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Sonntag, 2. August 2015

8. Eine-Welt-Filmpreis NRW 2015

Preisverleihung
Freitag, 11. September 2015
Filmforum im Museum Ludwig, Bischofsgartenstr. 1, Köln
Im Rahmen des 23. Fernsehworkshop Entwicklungspolitik


19.00 Uhr
Begrüßung durch Bettina Kocher, Fernsehworkshop Entwicklungspolitik

Grußrede von Dr. Angelica Schwall-Düren, Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen

„Filme als Brücken“ - Keynote von Prof. Dr. Sabine Rollberg, KHM – Kunsthochschule für Medien Köln

Spots zum Thema Menschenrechte von Studierenden der Hochschule Macromedia, Köln

Preisverleihung durch Ministerin Dr. Angelica Schwall-Düren
Gespräch mit den Preisträgerinnen und Preisträgern.
Mitglieder der Jury stellen ihre Begründungen für ihre Wahl vor und empfehlen weitere Filme für die Bildungsarbeit.

Moderation: Mirco Keilberth, Journalist und Afrika-Korrespondent

Buffet auf Einladung der Landesregierung Nordrhein-Westfalen

20.30 Uhr
Vorführung des Films „Jakarta Disorder“ und Gespräch mit den Filmemachern

Eine Anmeldung wird erbeten unter: anmeldung@melanchthon-akademie.de


Die Preisträger:

1. Preis: Jakarta Disorder von Ascan Breuer und Victor Jaschke Österreich 2013, 87 Min.

Zwei starke Frauen organisieren den Widerstand der Bewohner in den Elendsvierteln der indonesischen Hauptstadt Jakarta. Durch den Abriss ihres Wohnraums soll Platz für teure Immobilien geschaffen werden. Oma Dela, die im Slum lebt, und die Intellektuelle Wardah
Hafidz kämpfen um das Recht der armen Bevölkerungsmehrheit auf Teilhabe. Ihr Kampf scheint aussichtslos, doch schaffen es die beiden Frauen mit Hartnäckigkeit und Engagement, eine soziale Bewegung zu initiieren, die erfolgreich Zeichen gegen lokale Gesetzeswillkür setzt. So reflektiert der Film nicht nur die Herausforderungen, vor der die noch junge Demokratie des größten islamischen Landes der Welt steht, sondern beispielhaft auch den Wert und die Bedeutung von Demokratisierungsprozessen weltweit.


2. Preis: Aus meinem syrischen Zimmer von Hazem Alhamwi Frankreich, Libanon, Deutschland 2014, 70 Min.

In seinem Film blickt der Künstlers Hazem Alhamwi auf seine Heimat Syrien, ein Land, in dem die Menschenrechte nicht mehr existieren, und unternimmt eine assoziative Reise durch sein Leben und das seiner Freunde und Verwandten. Dabei zeigt er, wie das künstlerische Schaffen es ihnen ermöglichte, ihre Angst zu kanalisieren und der Diktatur entgegen zu treten. Lange Zeit war sich Alhamwi sicher, dass die Bürger seines Landes niemals die Kraft finden könnten, sich gegen das Assad-Regime aufzulehnen. Doch dann begann im Jahr 2011 unerwartet der Aufstand. Die Menschen gingen auf die Straße und demonstrierten für ihre Rechte. In seinem filmischen Essay erzählt Hazem Alhamwi vom Verlangen eines ganzen Landes nach Freiheit und appelliert daran, die grundlegendste und oft gefährdetste Ressource des Menschen, seine Würde, wo immer möglich zu verteidigen.


