13.6.2004 Düsseldorf - Parallel zur Europameisterschaft wurde am Rhein in Düsseldorf fair gekickt. Zusammen mit dem Eine Welt Netz NRW organisierten wir ein Podium mit Ministerin Bärbel Höhn
und vielen Expertinnen und Experten rund um Fußball und Fairen Handel. Julitta Münch, Vorstand von FRIEDENSBAND, moderierte die Veranstaltung.
Sonntag, 13. Juni 2004
Samstag, 12. Juni 2004
Internationaler Tag gegen Kinderarbeit
12.6.2004 Gemeinsam mit Welthungerhilfe machten wir in Bonn auf die Situation arbeitender Kinder
aufmerksam. Schülerinnen und Schüler sprachen Erwachsene an und forderten sie zum Mitmachen auf - mit großem Erfolg. Anja Roth von logo!, der ZDF-Kindersendung, moderierte. Ein Bericht wurde in logo! am 14.6. gesendet.
aufmerksam. Schülerinnen und Schüler sprachen Erwachsene an und forderten sie zum Mitmachen auf - mit großem Erfolg. Anja Roth von logo!, der ZDF-Kindersendung, moderierte. Ein Bericht wurde in logo! am 14.6. gesendet.
Donnerstag, 29. April 2004
Start der Initiative "Nein zu Beschneidung von Mädchen"
29.04.2004
Erfolgreicher Start der Initiative "Nein zu Beschneidung von Mädchen"
Aktion Weißes Friedensband macht auf die Situation der 24.000
Migrantinnen in Deutschland aufmerksam, die an den Folgen ihrer
Beschneidung leiden. Gemeinsam mit den Fachorganisationen startet heute
die Initiative „Nein zu Beschneidung von Mädchen“. Schirmfrau ist die
Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung,
Heidemarie Wieczorek-Zeul.
Die Folgen genitaler Verstümmelung sind körperliche und psychische Probleme. „Wenn die Frauen damit in die Praxis kommen, verhindern Tabus und Sprachschwierigkeiten häufig ein offenes Gespräch,“ meint der Frauenarzt Dr. Christoph Zerm, FIDE. Er weiß aber auch, wie schwer es für seine Kolleginnen und Kollegen ist, Informationen zu finden. Deswegen hat er für Aktion Weißes Friedensband eine medizinische Fachinformation erstellt, die auf die besondere Situation der Frauen und Mädchen hinweist.
Dafür wählt die Initiative den Weg über die Patientinnen: Sie sprechen ihre Ärztinnen und Ärzte an und informieren sie. Dazu bekommen sie ein Informationspaket sowie die medizinische Fachinformation und einen Fragebogen für Ärzte. Er hilft bei der Erstellung einer Ärzteliste für betroffene Mädchen und Frauen. „Wir erreichen auf diese Weise, dass sich Bürgerinnen und Bürger in Deutschland mit der Situation der von genitaler Verstümmelung betroffenen Frauen und Mädchen auseinander setzen,“ erklärt Jeanette Zachäus, Aktion Weißes Frie-densband. Dies geschehe nicht nur theoretisch, sie könnten und sollten auch selbst handeln.
Wie sehr das Thema Beschneidung gerade bei Jugendlichen auf Interesse stößt, hat eine Unterrichtsreihe an der Realschule Lohmar gezeigt. Die Schülerin Kathrin Hellbeck (16): „Ich habe noch nie erlebt, dass Schüler so ernsthaft und interessiert bei einem Thema zugehört haben und dann auch noch bereit waren, offen und ehrlich über ihre eigenen Gefühle zu reden – Jungen wie Mädchen.“ Leider würden diese Themen viel zu wenig in Schulen bearbeitet.
