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Freitag, 19. Dezember 2014

"Film in Aktion" - Die Friedensaktion

Es hat so sehr geregnet und es war stürmisch. In der Innenstadt scheuchten die Lieferwagen ständig die Jugendlichen zur Seite. Aber die SchülerInnen des Leo-Statz-Berufskollegs ließen sich davon nicht beeindrucken. Sie wollten ihre Friedensaktion für Palästina und Israel durchführen.

Die Idee der Jugendlichen verfing: Sie hatten ein großes Peacezeichen mit den Flaggen von Palästina und Israel auf ein Betttuch gesprüht und standen nun im Regen davor. Das ist ein Flashmob, wie ihn in der Türkei berühmt geworden ist. Wortlos sahen sie konzentriert auf das Peacezeichen. Es wirkte. Natürlich gab es an einem Freitag Vormittag um 11 Uhr bei diesem Wetter kaum jemanden, der stehen blieb. Aber einzelne taten es doch und es wurde sofort ein Bündnis mit ihnen gestartet.

Anschließend bestiegen die Jugendlichen das Parkhaus am Karlsplatz und hissten ihr Peacezeichen hoch über der Stadt. Das war ein gutes Gefühl und alle hatten den Eindruck, dass die Aktion wichtig war und angenommen wurde. Völlig durchnässt, aber zufrieden gingen die Jugendlichen in die Weihnachtsferien, denn das war ihre letzte Schulstunde.

Montag, 15. Dezember 2014

"Film in Aktion" - Vorbereitung der Aktion

In der Klasse HHU5 des Leo-Statz-Berufskollegs wurde heute gesprayt und gemalt. Es entstand das Peacezeichen auf Leinwand für die Aktion am Freitag in der Düsseldorfer Altstadt.

Wir sind begeistert, wie die Jugendlichen im Projekt mitmachen. Zwischendurch würde natürlich auch über die letzten Entwicklungen in Nahost diskutiert.

Montag, 8. Dezember 2014

"Film in Aktion" - Die Aktion vorbereiten

Robert Krieg hat die bisherigen Interviews zusammengeschnitten und präsentierte sie der Klasse. Da ist schon einiges zusammengekommen. Dann ging es gemäß dem Titel des Projektes in der Klasse HHU5 der Kaufmännischen Berufschule an die Aktionsvorbereitungen. Da die Jugendlichen gerade eine Briefaktion mit amnesty machen, ist in Erwägung gezogen worden, an die Politik Briefe zu schreiben. Schnell waren aber auch Stichworte wie Demo und Flashmob im Raum und da blieben die Jugendlichen dann auch hängen: Sie wollen mit dem Peacezeichen einen Flashmob machen. Wo: Vor dem Landtag und am Burgplatz. Alles muss jetzt erst einmal mit Landtag und Polizei geregelt werden.

Montag, 24. November 2014

"Nahost" - Meinungsumfrage startet

Erstes Interview in der Oberstufe des Berufskollegs.
Workshop im Berufskolleg Leo Statz Düsseldorf. Mit viel Energie brachte die Klasse HHU5 heute den Fragenkatalog zu Ende. An Jugendliche und Erwachsene geht die Frage, ob sie sich für den Nahost-Konflikt interessieren. Bei den Jugendlichen überwiegt die Neugierde danach, was sie tun würden, auf wlecher Seite sie stehen und ob sie eher den Konflikt suchen würden, eher zum Nachgeben neigen oder lieber Verhandeln würden. Aber auch die Kinder wollen die SchülerInnen fragen. Da geht es natürlich eher um ganz persönliche Konfliktfragen im Kleinen. In der verbleibenden halben Stunde machen die Jugendlichen ihre ersten Erfahrungen. Eingesetzt wurden wieder die Flip-Kameras von FRIEDENSBAND, mit denen HD-Filme möglich sind. Robert Krieg hat parallel begonnen in der Klasse zu filmen und die einzelne Schüler bei Interviews zu begleiten. Die Erfahrungen und die gesammelten Bilder werden beim nächsten Mal besprochen.

Montag, 17. November 2014

Nahost-Konflikt - Fragen für die Meinungsumfrage

Workshop im kaufmännischen Berufskolleg Düsseldorf. Das war gar kein leichter Akt. Was wollen wir fragen, wie wollen wir fragen und welche Antworten wollen wir eigentlich? An vielen Stellen musste doch noch einmal diskutiert werden. Aber vielen wurde dadurch klar: Wenn es schon so schwer ist, Fragen zu einem Konflikt zu stellen, wie schwer muss es dann sein, ihn zu lösen? Welche Bilder können in einer Meinungsumfrage verwendet werden und was wollen wir damit ausdrücken. Es wurde deutlich, dass die Jugendlichen viel aufklären wollen. Dafür müssen wir uns eine Form suchen. Uns hat an diesem Tag aber noch etwas bewegt: Itay Ron wird für einige Zeit nach Israel zurückkehren. Es war also sein letzter Workshop. Wir hatten in ihm einen Begleiter, für den es sicherlich nicht immer leicht war, die israelische Haltung zu vertreten. Durch ihn haben die Workshops an Glaubwürdigkeit gewonnen und die Jugendlichen haben sicherlich viel gelernt. Auf dem Foto von links nach rechts: Itay Ron, Jehan Abushihab, Lehrerin und Jugendreferentin von amnesty international und Günter Haverkamp, FRIEDENSBAND.

