30.6.2011 – Die Frage nach den glücklichsten Menschen der Welt bewegte das Publikum nach dem Film sehr. Über Glück und über Träume wurde dann auch intensiv diskutiert. Da der Film den Menschen sehr nahe kommt, tief in ihre Privatsphäre eindringt, waren auch die ZuschauerInnen stark in ihren privaten Antworten verstrickt. Da Shaheen Dill-Riaz nicht anwesend sein konnte, erzählte Günter Haverkamp von seinen persönlichen Eindrücken aus Bangladesch und versuchte die Fragen zu erklären, die beim Publikum entstanden. Es wurde ein positiver Abschluss der Reihe und von vielen wurden Fortsetzungen gewünscht. (Günter Haverkamp)
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Freitag, 1. Juli 2011
Werkschau - letzter Abend: Die glücklichsten Menschen der Welt
Dienstag, 28. Juni 2011
Werkschau - 3. Abend: Netzwerker und Autorengespräch
28.6.2011 – Heute Abend wurde „Der Netzwerker“ gezeigt. Vorher gelang das Gespräch mit Shaheen Dill-Riaz. Völlig erschöpft von der Fahrt von Kabul nach Kundus beantwortete er Fragen des Publikums nach seinen bisherigen Filmen, seiner Arbeitsweise und seinem neuen Film, den er gerade in Afghanistan dreht. Nach dem Film gab es noch einmal eine lange und intensive Diskussion um den Inhalt und um gesellschaftliche Fragen rund um Familie und Jugend. Auf den heißen bengalischen Tee und die bengalischen Spezialitäten wurde wegen der enormen Hitze verzichtet.(Günter Haverkamp)
Werkschau - Filmgespräch mit Schülern: Der Netzwerker von Shaheen Dill-Riaz
28.6.2011 - Zwei Schulklassen aus Kerpen sahen heute den Film DER NETZWERKER von Shaheen Dill-Riaz. Dieser halbstündige Film gibt einen tiefen Einblick in die Lebenswelt einer bengalischen Familie. Der 14jährige Sohn muss die eigene Familie ernähren, weil der der Vater eine neue gegründet hat. Die Spannungen innerhalb der Familie werden deutlich: Der Vater ist aggressiv seinen Familien gegenüber, weil ihm alles zu viel ist. Die erste Frau sieht, dass er sich immer mehr finanziell zurückzieht und jede Verantwortung ablehnt. Die landet nun bei einem 14jährigen, der eigentlich anderes vorhat. Die SchülerInnen waren fasziniert von diesem Familienbild, dass sich so sehr vom eigenen unterscheidet. Nach der Filmbesprechung mit Karin Woyke (Pädagogischer Dienst Filmmuseum und Günter Haverkamp) konnten sich die Jugendlichen die Ausstellungen des Filmmuseums ansehen. (Günter Haverkamp)
Werkschau Shaheen Dill-Riaz - KoranKinder
27.6.2011 – Dieser Film bietet viel Anlass, die eigenen Vorurteile zu überprüfen und gleichzeitig werden viele bestätigt. Entsprechend war die rege Auseinandersetzung nach dem Film. Es wurden viele Vergleiche gezogen zur christlichen Religion der letzten Jahrhunderte und zu den Entwicklungen seitdem. Aber auch die jugendliche Protestbewegung im arabischen Raum wurde einbezogen und letztlich ein positiver Ausblick gefunden: Verdummung ist in der Zeit des Internets nicht von langer Dauer. (Günter Haverkamp)
Montag, 27. Juni 2011
Werkschau Shaheen Dill-Riaz - Dienstag mit bengalischer Fingerfood und Tee
28.6.2011 - Unsere bengalischen Unterstützer Ejaz und Elita werden nach der Vorstellung von NETZWERKER am Dienstagabend gegen 21 Uhr bengalische Speisen und Getränke servieren. Sie sind eingeladen, nach dem Film und dem Filmgespräch mit Shaheen Dill-Riaz über Bangladesch, Film und Gesellschaft mit uns zu plaudern. (Günter Haverkamp)
Werkschau Shaheen Dill-Riaz - 1. Abend
26.6.2011 – Vorführung des Films EISENFRESSER und damit der Start der Werkschau. Der preisgekrönte Film (Eine-Welt-Filmpreis NRW und Grimme-Preis) zog trotz des schönes Wetters die Eine-Welt-Begeisterten Menschen an. Es gab nach dem Film eine sehr lange und interessante Diskussion. (Günter Haverkamp)
Freitag, 24. Juni 2011
Werkschau: Fünf entwicklungspolitische Filme über Bangladesch - ein Grimme-Preisträger
Vom 26.6. bis zum 30.6. zeigen wir in Kooperation mit dem Filmmuseum Düsseldorf / BlackBox Filme des Grimme-Preisträgers Shaheen Dill-Riaz.