3. Preis: AIDS – Erbe der Kolonialzeit von Carl Gierstorfer Deutschland 2014, 52 Min.

Der Film begleitet Wissenschaftler aus Belgien, den USA und der DR Kongo auf ihrer mehrjährigen Suche nach den Ursprüngen einer der schlimmsten Pandemien der Menschheit: HIV/Aids. Nach Jahrzehnten interdisziplinärer Forschung konnten Wissenschaftler aus Belgien, den USA und dem Kongo die Spuren des HI-Virus bis zu seinen Anfängen zurückverfolgen. Sie begründen den Verdacht, dass die Kolonialherrschaft mit ihrer rücksichtslosen Ausbeutung von Mensch und Natur in Afrika maßgebliche Mitverantwortung an der Verbreitung des Virus hat. Mit Hilfe von Archivmaterial und Grafiken eröffnet der Film eine neue entwicklungspolitische Perspektive auf die Pandemie. Der Film ist ein Plädoyer dafür, beim Kampf gegen Infektionskrankheiten aus der Vergangenheit zu lernen und bei auftretenden Krankheiten der Zukunft früher mit deren Entdeckung und Enttabuisierung zu beginnen.

Ausführliche Informationen zu den ausgezeichneten Filmen finden Sie unter www.fernsehworkshop.de

Die Jury:
Burkhard Althoff, ZDF/Das kleine Fernsehspiel
Lucie Bader, outreach gmbh - Wissenschaftskommunikation und Film, Bern
Thomas Belke, Mediathek für Pastoral und Religionspädagogik, Freiburg
Bettina Borgfeld, Filmemacherin, Berlin
Jürgen Hammelehle, Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst, Berlin

Der Eine-Welt-Filmpreis NRW wird von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen gestiftet.

Die Preisverleihung wird veranstaltet von:

23. Fernsehworkshop Entwicklungspolitik
Büro für Kultur- und Medienprojekte gGmbH
Bettina Kocher
Postfach 500161, 22701 Hamburg
Tel. 040-39900060
info@fernsehworkshop.de
www.fernsehworkshop.de

Aktion Weißes Friedensband e.V.
Günter Haverkamp
Himmelgeister Str. 107a, 40225 Düsseldorf
Tel. 0211-9945137
haverkamp@friedensband.de

Melanchthon-Akademie
Joachim Ziefle
 Kartäuserwall 24 b, 50678 Köln
Tel. 0221-93180323
ziefle@melanchthon-akademie.de

Donnerstag, 11. Juni 2015

Viele gute entwicklungspolitische Filme

Die Sichtungsveranstaltung des Fernsehworkshop Entwicklungspolitik ist jedes Mal ein kleines Filmfest. Vom 11. bis zum 14. Juni 2015 kamen wieder AutorInnen, ProduzentInnen, FilmstudentInnen und PädagogInnen zusammen, um zu lernen. Wir nahmen viele Eindrücke mit, haben Neues erfahren, haben so manchen Blickwechsel genossen und heftig diskutiert.

Der Fernsehworkshop Entwicklungspolitik wurde vor über 40 Jahren von Film- und Fernsehmachern gegründet, um genau so einen Perspektivwechsel in Deutschland zu erreichen. Wie sehen wir die damals noch so genannte Dritte Welt? Blicken wir auf andere Kulturen und Lebensweisen herunter oder sind wir neugierig und an neuen Erfahrungen interessiert?

Als ich vor 16 Jahren das erste Mal dabei war, erlebte ich ganz persönlich diesen Perspektivwechsel. Die Neugierde ist geblieben und der Wunsch, diese wunderbaren Filme in die Öffentlichkeit zu bringen.    

Millions can Walk - Jan Sathyagraha. Marsch der Gerechtigkeit Christoph Schaub, Kamal Musale. Schweiz 2013, 88 Min.

Hunderttausend Inderinnen und Inder, landlose Bauern und Ureinwohner – die Adivasi – machen sich auf den Weg, um sich für ihre Rechte einzusetzen. Sie sind aus dem ganzen Land angereist, um gemeinsam für eine Existenz in Würde zu kämpfen. 


FRIEDENSBAND hatte 2007 zum ersten Marsch der Adivasi eine Aktion mit handwerklichen Erzeugnissen gemacht – einerseits um Bildungsarbeit zu machen und andererseits, um sie auch finanziell zu unterstützen. 

Dieser Film zeigt Menschen, denen alles genommen wurde. Trotzdem lassen sie sich nicht unterkriegen und bleiben trotz ihrer Wut friedlich. Der Marsch zur Hauptstadt ist ruhig und diszipliniert. Sie sind stolze und mutige Streiter gegen die Armut. Dieser Film macht Mut und regt dazu an, sich nicht abzufinden.


