Donnerstag, 29. April 2004

Start der Initiative "Nein zu Beschneidung von Mädchen"

29.04.2004

Erfolgreicher Start der Initiative "Nein zu Beschneidung von Mädchen"

Die Initiative startete mit einer Bundespressekonferenz in Bonn

Aktion Weißes Friedensband macht auf die Situation der 24.000 Migrantinnen in Deutschland aufmerksam, die an den Folgen ihrer Beschneidung leiden. Gemeinsam mit den Fachorganisationen startet heute die Initiative „Nein zu Beschneidung von Mädchen“. Schirmfrau ist die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Heidemarie Wieczorek-Zeul.
Die Folgen genitaler Verstümmelung sind körperliche und psychische Probleme. „Wenn die Frauen damit in die Praxis kommen, verhindern Tabus und Sprachschwierigkeiten häufig ein offenes Gespräch,“ meint der Frauenarzt Dr. Christoph Zerm, FIDE. Er weiß aber auch, wie schwer es für seine Kolleginnen und Kollegen ist, Informationen zu finden. Deswegen hat er für Aktion Weißes Friedensband eine medizinische Fachinformation erstellt, die auf die besondere Situation der Frauen und Mädchen hinweist.
Dafür wählt die Initiative den Weg über die Patientinnen: Sie sprechen ihre Ärztinnen und Ärzte an und informieren sie. Dazu bekommen sie ein Informationspaket sowie die medizinische Fachinformation und einen Fragebogen für Ärzte. Er hilft bei der Erstellung einer Ärzteliste für betroffene Mädchen und Frauen. „Wir erreichen auf diese Weise, dass sich Bürgerinnen und Bürger in Deutschland mit der Situation der von genitaler Verstümmelung betroffenen Frauen und Mädchen auseinander setzen,“ erklärt Jeanette Zachäus, Aktion Weißes Frie-densband. Dies geschehe nicht nur theoretisch, sie könnten und sollten auch selbst handeln.
Wie sehr das Thema Beschneidung gerade bei Jugendlichen auf Interesse stößt, hat eine Unterrichtsreihe an der Realschule Lohmar gezeigt. Die Schülerin Kathrin Hellbeck (16): „Ich habe noch nie erlebt, dass Schüler so ernsthaft und interessiert bei einem Thema zugehört haben und dann auch noch bereit waren, offen und ehrlich über ihre eigenen Gefühle zu reden – Jungen wie Mädchen.“ Leider würden diese Themen viel zu wenig in Schulen bearbeitet.
Diese positiven Erfahrungen sollen in den nächsten Wochen viele Schülerinnen und Schüler machen. Aktion Weißes Friedensband bietet Lehrerinnen und Lehrern Vorschläge für die Unterrichtspraxis, Informationsmaterial und Kontakte zu Referentinnen. Die Initiative hat dabei auch die von Beschneidung bedrohten Mädchen in Deutschland im Blick – ihre Zahl wird auf 6000 geschätzt. „Nach meiner fast zehnjährigen Erfahrung helfen den gefährdeten Mädchen vor allem eine breite Öffentlichkeit und sorgfältige Aufklärung über die gesundheitlichen Folgen,“ weiß Christa Müller, Vorsitzende von (I)NTACT. Man könne den Mädchen die Qualen einer Beschneidung nur ersparen, wenn man sich von außen einmische. „Wichtig ist es, sensibel zu handeln und das geht nur, wenn man gut informiert ist,“ rät Asili Barre-Dirie von FORWARD.
Aktion Weißes Friedensband ist eine offene Plattform, initiiert von Journalistinnen und Journalisten. Sie gehören keiner ideologischen oder politischen Richtung an und folgen ihrem journalistischen Selbstverständnis, eine ausgewogene Informationsplattform zu schaffen. Die Initiative „Nein zu Beschneidung von Mädchen“ wird unterstützt von GTZ, TERRE DES FEMMES, (I)NTACT, Plan International, FORWARD, FIDE, stop mutilation Düsseldorf, Verein TABU Dortmund und LandesschülerInnenvertretung NRW.

Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Schirmfrau der Initiative "Nein zu Beschneidung von Mädchen" ist Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Sie gab der Initiative ein Geleitwort (PDF-Dokument) mit auf den Weg, das sich auch an Lehrerinnen und Lehrer richtet.
Bärbel Dieckmann, Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn Bärbel Dieckmann, Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn, freute sich über die Initiative "Nein zu Beschneidung von Mädchen" und wünschte der Initiative in Ihrem Grußwort (PDF-Dokument) einen guten Verlauf.
An der Bundespressekonferenz am 29.4.04 im Presseclub Bonn nahmen teil: Christa Müller, (I)NTACT, Dr. Christoph Zerm, Frauenarzt, FIDE, Jawahir Cumar, stop mutilation, Jeanette Zachäus, Friedensband, Kathrin Hellbeck und fünf weitere SchülerInnen der Realschule Lohmar Sehr engagiert trug Christa Müller die Forderungen der Partnerorganisationen vor. Rechts von ihr Jawahir Cumar.
Bild links: An der Bundespressekonferenz am 29.4.04 im Presseclub Bonn nahmen teil: Christa Müller, (I)NTACT, Dr. Christoph Zerm, Frauenarzt, FIDE, Jawahir Cumar, stop mutilation, Jeanette Zachäus, Friedensband, Kathrin Hellbeck und fünf weitere SchülerInnen der Realschule Lohmar
Bild rechts: Sehr engagiert trug Christa Müller die Forderungen der Partnerorganisationen vor. Rechts von ihr Jawahir Cumar.
Jeanette Zachäus (mitte) erklärte die Hintergründe der Initiative Nein zur Beschneidung von Mädchen. Kathrin Hellbeck (rechts) trug ihre Erfahrungen vor, die sie und ihre MitschülerInnen im Unterricht mit dem Thema Beschneidung machten. Die Bundespressekonferenz war gut besucht.
Bild links: Jeanette Zachäus (mitte) erklärte die Hintergründe der Initiative "Nein zu Beschneidung von Mädchen". Kathrin Hellbeck (rechts) trug ihre Erfahrungen vor, die sie und ihre MitschülerInnen im Unterricht mit dem Thema Beschneidung machten.
Bild rechts: Die Bundespressekonferenz war gut besucht.

Informationsveranstaltung für ÄrztInnen, LehrerInnen und MultiplikatorInnen

29.04.2004

Informationsveranstaltung für ÄrztInnen, LehrerInnen und MultiplikatorInnen

Am 29.4.2004 fand abends bei InWEnt, Bonn, eine Informationsveranstaltung für ÄrztInnen, LehrerInnen und MultiplikatorInnen statt.
Der Gynäkologe Dr. Christoph Zerm hielt ein Einführungsreferat aus der Praxis für die Praxis. Er ist Vorsitzender von F.I.D.E – Frauengesundheit in der Entwicklungszusammenarbeit. Das anschließende Podium beleuchtet die Situation beschnittener Frauen und Mädchen in Deutschland: Was können wir konkret bei Verdachtsfällen und zur Prävention von genitaler Verstümmelung tun? (v.l.) Dr. Christoph Zerm, FIDE, Jeanette Zachäus, Friedensband, Kathrin Hellbeck, Schülerin, Gritt Richter-TERRE DES FEMMES, Jawahir Cumar-stop mutilation
Bild links: Der Gynäkologe Dr. Christoph Zerm hielt ein Einführungsreferat aus der Praxis für die Praxis. Er ist Vorsitzender von F.I.D.E – Frauengesundheit in der Entwicklungszusammenarbeit.
Bild rechts: Das anschließende Podium beleuchtet die Situation beschnittener Frauen und Mädchen in Deutschland: Was können wir konkret bei Verdachtsfällen und zur Prävention von genitaler Verstümmelung tun? (v.l.) Dr. Christoph Zerm, FIDE, Jeanette Zachäus, Friedensband, Kathrin Hellbeck, Schülerin, Gritt Richter-TERRE DES FEMMES, Jawahir Cumar-stop mutilation
Gritt Richter von TERRE DES FEMMES vertrat die Haltung der Partnerorganisationen. Links von ihr Kathrin Hellbeck, die eindrucksvoll die Unterrichtsreihe an ihrer Schule in Lohmar beschrieb Jeanette Zachäus erklärte die Initiative
Bild links: Gritt Richter von TERRE DES FEMMES vertrat die Haltung der Partnerorganisationen. Links von ihr Kathrin Hellbeck, die eindrucksvoll die Unterrichtsreihe an ihrer Schule in Lohmar beschrieb
Bild rechts: Jeanette Zachäus erklärte die Initiative "Nein zur Beschneidung von Mädchen"
Jawahir Cumar vertrat die Haltung der Selbshtilfeorganisationen. Franzia H. Gallan von Alla-Amin zeigt einer Unterstützerin am Globus ihr Heimatland.
Bild links: Jawahir Cumar vertrat die Haltung der Selbshtilfeorganisationen.
Bild rechts: Franzia H. Gallan von Alla-Amin zeigt einer Unterstützerin am Globus ihr Heimatland.