Diese positiven Erfahrungen sollen in den nächsten Wochen viele Schülerinnen und Schüler machen. Aktion Weißes Friedensband bietet Lehrerinnen und Lehrern Vorschläge für die Unterrichtspraxis, Informationsmaterial und Kontakte zu Referentinnen. Die Initiative hat dabei auch die von Beschneidung bedrohten Mädchen in Deutschland im Blick – ihre Zahl wird auf 6000 geschätzt. „Nach meiner fast zehnjährigen Erfahrung helfen den gefährdeten Mädchen vor allem eine breite Öffentlichkeit und sorgfältige Aufklärung über die gesundheitlichen Folgen,“ weiß Christa Müller, Vorsitzende von (I)NTACT. Man könne den Mädchen die Qualen einer Beschneidung nur ersparen, wenn man sich von außen einmische. „Wichtig ist es, sensibel zu handeln und das geht nur, wenn man gut informiert ist,“ rät Asili Barre-Dirie von FORWARD.
Aktion Weißes Friedensband ist eine offene Plattform, initiiert von Journalistinnen und Journalisten. Sie gehören keiner ideologischen oder politischen Richtung an und folgen ihrem journalistischen Selbstverständnis, eine ausgewogene Informationsplattform zu schaffen. Die Initiative „Nein zu Beschneidung von Mädchen“ wird unterstützt von GTZ, TERRE DES FEMMES, (I)NTACT, Plan International, FORWARD, FIDE, stop mutilation Düsseldorf, Verein TABU Dortmund und LandesschülerInnenvertretung NRW.
Erfolgreicher Start der Initiative "Nein zu Beschneidung von Mädchen"
Die Initiative startete mit einer Bundespressekonferenz in Bonn
Aktion Weißes Friedensband macht auf die Situation der 24.000
Migrantinnen in Deutschland aufmerksam, die an den Folgen ihrer
Beschneidung leiden. Gemeinsam mit den Fachorganisationen startet heute
die Initiative „Nein zu Beschneidung von Mädchen“. Schirmfrau ist die
Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung,
Heidemarie Wieczorek-Zeul. Die Folgen genitaler Verstümmelung sind körperliche und psychische Probleme. „Wenn die Frauen damit in die Praxis kommen, verhindern Tabus und Sprachschwierigkeiten häufig ein offenes Gespräch,“ meint der Frauenarzt Dr. Christoph Zerm, FIDE. Er weiß aber auch, wie schwer es für seine Kolleginnen und Kollegen ist, Informationen zu finden. Deswegen hat er für Aktion Weißes Friedensband eine medizinische Fachinformation erstellt, die auf die besondere Situation der Frauen und Mädchen hinweist.
Dafür wählt die Initiative den Weg über die Patientinnen: Sie sprechen ihre Ärztinnen und Ärzte an und informieren sie. Dazu bekommen sie ein Informationspaket sowie die medizinische Fachinformation und einen Fragebogen für Ärzte. Er hilft bei der Erstellung einer Ärzteliste für betroffene Mädchen und Frauen. „Wir erreichen auf diese Weise, dass sich Bürgerinnen und Bürger in Deutschland mit der Situation der von genitaler Verstümmelung betroffenen Frauen und Mädchen auseinander setzen,“ erklärt Jeanette Zachäus, Aktion Weißes Frie-densband. Dies geschehe nicht nur theoretisch, sie könnten und sollten auch selbst handeln.
Wie sehr das Thema Beschneidung gerade bei Jugendlichen auf Interesse stößt, hat eine Unterrichtsreihe an der Realschule Lohmar gezeigt. Die Schülerin Kathrin Hellbeck (16): „Ich habe noch nie erlebt, dass Schüler so ernsthaft und interessiert bei einem Thema zugehört haben und dann auch noch bereit waren, offen und ehrlich über ihre eigenen Gefühle zu reden – Jungen wie Mädchen.“ Leider würden diese Themen viel zu wenig in Schulen bearbeitet.
Diese positiven Erfahrungen sollen in den nächsten Wochen viele Schülerinnen und Schüler machen. Aktion Weißes Friedensband bietet Lehrerinnen und Lehrern Vorschläge für die Unterrichtspraxis, Informationsmaterial und Kontakte zu Referentinnen. Die Initiative hat dabei auch die von Beschneidung bedrohten Mädchen in Deutschland im Blick – ihre Zahl wird auf 6000 geschätzt. „Nach meiner fast zehnjährigen Erfahrung helfen den gefährdeten Mädchen vor allem eine breite Öffentlichkeit und sorgfältige Aufklärung über die gesundheitlichen Folgen,“ weiß Christa Müller, Vorsitzende von (I)NTACT. Man könne den Mädchen die Qualen einer Beschneidung nur ersparen, wenn man sich von außen einmische. „Wichtig ist es, sensibel zu handeln und das geht nur, wenn man gut informiert ist,“ rät Asili Barre-Dirie von FORWARD.