7 Tage in Kabul. Die Afghan Peace Volunteers wollen den Krieg abschaffen Niklas Schenck, Ronja von Wurmb-Seibel. Deutschland, Afghanistan 2014, 30 Min.
Die Afghan Peace Volunteers kämpfen für ein Ziel, das naiv scheint: Sie wollen den Krieg abschaffen - in Kabul und weltweit. Um ihr Ziel zu erreichen, leben die Jugendlichen in einer WG in Kabul zusammen. Sie versuchen, im Kleinen hinzubekommen, woran ihr Land im Großen scheitert: die Grenzen zwischen Etnien zu überwinden, die sich seit Jahrzehnten bekämpfen. Die Jugendlichen kommen aus allen großen Volksgruppen Afghanistans: Hasara, Tadschiken, Paschtunen. 

FRIEDENSBAND ist mit dem Wahlspruch gegründet worden „Konflikte friedlich lösen!“. Diese wundervoll naiven Jugendlichen leben es einfach. In einer Umgebung, die mehr und mehr wieder in einen Krieg abzugleiten scheint, möchten sie mit ihren traumatischen Erfahrungen einen Gegenpol setzen.


Der Film eignet sich sehr gut als Ausgangspunkt für eine Diskussion über zivile Konfliktlösungen, auch wenn – oder weil er viele Fragen unbeantwortet lässt.



Carmen Butta. Deutschland 2014, 44 Min.
Die fliegenden Jungen vom Gaza-Streifen brechen durch Akrobatik und Freerunning aus ihrem eingesperrten Alltag aus. "Parkour" heißt ihre Leidenschaft: die Kunst, von Körper und Umwelt gesetzte Grenzen zu überwinden. Immer neue Hindernisse spornen sie zu immer gewagteren Sprüngen an. Doch im Gazastreifen ist Parkour auch eine Zurückeroberung des abgeriegelten und religiös besetzten Lebensraums, in dem die strengen Sittenwächter der Hamas moderne Kunst, Tanz und westliche Musik verbieten. Auch Parkour beäugen die fundamentalistischen Islamisten argwöhnisch als Mode des dekadenten Westens. 

Diese wütenden Jugendlichen, denen keine Perspektiven auf dem Silbertablett gereicht werden, schaffen sich ihre eigene Welt, in der sie sich abreagieren und Siege erringen können.


Der Film zeigt auch Jugendlichen bei uns, die Ausweglosigkeit in Drogen oder zum IS treibt, eine Perspektive: Es gibt noch andere Wege. 


Christian Weinert, Ferdinand Carrière. Deutschland 2014, 87 Min.
Jährlich reisen mehr als 3.000 meist junge Deutsche nach Afrika, um in einer sozialen Einrichtung, in einer Organisation oder in einem Projekt einen mehrmonatigen Freiwilligendienst zu absolvieren. Was denken jedoch BegleiterInnen von Freiwilligen vor Ort über das Kommen und Gehen der deutschen Gäste? Welche sichtbaren und unsichtbaren Spuren hinterlassen Freiwillige in den Projekten aus Sicht von vor Ort lebenden Menschen? 

Dieser Film schafft eine neue Sichtweise auf unser Denken. Können wir wirklich Afrika beglücken mit unserer Lebensart. Wer kann von wem was lernen?


Ascan Breuer. Österreich 2013, 87 Min.
Zwei couragierte Frauen kämpfen für eine echte Teilhabe der verarmten Bevölkerungsmehrheit an der neuen Freiheit. Dafür schlagen sie sich durch das Dickicht der Machtstrukturen und die Smogschwaden einer Stadt, die aus allen Nähten platzt.

Der Stolz, mit dem diese Menschen für ihre Rechte kämpfen zeigt, dass auch die abgehängten Menschen ihre Rechte kennen und wahrnehmen können. 



