchen. Uns hat an diesem Tag aber noch etwas bewegt: Itay Ron wird für einige Zeit nach Israel zurückkehren. Es war also sein letzter Workshop. Wir hatten in ihm einen Begleiter, für den es sicherlich nicht immer leicht war, die israelische Haltung zu vertreten. Durch ihn haben die Workshops an Glaubwürdigkeit gewonnen und die Jugendlichen haben sicherlich viel gelernt. Auf dem Foto von links nach rechts: Itay Ron, Jehan Abushihab, Lehrerin und Jugendreferentin von amnesty international und Günter Haverkamp, FRIEDENSBAND.