Aktion Weißes Friedensband ist eine offene Plattform, initiiert von Journalistinnen und Journalisten. Sie gehören keiner ideologischen oder politischen Richtung an und folgen ihrem journalistischen Selbstverständnis, eine ausgewogene Informationsplattform zu schaffen. Die Initiative „Nein zu Beschneidung von Mädchen“ wird unterstützt von GTZ, TERRE DES FEMMES, (I)NTACT, Plan International, FORWARD, FIDE, stop mutilation Düsseldorf, Verein TABU Dortmund und LandesschülerInnenvertretung NRW.
| Schirmfrau der Initiative "Nein zu Beschneidung von Mädchen" ist Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Sie gab der Initiative ein Geleitwort (PDF-Dokument) mit auf den Weg, das sich auch an Lehrerinnen und Lehrer richtet. | |
| Bärbel Dieckmann, Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn, freute sich über die Initiative "Nein zu Beschneidung von Mädchen" und wünschte der Initiative in Ihrem Grußwort (PDF-Dokument) einen guten Verlauf. |
Bild links: An der Bundespressekonferenz am
29.4.04 im Presseclub Bonn nahmen teil: Christa Müller, (I)NTACT, Dr.
Christoph Zerm, Frauenarzt, FIDE, Jawahir Cumar, stop mutilation,
Jeanette Zachäus, Friedensband, Kathrin Hellbeck und fünf weitere
SchülerInnen der Realschule Lohmar
Bild rechts: Sehr engagiert trug Christa Müller die Forderungen der Partnerorganisationen vor. Rechts von ihr Jawahir Cumar.
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Bild links: Jeanette Zachäus (mitte) erklärte
die Hintergründe der Initiative "Nein zu Beschneidung von Mädchen".
Kathrin Hellbeck (rechts) trug ihre Erfahrungen vor, die sie und ihre MitschülerInnen im Unterricht mit dem Thema Beschneidung machten.
Bild rechts: Die Bundespressekonferenz war gut besucht.
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Informationsveranstaltung für ÄrztInnen, LehrerInnen und MultiplikatorInnen
29.04.2004
Informationsveranstaltung für ÄrztInnen, LehrerInnen und MultiplikatorInnen
Am 29.4.2004 fand abends bei InWEnt, Bonn, eine Informationsveranstaltung für ÄrztInnen, LehrerInnen und MultiplikatorInnen statt.
Bild links: Der Gynäkologe Dr. Christoph Zerm
hielt ein Einführungsreferat aus der Praxis für die Praxis. Er ist
Vorsitzender von F.I.D.E – Frauengesundheit in der
Entwicklungszusammenarbeit.
Bild rechts: Das anschließende Podium beleuchtet
die Situation beschnittener Frauen und Mädchen in Deutschland: Was
können wir konkret bei Verdachtsfällen und zur Prävention von genitaler
Verstümmelung tun? (v.l.) Dr. Christoph Zerm, FIDE, Jeanette Zachäus,
Friedensband, Kathrin Hellbeck, Schülerin, Gritt Richter-TERRE DES
FEMMES, Jawahir Cumar-stop mutilation
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Bild links: Gritt Richter von TERRE DES FEMMES
vertrat die Haltung der Partnerorganisationen. Links von ihr Kathrin
Hellbeck, die eindrucksvoll die Unterrichtsreihe an ihrer Schule in Lohmar beschrieb
Bild rechts: Jeanette Zachäus erklärte die Initiative "Nein zur Beschneidung von Mädchen"
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Bild links: Jawahir Cumar vertrat die Haltung der Selbshtilfeorganisationen.
Bild rechts: Franzia H. Gallan von Alla-Amin zeigt einer Unterstützerin am Globus ihr Heimatland.