Caroline Reucker. Deutschland 2014, 55 Min.
Eine syrische Familie kommt in Ostdeutschland an. Im Film wird deutlich warum sie geflohen ist, wie hart das Ankommen in der deutschen Wirklichkeit ist, wie die jungen Mädchen mit der neuen Heimat klar kommen und unterschiedlich die Eltern damit umgehen. 

Das gibt tiefe Einblicke, die und helfen können, die Flüchtlinge zu verstehen! Eine Anregung für alle, die Flüchtlingen helfen wollen.



Sonntag, 9. Juni 2013

Eine Welt Filmpreis NRW



Die Verleihung des Eine Welt Filmpreises NRW wird von der Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, Dr. Angelica Schwall-Düren am 20.9.2013 in Köln vorgenommen. Bei der Sichtungsveranstaltung in Frankfurt (23.-26.5.2013) wurden von der Jury des Fernsehworkshop Entwicklungspoltiik folgende Filme für den Eine-Welt-Filmpreis NRW ausgesucht:

1. Preis: 
Raising Resistance von David Bernet, Bettina Borgfeld, Deutschland, Schweiz 2011, 84 min.

In den letzten 20 Jahren entwickelte sich Paraguay zum viertgrößten Exporteur gentechnisch veränderten Sojas. Dabei wurden nicht nur große Waldgebiete vernichtet und die Existenz der Kleinbauern zunehmend in Frage gestellt, der Anbau des Gen-Sojas erfordert auch einen hohen Einsatz an Herbiziden, die nicht nur die Natur zerstören, sondern auch massive Auswirkungen auf die Gesundheit der Bewohner haben.  Mehr

2. Preis: 
Fatal Assistance – Assistence Mortelle von Raoul Peck, Frankreich, Haiti, USA, Belgien 2012, 99 min. OmU
 
Nach knapp drei Jahren fällt Pecks Zwischenbilanz zur Katastrophenhilfe in Haiti kritisch aus. Ohne vorzugeben, eine objektive Bestandsaufnahme vorzulegen, diagnostiziert er nicht nur gravierende Defizite in der Koordination der Hilfsprogramme untereinander, sondern beklagt vor allem die fehlende Bereitschaft, die haitianische Zivilgesellschaft und die von der Katastrophe betroffenen Menschen selbst einzubeziehen.  Mehr

3. Preis. 
Der Vorführer von Shaheen Dill-Riaz, Deutschland 2012, 29 min.
 
Mit gerade einmal zehn Jahren steht Rakib bereits voll im Leben. Nach der Schule arbeitet er im alten Kino mit dem schönen Namen „Koh-i-noor“, was so viel wie Lichtberg, aber auch Diamant heißt, in der Hafenstadt Chandpur in Bangladesch. Den Job als Filmvorführer hat er schon seit er sieben Jahre alt ist.  Mehr

Sonntag, 9. September 2012

Thema Finanz- und Wirtschaftskrise

21. FERNSEHWORKSHOP ENTWICKLUNGSPOLITIK
Im Fokus: Globale Finanz- und Wirtschaftskrise - Ursachen und Auswirkungen im Spiegel der Medien

Workshop am Donnerstag, 25.10.2012 13.30 - 18.00 Uhr
Haus am Dom Frankfurt/M.
20.00 Uhr Kino des Deutschen Filmmusums Frankfurt/M.

Während die Auswirkungen der Finanzkrise im europäischen Kontext in vielfältiger Weise reflektiert werden, finden deren globale Folgen verhältnismäßig wenig Raum in unseren Medien. In seiner „Im-Fokus“-Reihe möchte der Fernsehworkshop Entwicklungspolitik der Frage nachgehen, warum dem in Zeiten der Globalisierung, die eng verbunden ist mit der weltweiten Durchdringung von Märkten und der zunehmender Bedeutung der internationalen Finanzmärkte, nicht größeres Gewicht gegeben wird. Im Gespräch mit JournalistInnen, FilmemacherInnen, MedienbeobachterInnen
und Fachleuten aus der Entwicklungszusammenarbeit sollen anhand der Berichterstattung in verschiedenen Medien einige Aspekte des vielschichtigen Themas näher beleuchtet werden.