Montag, 27. Oktober 2014

Film in Aktion - der Nahost-Konflikt


Vierter Workshop im Leo-Statz-Berufskolleg. Zunächst fragten wir nach, wie weit die SchülerInnen die aktuellen Auseinandersetzungen in Nahost verfolgen. Mit dabei war wieder Itay Ron als israelischer Experte. Nur zwei SchülerInnen hatten etwas gehört. Wir fragten dann nach den Feindbildern und untersuchten sie mit drei Arbeitsblättern. Schon beim Arbeitsblatt "Angst" wurde deutlich, dass beide Konfliktparteien ihre Gründe für die eigene Aggression aus den Bedrohungen der anderen Seite herleiten. Beim Arbeitsblatt "Kräfte" ging es um die Parteien, Ideologien, Länder und Interessen, die den Konflikt anheizen oder fördern. Im dritten Arbeitsblatt "Konfliktbearbeitung" fragten wir danach, wer etwas tun könnte zur Beendigung des Konfliktes. Darin war auch gefragt, was wir selbst tun könnten, um nicht immer nur auf die da oben zu schauen.

Montag, 13. Oktober 2014

Film in Aktion - Workshop Nahost

Beim ersten Workshop hatten die Jugendlichen den Film "Kinder der Steine - Kinder der Mauer" nicht ganz zu Ende gesehen. Nun wurde die letzte halbe Stunde nachgeholt, diesmal aber unter Beisein des Autors Robert Krieg. Der konnte anschließend die vielen Fragen zum Film, über die dargestellten Menschen und ihre Situation beantworten. Es ging aber auch schon um die ersten Überlegungen zum eigenen Film, den die Jugendlichen zusammen mit dem Filmemacher Robert Krieg drehen wollen.

Montag, 29. September 2014

Film in Aktion - Spannende Diskussion im Leo Statz Berufskolleg


Die Eingangssituation wirkte so, als sei die Haltung der SchülerInnen klar: Die Israelis sind schuld und die Palästinenser sind die Opfer. Auch nach diesen zwei Schulstunden werden die meisten Jugendlichen bei dieser Position geblieben sein und wir haben auch nicht versucht, sie davon abzubringen. Aber es waren schon spannende Momente, als wir das Wort "Israel" auf der Meinungswand mit "Deutschland" "USA" und andere Länder ersetzt hatten. Da wurde deutlich, dass sich Völker, die sich unter Druck gesetzt fühlen, aggressiv verhalten. Und auch im persönlichen Bereich konnten solche Verhaltensmuster gefunden werden. Der Workshop wurde gemeinsam mit Itay Ron durchgeführt, der in Israel geboren und in Tel Aviv und Düsseldorf Internationale Beziehungen und Nahost studiert hat. Durch ihn wurde die Diskussion natürlich packender und führte an die tatsächlichen Probleme heran.

Montag, 22. September 2014

Projekt Film in Aktion - Start im Leo-Statz-Berufskolleg

Im kaufmännischen Leo-Statz-Berufskolleg hatten wir uns schon im letzten Jahr am Aktionstag gegen Rassismus beteiligt. Jetzt hatten wir bei Jehan Abushihab im Fach Politik das Thema Nahost gestartet. Zunächst sahen die SchülerInnen den Film "Kinder der Steine, Kinder der Mauer" von Robert Krieg. In diesem Film wird die Situation der Menschen in Palästina gezeigt und ihre Träume, die sie nicht verwirklichen können.

Donnerstag, 14. November 2013

Film und Diskussion - ZAYTOUN

14.11.2012 Düsseldorf - Im Bambi-Kino Düsseldorf organisierten wir nach dem Film ZAYTOUN eine Diskussion. Im Film ZAYTOUN geht es um den Nahost-Konflikt, beschrieben in einer sehr einprägsamen und persönlichen Geschichte: Für den palästinensischen Flüchtlingsjungen und den über Beirut abgeschossenen israelischen Kampfpiloten sind die Fronten zu Beginn klar: sie verbindet nichts miteinander. Im Laufe ihrer gezwungenermaßen gemeinsamen Reise entsteht aus der gegenseitigen Feindseligkeit aber eine besondere Freundschaft. Am Ende erfüllen beide den letzten Willen des palästinensischen Vaters und bringen den einzig verbliebenen Olivenbaum der Familie zurück in ihr palästinensisches Heimatdorf.