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Donnerstag, 22. April 2004
Einladung zur Bundespressekonferenz
22.04.2004
Beschneidung -
Nein zu genitaler Verstümmelung von Mädchen
am 29.4.2004 um 11 Uhr
Presseclub Bonn, Heinrich Brüning Str. 20, Raum 4
Auch in Deutschland ist Genitalverstümmelung ein Thema: Mindestens 24.000 Frauen leiden an den Folgen ihrer Beschneidung und etwa 6000 Mädchen sind davon bedroht.
Mit körperlichen und psychischen Problemen kommen diese Mädchen und Frauen zu deutschen Ärztinnen und Ärzten. Nur selten entsteht ein offenes Gespräch. Hindernisgründe auf Seiten der Migrantinnen sind: Tabus, Sprachschwierigkeiten und Unkenntnis der eigenen Situation. Die Ärztinnen und Ärzte stehen in der Praxis den Mädchen und Frauen oft hilflos gegenüber, weil sie kaum Fachinformationen finden.
Mit einer Ärzteinitiative möchte Aktion Weißes Friedensband diese Lücke schließen. Start ist der 29.4.2004. Wir rufen Bürgerinnen und Bürger auf, ihre Frauen- und Kinderärzte zu informieren. Sie erhalten dafür ein Informationspaket mit einer medizinischen Fachinformation. Ein Fragebogen hilft bei der Erstellung einer Ärzteliste für betroffene Mädchen und Frauen.
Wir sprechen mit unserer Initiative auch alle Multiplikatorinnen und Multiplikatoren im Bereich Schule und Erziehung an. Lehrerinnen und Lehrer erhalten Hinweise für die Umsetzung im Unterricht.
Bei der Bundespressekonferenz informieren Sie:
Schirmfrau der Initiative „Nein zu genitaler Verstümmelung von Mädchen“ ist Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
Aktion Weißes Friedensband ist eine offene Plattform, initiiert von Journalistinnen und Journalisten. Wir entwickeln Konzepte für Informationskampagnen und Aktionen im Eine-Welt-Bereich und führen sie durch. Die Initiative „Nein zu genitaler Verstümmelung von Mädchen“ wird unterstützt von GTZ, TERRE DES FEMMES, (I)NTACT, Plan International, FORWARD, FIDE, stop mutilation Düsseldorf, Verein TABU Dortmund und LandesschülerInnenvertretung NRW.
Beschneidung -
Nein zu genitaler Verstümmelung von Mädchen
Presseerklärung und Einladung zur
Bundespressekonferenz
am 29.4.2004 um 11 UhrPresseclub Bonn, Heinrich Brüning Str. 20, Raum 4
Auch in Deutschland ist Genitalverstümmelung ein Thema: Mindestens 24.000 Frauen leiden an den Folgen ihrer Beschneidung und etwa 6000 Mädchen sind davon bedroht.
Mit körperlichen und psychischen Problemen kommen diese Mädchen und Frauen zu deutschen Ärztinnen und Ärzten. Nur selten entsteht ein offenes Gespräch. Hindernisgründe auf Seiten der Migrantinnen sind: Tabus, Sprachschwierigkeiten und Unkenntnis der eigenen Situation. Die Ärztinnen und Ärzte stehen in der Praxis den Mädchen und Frauen oft hilflos gegenüber, weil sie kaum Fachinformationen finden.
Mit einer Ärzteinitiative möchte Aktion Weißes Friedensband diese Lücke schließen. Start ist der 29.4.2004. Wir rufen Bürgerinnen und Bürger auf, ihre Frauen- und Kinderärzte zu informieren. Sie erhalten dafür ein Informationspaket mit einer medizinischen Fachinformation. Ein Fragebogen hilft bei der Erstellung einer Ärzteliste für betroffene Mädchen und Frauen.
Wir sprechen mit unserer Initiative auch alle Multiplikatorinnen und Multiplikatoren im Bereich Schule und Erziehung an. Lehrerinnen und Lehrer erhalten Hinweise für die Umsetzung im Unterricht.