Ausschnitte aus Dokumentarfilmen führen die katastrophalen Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise in Argentinien zu Beginn des Jahrtausends vor Augen und gehen den postkolonialen Abhängigkeiten nach, unter denen zahlreiche Länder Afrikas – der Kongo zum Beispiel – heute leiden. Einen ungewöhnlichen Blickwechsel bietet zum Abschluss der Spielfilm „Bamako“ des malischen Regisseurs Abderrahman Sissako, wenn internationalen Finanzorganisationen in einem Hinterhof der malischen Hauptstadt der Prozess gemacht wird.

Weitere Informationen beim Fernsehworkshop Entwicklungspolitik

Freitag, 13. Juli 2012

Aktionstag Kindersoldaten am Gymnasium Sundern


Am 04. Juli 2012 beschäftigten sich SchülerInnen der Jahrgangsstufe 5 mit dem Thema „Kindersoldaten“. Mit großem Interesse sahen sie Ausschnitte aus dem Film Feuerherz und diskutierten anschließend mit Günter Haverkamp darüber.

In Arbeitsgruppen beschäftigten sie sich eingehender damit und teilten ihr Wissen MitschülerInnen, LehrerInnen und Politikern mit. Bei der abschließenden Aktion Rote Hand setzten die SchülerInnen gemeinsam mit den Politikern ein Zeichen gegen die Rekrutierung von Kindersoldaten. So wurden wieder viele rote Hände an lokale Politiker überreicht und weitergegeben. (Dathrien Jahn)

Mittwoch, 16. Mai 2012

Workshop Fußball

25.05.2012 Die Aktivgruppe Peacemakers musste erst einmal den Wandel schaffen. Denn mit dem
Fußballprojekt hatten sie sich bis Januar beschäftigt und sich dann ganz dem Energiesparen
gewidmet. Aber die Erinnerungen an den Film BALLJUNGS kamen schnell und sie waren wieder Feuer
und Flamme, etwas für die Kinder in Pakistan zu tun, die arbeiten müssen. Es wurden verschiedene
Strategien überlegt, wie das erreichbar wäre. Einhellig waren alle Jugendlichen der Meinung,
dass die Konzernzentralen umdenken lernen müssen. Sie waren empört zu hören, dass die Gewinne der
Industrie um ein vielfaches gestiegen und die Einkünfte der Ballarbeiter gleich geblieben sind.
Nimmt man dann noch dazu, dass die Lebenshaltungskosten in Pakistan rasant gestiegen
sind, geht es den Menschen also eher schlechter als besser. Nächste Woche geht es weiter (Günter
Haverkamp)

Freitag, 18. November 2011

Treffen des Fernsehworkshop Entwicklungspolitik

18.11.2011 – In Frankfurt fand traf sich der Geschäftsführende Ausschuss des Fernsehworkshop Entwicklungspolitik. Zunächst konnte festgestellt werden, dass die Veranstaltung rund um den Eine-Welt-Filmpreis im Oktober sehr erfolgreich war. Gemeinsam mit den anderen Mitgliedern überlegte Günter Haverkamp, welches Projekte wir uns im nächsten Jahr vornehmen wollen.

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Verleihung der Eine-Welt-Filmpreise

11.10.2011 – Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Mehr als 100 Gäste folgten der interessanten Rede von Eine-Welt-Ministerin Angelica Schwall-Düren, die auf die Wichtigkeit dieser Filmarbeit aufmerksam machte. Mit großem Einfühlungsvermögen führte Arnd Henze durch das Programm, den wir vom WDR-Fernsehen (Weltspiegel) her kennen. Einen geradezu flammenden Appell, die einheimischen FilmemacherInnen in den Entwicklungsländern zu entdecken, richtete Gerda Meuer, Direktorin der Deutsche Welle-Akademie, an alle Beteiligten. Das wurde gehört und fand im Empfang am Ende der Veranstaltung Eingang in viele Gespräche während des Empfangs der Landesregierung. Bei der Verleihung bedankten sich die PreisträgerInnen herzlich für die Auszeichnung und wiesen in sehr unterschiedlicher Form darauf hin, wie diese Preise Türen öffnen.  Der Preisträgerfilm „Shosholoza Express“ fand bei der anschließenden Vorführung großen Beifall. Mehr auf www.friedensband.net  (Günter Haverkamp)