Wie in unserem Projekt KONFLIKTSTEINE wird hier auf der persönlichen Ebene zwischen zwei Menschen die Möglichkeit des Verstehens und Versöhnens versucht. Im Projekt KONFLIKTSTEINE beschäftigen sich Jugendliche mit der Situation Gleichaltriger in beiden Ländern. Sie nehmen Kontakt auf zu Klassen in Israel und Palästina und versuchen gemeinsam ein Friedensprojekt umzusetzen.

Diskussionsleiter waren Itay Ron (28) aus Israel (Bachlor of Arts in Gouvernment, Diplomacy and Stretegy mit  Spezialisierung auf Mittel-Ost-Forschung in Lauder School for Government in Israel, Master in European Studies an der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf) und Hadeel Almuzayan (27) aus Jordanien, Palästina (European Studies an der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf, Kognitives und kulturelles  Forschungsprogramm and dem Institut of Cognive and Cultural Studies  in St. Petersburg, Russland)

Es war eine sehr emotionale und spannende Diskussion, die sich noch lange vor der Tür des Kinos fortsetzte, als drin schon längst der nächste Film begann. Das Publikum des nachfolgenden Filmes kam zuvor bereits in den Kinosaal und verfolgte staunend die Diskussion.

Die nächste Vorstellung mit Diskussion findet im Bambi am 20.11.2013 statt – Beginn 19.15 Uhr

Freitag, 14. Oktober 2011

Podcast: Israelische Soldaten sprechen über die Besatzung

Israelische Soldaten sprechen über die Besatzung. Von Beate Hinrichs. SWR2 Leben vom 01.09.2011.
Es ging wie ein Schock durch Israel, als aktive und ehemalige Armeemitglieder vor einigen Jahren begannen, von ihrem Dienst in den besetzten palästinensischen Gebieten zu berichten. Sie belegen Gewalttaten und Menschenrechtsverletzungen gegen Palästinenser - nicht im Dienste von Israels Sicherheit, sondern als systematische Unterdrückung. "Breaking the Silence" - "Das Schweigen brechen" heißt die Organisation, die seitdem über 700 Aussagen von Soldaten/Innen gesammelt hat.
http://mp3-download.swr.de/swr2/leben/2011/09-01/swr2leben_20110901_israel_soldat.6444m.mp3

Mittwoch, 29. Juni 2011

Filmworkshop "Kinder der Steine..." Eine Aktion ist geboren

29.6.2011 – Im dritten Workshop - gemeinsam mit Robert Krieg – entwickelten wir mit den Jugendlichen die möglichen Aktionsformen. Sie machten sich Gedanken über die Symbolik von Steinen in den verschiedenen Kulturen, überlegten, wie und auf wen die Aktion wirken soll, überlegten, wer als Partner die Aktion verstärken könnte und wie die Öffentlichkeit erreicht und mobilisiert werden kann. Robert Krieg war begeistert von der Kreativität der Jugendlichen. Nun wird die Aktion mit den Vorschlägen der Jugendlichen geformt und weiterentwickelt. (Günter Haverkamp)

Montag, 27. Juni 2011

Filmworkshop "Kinder der Steine..." mit Autorengespräch

27.6.2011 – In der Realschule Kerpen konnten die Jugendlichen im zweiten Workshop mit dem Autor sprechen. Robert Krieg beantwortete die interessanten Fragen, die zeigten, wie stark die SchülerInnen das Schicksal der Palästinenser interessierte. Es gab Überlegungen, wie die Konflikte gelöst werden könnten. So gab es die Überlegung, einen Mediator zu finden – in Form eines Staates oder einer Persönlichkeit. Der Vorschlag, es solle ein skandinavischer Staat sein, weil die das größte Konfliktlösungspotential hätten, überraschte Robert Krieg. Er erzählte, dass das große Friedensabkommen von Nordwegen moderiert wurde. Günter Haverkamp ludt die Jugendlichen zum Schluss ein, nun gemeinsam eine Aktion zu entwickeln, die Frieden stiften könnte. Alle waren begeistert, wobei es knapp wird: In der nächsten Woche werden die SchülerInnen verabschiedet. (Günter Haverkamp)

Montag, 20. Juni 2011

Filmworkshop: Kinder der Steine

20.6.11 – Kerpen: Die 10. Klasse hatte bereits den ersten Teil des Filmes gesehen. Gemeinsam sahen wir den zweiten und besprachen den Film. Zunächst ging es um die Länge des Filmes. Alles hätte ja auch kürzer sein können. Klar. Die Frage warum ein Filmemacher sich so viel Zeit nimmt, beantworteten die Jugendlichen dann aber selbst. Die Vielschichtigkeit des politischen Problems, die psychischen und gesellschaftlichen Dimensionen darzustellen, braucht einfach Zeit. So gesehen, fanden sie den Film dann richtig gut. Dann wurden die politischen Probleme angesprochen: Israel/Palästina, der Dauerkonflikt. Können die beiden Völker überhaupt da raus? Beispiele wurden gefunden, wo Versöhnung möglich war, wo sie unmöglich schien. Weiter geht es Mittwoch, dann aber zusammen mit dem Filmemacher Robert Krieg. (Günter Haverkamp))