Bei der Bundespressekonferenz informieren Sie:
- Christa Müller (I)NTACT
- Dr. Christoph Zerm Frauenarzt, FIDE
- Jawahir Cumar stop mutilation
- Jeanette Zachäus Aktion Weißes Friedensband
- Schülerinnen und Schüler der Realschule Lohmar
Schirmfrau der Initiative „Nein zu genitaler Verstümmelung von Mädchen“ ist Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
Aktion Weißes Friedensband ist eine offene Plattform, initiiert von Journalistinnen und Journalisten. Wir entwickeln Konzepte für Informationskampagnen und Aktionen im Eine-Welt-Bereich und führen sie durch. Die Initiative „Nein zu genitaler Verstümmelung von Mädchen“ wird unterstützt von GTZ, TERRE DES FEMMES, (I)NTACT, Plan International, FORWARD, FIDE, stop mutilation Düsseldorf, Verein TABU Dortmund und LandesschülerInnenvertretung NRW.
Dienstag, 25. November 2003
Einladung zum Themenforum Mädchenbeschneidung
Aktion Weißes Friedensband ist eine Medieninitiative, die
sich vor allem an Jugendliche richtet. Wir wollen als JournalistInnen
Impulsgeber sein. Jeden Monat starten wir gemeinsam mit Organisationen und
Jugendlichen ein vorgegebenes Thema. Aus den Aktionen und Projekten entwickeln
sich wiederum Impulse an Medien.
Auf Wunsch somalischer Frauen widmen wir uns
im März 2004 dem Thema Beschneidung. Das Pilotprojekt heißt Dialog direkt!.
Jugendliche recherchieren: Sie nehmen Kontakt auf und stellen ihre Fragen in
den Ländern des Südens, z.B. bei Entwicklungsfachkräften, JournalistInnen und
Jugendlichen. Rückkehrer aus Entwicklungsländern gehen als ReferentInnen in die
Schulen. Authentische Antworten hinterlassen bleibende Eindrücke. Die
Ergebnisse der Recherchen können SchülerInnen gemeinsam mit JournalistInnen zu
Artikeln und Beiträgen verarbeiten. Die Beschäftigung mit Konflikten, die weit
weg in den Ländern des Südens liegen, fördert die Bereitschaft, eigene
Konflikte zu erkennen und zu bearbeiten.
Jeden Monat organisieren wir ein Themenforum, bei dem die
jeweiligen Beteiligten über Inhalte und Ideen diskutieren und ein Netzwerk für
diesen Monat bilden. Besonders wichtig sind jeweils die Aktionen, die den
SchülerInnen Spaß machen und den Organisationen und vor allem dem Thema
nachhaltig nützen. Ehrenamtliches Engagement soll gefördert werden. Jugendliche
lernen Organisationen kennen und werden angeregt, mitzumachen.
Das Thema Beschneidung setzen wir zusammen mit stop
mutilation e.V. um.
Wir laden Sie herzlich ein zum
Themenforum Beschneidung
am Donnerstag, 11.12.2003 –
18-20 Uhr
bei InWEnt gGmbH – Regionales
Zentrum Nordrhein-Westfalen, Wallstr. 30, 40213 Düsseldorf
Gemeinsam mit Ihnen möchten wir die Umsetzung planen –
beteiligen Sie sich mit Ihren Ideen, Aktionen, Materialien und ReferentInnen.
Eine Idee liegt bereits vor:
Die somalischen Frauen haben uns gebeten, eine Liste mit
ÄrztInnen zu erstellen, die als AnsprechpartnerInnen für genital verstümmelte
Frauen zur Verfügung stehen.
Dienstag, 18. November 2003
Start der Aktion Rote Hand
FRIEDENSBAND hatte zum 10.11.2003 alle Organisationen zum Themenforum "Kindersoldaten" eingeladen. Am 18.11.2003 veröffentlichten wir folgendes Protokoll:
Im Mittelpunkt wird der "Red
Hand Day" stehen, ein internationaler Gedenktag gegen den
Missbrauch von Kindern für Kriege. Nach Angaben von terre des hommes und
Kindernothilfe ist dieser Tag bisher von der deutschen Öffentlichkeit noch
nicht so stark wahrgenommen worden, wie man sich das wünscht. Wir haben uns
daher für den Monat Februar zur Aufgabe gesetzt, diesen Tag intensiv in die
Medien – und natürlich in die Schulen zu bringen - gemeinsam mit terre des
hommes und Kindernothilfe und mit Unterstützung von unicef. Das Motto lautet
"Nein zu Missbrauch von Kindern im Krieg"
Das Themenforum „Kindersoldaten“ fand am 10.11.2003 statt.
terre des hommes machte deutlich, dass sie mit ihren
Arbeitsgruppen und KinderrechtsTeams voll dabei sind. tdh liefert auch die
„roten Hände“ für die Aktion am 12.2. in Köln.