Montag, 18. Juli 2011

Aktionstag Atomausstieg

18.7.2011 - In der Martin-Luther-King-Schule in Ratingen konnte FRIEDENSBAND vier Stunden lang rund um den Atomausstieg arbeiten. Es begann mit den Menschenrechtsverletzungen im Uranabbau. Gezeigt wurde der Film „URANIUM“. Die SchülerInnen Klasse 7 der Gesamtschule waren entsetzt, unter welchen Umständen die Brennelemente für die „saubere Energie“ hergestellt werden. Dann ging es um die Atomkraft. Sie hatten das Buch „Die Wolke“ gelesen und den Film gesehen. Eindeutig: Das Buch schlug um Längen den Film! Und schließlich ging es ums Endlager. Unfassbar dieser Leichtsinn der Erwachsenen, eine Energieform zu Lasten von 40.000 Generationen zu starten. In den nächsten Stunden werden die Protestbriefe an die Politiker geschrieben und versandt. Finanziert wurde der Aktionstag aus Spenden.  (Günter Haverkamp)

Freitag, 1. Juli 2011

Werkschau - letzter Abend: Die glücklichsten Menschen der Welt

30.6.2011 – Die Frage nach den glücklichsten Menschen der Welt bewegte das Publikum nach dem Film sehr. Über Glück und über Träume wurde dann auch intensiv diskutiert. Da der Film den Menschen sehr nahe kommt, tief in ihre Privatsphäre eindringt, waren auch die ZuschauerInnen stark in ihren privaten Antworten verstrickt. Da Shaheen Dill-Riaz nicht anwesend sein konnte, erzählte Günter Haverkamp von seinen persönlichen Eindrücken aus Bangladesch und versuchte die Fragen zu erklären, die beim Publikum entstanden. Es wurde ein positiver Abschluss der Reihe und von vielen wurden Fortsetzungen gewünscht. (Günter Haverkamp)

Mittwoch, 29. Juni 2011

Filmworkshop "Kinder der Steine..." Eine Aktion ist geboren

29.6.2011 – Im dritten Workshop - gemeinsam mit Robert Krieg – entwickelten wir mit den Jugendlichen die möglichen Aktionsformen. Sie machten sich Gedanken über die Symbolik von Steinen in den verschiedenen Kulturen, überlegten, wie und auf wen die Aktion wirken soll, überlegten, wer als Partner die Aktion verstärken könnte und wie die Öffentlichkeit erreicht und mobilisiert werden kann. Robert Krieg war begeistert von der Kreativität der Jugendlichen. Nun wird die Aktion mit den Vorschlägen der Jugendlichen geformt und weiterentwickelt. (Günter Haverkamp)

Dienstag, 28. Juni 2011

Werkschau - 3. Abend: Netzwerker und Autorengespräch

28.6.2011 – Heute Abend wurde „Der Netzwerker“ gezeigt. Vorher gelang das Gespräch mit Shaheen Dill-Riaz. Völlig erschöpft von der Fahrt von Kabul nach Kundus  beantwortete er Fragen des Publikums nach seinen bisherigen Filmen, seiner Arbeitsweise und seinem neuen Film, den er gerade in Afghanistan dreht. Nach dem Film gab es noch einmal eine lange und intensive Diskussion um den Inhalt und um gesellschaftliche Fragen rund um Familie und Jugend. Auf den heißen bengalischen Tee und die bengalischen Spezialitäten wurde wegen der enormen Hitze verzichtet.(Günter Haverkamp)