Mit seinem Film EISENFRESSER schaffte er den Durchbruch. Er erzählt die Lebensgeschichten von Wanderarbeitern in Bangladesch, die alte Schiff abwracken. Die einfühlsame Kamera begeistert einfach.
Die anderen vier Filme zeigen das Können von Shaheen Dill-Riaz ebenfalls: Die „KoranKinder“ geben einen ungewöhnlichen Einblick ins Innere einer Koranschule und bietet viel Stoff für Diskussionen. „Sand und Wasser“ zeigt den verzweifelten Kampf der um eine versinkende Heimat. Der „Netzwerker“ ist ein 14jähriger Junge, der mit einer smarten Idee versucht, Geld zu verdienen. „Die glücklichsten Menschen der Welt“ machen nachdenklich.
Diese fünf Filme werden präsentiert von FRIEDENSBAND in Kooperation mit dem Filmmuseum Düsseldorf und sind jeweils um 20 Uhr zu sehen.
Geplant waren die Vorführungen mit dem Regisseur Shaheen Dill-Riaz. Der ist leider verhindert, weil der Abschluss seines aktuellen Films über die Bundeswehr in Afghanistan ihn zwang, dort zu drehen: Die begleitete Einheit kommt einige Wochen früher nach Deutschland zurück, der Film wäre ohne die Abschiedsszene nicht vollständig.
Dafür wird es bei den Vorstellungen besonders interessant. Jeden – oder fast jeden Abend – wird Shaheen Dill-Riaz per Telefon aus Kundus zugeschaltet sein und sicherlich werden die Werkgespräche auch dadurch noch einmal spannender.
Von Montag bis Donnerstag (27. Bis 30.6.2011) werden jeweils vormittags 10 Uhr vier der Filme von Shaheen Dill-Riaz für Schulen gezeigt. Es sind noch Plätze frei.
Alle Filme werden von Günter Haverkamp begleitet. Er war einige Monate in Bangladesch und kann viele Fragen beantworten.
Alle Einzelheiten zur Werkschau finden Sie hier: www.friedensband.net/medien
Außerdem möchte ich schon einmal darauf aufmerksam machen, dass am 11.10.2011 in Köln der Eine-Welt-Filmpreis 2011 verliehen wird. 2007 erhielt der Film EISENFRESSER von Shaheen Dill-Riaz den ersten Preis. Auch dieses Mal sind wieder spannende Filme dabei – bestens geeignet für Schule und Weiterbildung.
Dienstag, 31. Mai 2011
Werkschau mit Shaheen Dill-Riaz per Telefon
Shaheen Dill-Riaz wird leider bei der Werkschau vom 26. bis 30.6.2011 nicht dabei sein können. Er dreht gerade einen Film über die Bundeswehr in Kundus und begleitet konkret einen Soldaten. Da dessen Einheit nun vorzeitig nach Deutschland zurückkommt, muss er den Abschied zur Vervollständigung seines Filmes genau in dieser Zeit drehen. Wir werden aber dafür sorgen, dass er per Telefon zugeschaltet ist, so dass er die Fragen beantworten und zu seinen Filmprojekten Auskunft geben kann.
26. - 30. Juni - Werkschau für einen Grimme-Preisträger
Mit einer Werkschau wollen wir die Filmarbeit von Shaheen Dill-Riaz würdigen. Für den Film EISENFRESSER erhielt er 2007 den Eine-Welt-Filmpreis NRW durch Minister Armin Laschet überreicht. Der Film konnte noch zahlreiche Preise gewinnen, bevor er 2010 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet wurde.