Kindernothilfe ist ebenfalls mit all ihren
Möglichkeiten dabei. Sie werden vor allem ReferentInnen, Material und
Auslandskontakte zur Verfügung stellen.
LandesschülerInnenvertretung NRW ist begeistert,
haben aber noch keinen Beschluß gefasst. Sehr wahrscheinlich sollen wir am
23.11. auf ihrem Kongress die Aktion vorstellen.
Schulministerium NRW war von der Aktion sehr angetan
– weitere Gespräche werden folgen.
Unicef möchte in jedem Fall mitmachen – vielleicht
nur mit ReferentInnen und Material.
PRO ASYL wird mit Informationsmaterial dabei sein, wo
entsprechende Anfragen sind, verweist auf den Landesflüchtlingsrat der noch
einmal angesprochen wird.
DED – Regionalstelle für entwicklungspolitische
Bildungsarbeit ist an einer Zusammenarbeit sehr interessiert und wird z.B. die
Kontakte zu MitarbeiterInnen in Angola herstellen.
Greenpeace ist sehr interessiert am April-Thema
„Walderzerstörung“.
SchülerInnen
aus Dortmund
haben die SV in der Umgebung angesprochen und wollen die Schulen aktivieren.
Deutlich wurde, dass die durch Aktion Weißes Friedensband
als Impuls eingebrachten Themen in den Schulen über den Vierwochenzeitraum
hinaus weiterbearbeitet werden können und dass die SchülerInnen dabei die volle
logistische Unterstützung der Aktion bekommen.
Darüber
hinaus möchte sich das Friedensdorf Oberhausen mit einer Aktion beteiligen. In
ihrer Begegnungsstätte kommen jährlich über 40 Jugendgruppen zusammen.
Außerschulische
Aktionen:
Mit einer Pressekonferenz gemeinsam mit terre des hommes und Kindernothilfe am 4.2.2004 bringen wir das Thema „Kindersoldaten“ in die Medien.
„Red Hand Day“
am
12.2.2004:
1. Aktion
Rote Hände mit SchülerInnen
des Albertus-Magnus-Gymnasiums, Köln. Ein Luftbild wird an die Medien
weitergeleitet und per Internet auf die Bildungsmesse didacta übertragen, wo
zeitgleich eine Pressekonferenz
stattfindet. Alle
Organisationen, die zu dem Thema arbeiten, werden gebeten, an diesem Tag eine
Presseerklärung herauszugeben.
2. Aktion SchülerInnen zeigen die Rote Hand - landesweit färben sie ihre linke Hand mit Hautfarben rot und machen Aktionen. Sie schicken Digitalfotos und Infos, die sofort ausgedruckt und auf der didacta gezeigt werden.
3. Installation „Aktion Rote Hände“ – 500 rote Hände, ca. 20 cm hoch, werden auf der Rasenfläche zwischen Landtag und Stadttor (Staatskanzlei NRW) aufgestellt (mit terre des hommes)
4. Frag den Opa –
Kindersoldaten in Deutschland: Was haben unsere Großväter im 2. Weltkrieg
erlebt?
5. Wettbewerb und
Preisverleihung: SchülerInnen zeigen die Resultate ihrer
Aktionen, wie Theaterstücke oder Plakate, Aktionsideen oder Internetseiten.
Innerschulische
Aktionen:
Grundlage ist „learn-line“,
die Internet-Plattform des Landesinstituts für Schule. Dort finden die
LehrerInnen und SchülerInnen alle wichtigen Informationen, um die Recherche-Projekte umsetzen zu können.