Werkschau - Filmgespräch mit Schülern: Der Netzwerker von Shaheen Dill-Riaz

28.6.2011 - Zwei Schulklassen aus Kerpen sahen heute den Film DER NETZWERKER von Shaheen Dill-Riaz. Dieser halbstündige Film gibt einen tiefen Einblick in die Lebenswelt einer bengalischen Familie. Der 14jährige Sohn muss die eigene Familie ernähren, weil der der Vater eine neue gegründet hat. Die Spannungen innerhalb der Familie werden deutlich: Der Vater ist aggressiv seinen Familien gegenüber, weil ihm alles zu viel ist. Die erste Frau sieht, dass er sich immer mehr finanziell zurückzieht und jede Verantwortung ablehnt. Die landet nun bei einem 14jährigen, der eigentlich anderes vorhat. Die SchülerInnen waren fasziniert von diesem Familienbild, dass sich so sehr vom eigenen unterscheidet. Nach der Filmbesprechung mit Karin Woyke (Pädagogischer Dienst Filmmuseum und Günter Haverkamp) konnten sich die Jugendlichen die Ausstellungen des Filmmuseums ansehen. (Günter Haverkamp)

Werkschau Shaheen Dill-Riaz - KoranKinder

27.6.2011 – Dieser Film bietet viel Anlass, die eigenen Vorurteile zu überprüfen und gleichzeitig werden viele bestätigt. Entsprechend war die rege Auseinandersetzung nach dem Film. Es wurden viele Vergleiche gezogen zur christlichen Religion der letzten Jahrhunderte und zu den Entwicklungen seitdem. Aber auch die jugendliche Protestbewegung im arabischen Raum wurde einbezogen und letztlich ein positiver Ausblick gefunden: Verdummung ist in der Zeit des Internets nicht von langer Dauer. (Günter Haverkamp)

Montag, 27. Juni 2011

Filmworkshop "Kinder der Steine..." mit Autorengespräch

27.6.2011 – In der Realschule Kerpen konnten die Jugendlichen im zweiten Workshop mit dem Autor sprechen. Robert Krieg beantwortete die interessanten Fragen, die zeigten, wie stark die SchülerInnen das Schicksal der Palästinenser interessierte. Es gab Überlegungen, wie die Konflikte gelöst werden könnten. So gab es die Überlegung, einen Mediator zu finden – in Form eines Staates oder einer Persönlichkeit. Der Vorschlag, es solle ein skandinavischer Staat sein, weil die das größte Konfliktlösungspotential hätten, überraschte Robert Krieg. Er erzählte, dass das große Friedensabkommen von Nordwegen moderiert wurde. Günter Haverkamp ludt die Jugendlichen zum Schluss ein, nun gemeinsam eine Aktion zu entwickeln, die Frieden stiften könnte. Alle waren begeistert, wobei es knapp wird: In der nächsten Woche werden die SchülerInnen verabschiedet. (Günter Haverkamp)

Werkschau Shaheen Dill-Riaz - Dienstag mit bengalischer Fingerfood und Tee

28.6.2011 - Unsere bengalischen Unterstützer Ejaz und Elita werden nach der Vorstellung von NETZWERKER am Dienstagabend gegen 21 Uhr bengalische Speisen und Getränke servieren. Sie sind eingeladen, nach dem Film und dem Filmgespräch mit Shaheen Dill-Riaz über Bangladesch, Film und Gesellschaft mit uns zu plaudern. (Günter Haverkamp)

Werkschau Shaheen Dill-Riaz - 1. Abend

26.6.2011 – Vorführung des Films EISENFRESSER und damit der Start der Werkschau. Der preisgekrönte Film (Eine-Welt-Filmpreis NRW und Grimme-Preis) zog trotz des schönes Wetters die Eine-Welt-Begeisterten Menschen an. Es gab nach dem Film eine sehr lange und interessante Diskussion. (Günter Haverkamp)

Freitag, 24. Juni 2011

Werkschau: Fünf entwicklungspolitische Filme über Bangladesch - ein Grimme-Preisträger

Vom 26.6. bis zum 30.6. zeigen wir in Kooperation mit dem Filmmuseum Düsseldorf / BlackBox Filme des Grimme-Preisträgers Shaheen Dill-Riaz.

Mit seinem Film EISENFRESSER schaffte er den Durchbruch. Er erzählt die Lebensgeschichten von  Wanderarbeitern in Bangladesch, die alte Schiff abwracken. Die einfühlsame Kamera begeistert einfach.