Mit ungewöhnlicher Intensität macht der Film EISENFRESSER auf die Arbeitsbedingungen von Saisonarbeitern auf den Schiffsabwrackwerften im Süden Bangladeschs aufmerksam. Die Ungerechtigkeit schreit uns aus diesem Film auch deswegen so stark entgegen, weil die Logik des Geschäftes einleuchtet: Die Menschen müssen ihren Familien ein Überleben sichern, die Mächtigen im Süden können sich sicher sein, dass sie kommen und sich ausnutzen lassen. Und die westlichen Reedereien werden ihre alten Schiffe billig los.
Dieser Film geht unter die Haut. Man verfolgt gebannt, wie junge Bengalen sich für einen Hungerlohn in eine gefährliche Arbeit begeben: Der Atem stockt, sieht man die bloßen Füße auf dem scharfkantigen Stahl. Die Menschen kommen uns in diesem Film sehr nah. Besonders, weil auch deutlich die Hoffnungslosigkeit sichtbar wird, wenn sie um ihren Lohn betrogen werden.
Doch auch die anderen Film von Shaheen Dill-Riaz sind Zeugen seiner unkonventionellen Herangehensweise an Themen. In „Die glücklichsten Menschen der Welt“ folgt er der britischen Wissenschaftlerin, die auf der Suche nach den glücklichsten Menschen der Welt die in Bangladesch gewählt hatte. In „KoranKInder“ erleben wir Kinder in den Koranschulen Bangladeschs, ihre Eltern und ihre Lehrer. In „Sand und Wasser“ sind es die verzweifelten Bemühungen seiner Landleute, ihr Land zu retten und schließlich mit dem letzten Film „Der Netzwerker“, ein Junge, der mit seinem Handy versucht seine Familie zu ernähren.
Es fasziniert, wie Shaheen Dill-Riaz es immer wieder gelingt, ganz nah an die Menschen heranzukommen und sie vor der Kamera auch die persönlichen Gedanken frei ausdrücken zu lassen.
Mit ungewöhnlicher Intensität macht der Film EISENFRESSER auf die Arbeitsbedingungen von Saisonarbeitern auf den Schiffsabwrackwerften im Süden Bangladeschs aufmerksam. Die Ungerechtigkeit schreit uns aus diesem Film auch deswegen so stark entgegen, weil die Logik des Geschäftes einleuchtet: Die Menschen müssen ihren Familien ein Überleben sichern, die Mächtigen im Süden können sich sicher sein, dass sie kommen und sich ausnutzen lassen. Und die westlichen Reedereien werden ihre alten Schiffe billig los.
Dieser Film geht unter die Haut. Man verfolgt gebannt, wie junge Bengalen sich für einen Hungerlohn in eine gefährliche Arbeit begeben: Der Atem stockt, sieht man die bloßen Füße auf dem scharfkantigen Stahl. Die Menschen kommen uns in diesem Film sehr nah. Besonders, weil auch deutlich die Hoffnungslosigkeit sichtbar wird, wenn sie um ihren Lohn betrogen werden.
Doch auch die anderen Film von Shaheen Dill-Riaz sind Zeugen seiner unkonventionellen Herangehensweise an Themen. In „Die glücklichsten Menschen der Welt“ folgt er der britischen Wissenschaftlerin, die auf der Suche nach den glücklichsten Menschen der Welt die in Bangladesch gewählt hatte. In „KoranKInder“ erleben wir Kinder in den Koranschulen Bangladeschs, ihre Eltern und ihre Lehrer. In „Sand und Wasser“ sind es die verzweifelten Bemühungen seiner Landleute, ihr Land zu retten und schließlich mit dem letzten Film „Der Netzwerker“, ein Junge, der mit seinem Handy versucht seine Familie zu ernähren.
Es fasziniert, wie Shaheen Dill-Riaz es immer wieder gelingt, ganz nah an die Menschen heranzukommen und sie vor der Kamera auch die persönlichen Gedanken frei ausdrücken zu lassen.
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