SchülerInnen fragen bei den
Zeitungen und Zeitschriften der Länder, in denen es Kindersoldaten gibt um die inländische Sichtweise kennenzulernen. Sie
haben Gelegenheit, ihre Fragen bei den RedakteurInnen und JournalistInnen zu
stellen, unterstützt von IPS und DED.
Per Email können sie mit Jugendlichen
in Uganda und anderen Ländern korrespondieren. Darunter sind auch ehemalige Kindersoldaten. Die SchülerInnen
können ihre Fragen an MitarbeiterInnen des DED in diesen Ländern stellen. Auch
über terre des hommes und Kindernothilfe sowie über gpn GlobalPartnershipNet
werden Email-Kontakte ermöglicht.
Die
internationale Nachrichtenagentur IPS (Inter Press Service) richtet ein Nachrichtenarchiv zum Thema Kindersoldaten
und zu verwandten Themen ein. Sie wurde 1964 von lateinamerikanischen
JournalistInnen gegründet, die vor den Didaktoren in ihren Heimatländern
fliehen mussten. Inzwischen ist es eine große Nachrichtenagentur geworden, die
ihren ursprünglichen Auftrag immer noch verfolgt: sie berichten sehr intensiv
und gut lesbar über die Situation in den Ländern der sog. dritten Welt. Täglich
werden aktuelle Agenturmeldungen und Artikel geliefert. Durch Originaltexte in
Englisch und Spanisch wird Sprachkompetenz gefördert. Internationale Links zu Organisationen und Medien werden von
IPS ausgesucht und kommentiert.
In einem Infopool finden die SchülerInnen aktuelle und Hintergrundinformationen von terre des
hommes, Kindernothilfe, unicef und Forum Ziviler Friedensdienst. ReferentInnen
dieser Organisationen gehen in die Schulen. Einen wöchentlichen Pressespiegel liefert das IZEP –
Informationszentrum Entwicklungspolitik (InWEnt).
Für die Umsetzung der Aktionen
stehen den SchülerInnen alle Formen von Kunst,
Kultur und Medien zur Verfügung. KünstlerInnen und
Medienfachleute stellen sich zur Verfügung, die Ergebnisse der Recherchen zu
verarbeiten.
In ähnlicher Form werden die anderen Projektmonate mit
wechselnden Partnerorganisationen ablaufen. Weitere Informationen: www.friedensband.de
Beschneidung
Vorüberlegungen für den Monat März:
Termin Themenforum: Donnerstag, 11.12.2003 – 18-20 Uhr
bei InWEnt gGmbH - Regionales Zentrum Nordhrein-Westfalen,
Düsseldorf
voraussichtliche Partner für den Impulsmonat
- stop
mutilation e.V.
- INTACT
- terre des
hommes – KinderrechtsTeams
- terre des
femmes
- UNICEF
- Marie-Schlei-Verein
Pressekonferenz am 3.3.2004
mit Prominenten
Aktionen mit Jugendlichen
1. In Deutschland leben viele Frauen, die in ihrer Kindheit
beschnitten wurden. Sie leiden ihr Leben lang unter den Folgen und es gibt
viele Situationen, in denen mangelnde Kenntnis von Ärzten Probleme verursachen.
Wir wollen dem Verein stop mutliation helfen:
- Schülerinnen gehen zu ihren FrauenärztInnen und fragen sie
ob sie informiert sein wollen. Sie geben ihnen eine Broschüre, die zusammen mit
dem Familienministerium erstellt wird und einen Fragebogen. Die Namen der
GynäkologInnen, die sich bereit erklären, als AnsprechpartnerInnen genannt zu
werden, kommen auf die Website von stop mutilation, so dass Frauen wissen, an
wen sie sich wenden können.
2. Jugendliche fragen in Krankenhäusern, wer für Frauen
zuständig ist, die beschnitten sind. Auch hier wird der Name an den Verein stop
mutilation weitergegeben, so dass AnsprechpartnerInnen existieren.
3. Filme
Filmketten wie Cinemaxx ansprechen: Filme zeigen,
Schulangebote machen
Filmliste mit empfohlenen Filmen
4. Literatur
Bücherstände
Bücherliste mit empfohlener Literatur
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