Die anderen vier Filme zeigen das Können von Shaheen Dill-Riaz ebenfalls: Die „KoranKinder“ geben einen ungewöhnlichen Einblick ins Innere einer Koranschule und bietet viel Stoff für Diskussionen. „Sand und Wasser“ zeigt den verzweifelten Kampf der um eine versinkende Heimat. Der „Netzwerker“ ist ein 14jähriger Junge, der mit einer smarten Idee versucht, Geld zu verdienen. „Die glücklichsten Menschen der Welt“ machen nachdenklich.

Diese fünf Filme werden präsentiert von FRIEDENSBAND in Kooperation mit dem Filmmuseum Düsseldorf und sind jeweils um 20 Uhr zu sehen.

Geplant waren die Vorführungen mit dem Regisseur Shaheen Dill-Riaz. Der ist leider verhindert, weil der Abschluss seines aktuellen Films über die Bundeswehr in Afghanistan ihn zwang, dort zu drehen: Die begleitete Einheit kommt einige Wochen früher nach Deutschland zurück, der Film wäre ohne die Abschiedsszene nicht vollständig.

Dafür wird es bei den Vorstellungen besonders interessant. Jeden – oder fast jeden Abend – wird Shaheen Dill-Riaz per Telefon aus Kundus zugeschaltet sein und sicherlich werden die Werkgespräche auch dadurch noch einmal spannender.

Von Montag bis Donnerstag (27. Bis 30.6.2011) werden jeweils vormittags 10 Uhr vier der Filme von Shaheen Dill-Riaz für Schulen gezeigt. Es sind noch Plätze frei.

Alle Filme werden von Günter Haverkamp begleitet. Er war einige Monate in Bangladesch und kann viele Fragen beantworten.
Alle Einzelheiten zur Werkschau finden Sie hier: www.friedensband.net/medien

Außerdem möchte ich schon einmal darauf aufmerksam machen, dass am 11.10.2011 in Köln der Eine-Welt-Filmpreis 2011 verliehen wird. 2007 erhielt der Film EISENFRESSER von Shaheen Dill-Riaz den ersten Preis. Auch dieses Mal sind wieder spannende Filme dabei – bestens geeignet für Schule und Weiterbildung.


Montag, 20. Juni 2011

Filmworkshop: Kinder der Steine

20.6.11 – Kerpen: Die 10. Klasse hatte bereits den ersten Teil des Filmes gesehen. Gemeinsam sahen wir den zweiten und besprachen den Film. Zunächst ging es um die Länge des Filmes. Alles hätte ja auch kürzer sein können. Klar. Die Frage warum ein Filmemacher sich so viel Zeit nimmt, beantworteten die Jugendlichen dann aber selbst. Die Vielschichtigkeit des politischen Problems, die psychischen und gesellschaftlichen Dimensionen darzustellen, braucht einfach Zeit. So gesehen, fanden sie den Film dann richtig gut. Dann wurden die politischen Probleme angesprochen: Israel/Palästina, der Dauerkonflikt. Können die beiden Völker überhaupt da raus? Beispiele wurden gefunden, wo Versöhnung möglich war, wo sie unmöglich schien. Weiter geht es Mittwoch, dann aber zusammen mit dem Filmemacher Robert Krieg. (Günter Haverkamp))

Dienstag, 31. Mai 2011

Werkschau mit Shaheen Dill-Riaz per Telefon

Shaheen Dill-Riaz wird leider bei der Werkschau vom 26. bis 30.6.2011 nicht dabei sein können. Er dreht gerade einen Film über die Bundeswehr in Kundus und begleitet konkret einen Soldaten. Da dessen Einheit nun vorzeitig nach Deutschland zurückkommt, muss er den Abschied zur Vervollständigung seines Filmes genau in dieser Zeit drehen. Wir werden aber dafür sorgen, dass er per Telefon zugeschaltet ist, so dass er die Fragen beantworten und zu seinen Filmprojekten Auskunft geben kann.