Donnerstag, 22. April 2004

Einladung zur Bundespressekonferenz

22.04.2004

Beschneidung - Nein zu genitaler Verstümmelung von Mädchen

Presseerklärung und Einladung zur Bundespressekonferenz

am 29.4.2004 um 11 Uhr
Presseclub Bonn, Heinrich Brüning Str. 20, Raum 4

Auch in Deutschland ist Genitalverstümmelung ein Thema: Mindestens 24.000 Frauen leiden an den Folgen ihrer Beschneidung und etwa 6000 Mädchen sind davon bedroht.
Mit körperlichen und psychischen Problemen kommen diese Mädchen und Frauen zu deutschen Ärztinnen und Ärzten. Nur selten entsteht ein offenes Gespräch. Hindernisgründe auf Seiten der Migrantinnen sind: Tabus, Sprachschwierigkeiten und Unkenntnis der eigenen Situation. Die Ärztinnen und Ärzte stehen in der Praxis den Mädchen und Frauen oft hilflos gegenüber, weil sie kaum Fachinformationen finden.
Mit einer Ärzteinitiative möchte Aktion Weißes Friedensband diese Lücke schließen. Start ist der 29.4.2004. Wir rufen Bürgerinnen und Bürger auf, ihre Frauen- und Kinderärzte zu informieren. Sie erhalten dafür ein Informationspaket mit einer medizinischen Fachinformation. Ein Fragebogen hilft bei der Erstellung einer Ärzteliste für betroffene Mädchen und Frauen.
Wir sprechen mit unserer Initiative auch alle Multiplikatorinnen und Multiplikatoren im Bereich Schule und Erziehung an. Lehrerinnen und Lehrer erhalten Hinweise für die Umsetzung im Unterricht.
Bei der Bundespressekonferenz informieren Sie:
  • Christa Müller (I)NTACT
  • Dr. Christoph Zerm Frauenarzt, FIDE
  • Jawahir Cumar stop mutilation
  • Jeanette Zachäus Aktion Weißes Friedensband
  • Schülerinnen und Schüler der Realschule Lohmar
Als Gesprächspartnerinnen stehen Ihnen weiterhin zur Verfügung: Gritt Richter – TERRE DES FEMMES, Maren Spöhring – Plan International, Asili Barre-Dirie – FORWARD.
Schirmfrau der Initiative „Nein zu genitaler Verstümmelung von Mädchen“ ist Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
Aktion Weißes Friedensband ist eine offene Plattform, initiiert von Journalistinnen und Journalisten. Wir entwickeln Konzepte für Informationskampagnen und Aktionen im Eine-Welt-Bereich und führen sie durch. Die Initiative „Nein zu genitaler Verstümmelung von Mädchen“ wird unterstützt von GTZ, TERRE DES FEMMES, (I)NTACT, Plan International, FORWARD, FIDE, stop mutilation Düsseldorf, Verein TABU Dortmund und LandesschülerInnenvertretung NRW.

Dienstag, 25. November 2003

Einladung zum Themenforum Mädchenbeschneidung



Aktion Weißes Friedensband ist eine Medieninitiative, die sich vor allem an Jugendliche richtet. Wir wollen als JournalistInnen Impulsgeber sein. Jeden Monat starten wir gemeinsam mit Organisationen und Jugendlichen ein vorgegebenes Thema. Aus den Aktionen und Projekten entwickeln sich wiederum Impulse an Medien.

Auf Wunsch somalischer Frauen widmen wir uns im März 2004 dem Thema Beschneidung. Das Pilotprojekt heißt Dialog direkt!. Jugendliche recherchieren: Sie nehmen Kontakt auf und stellen ihre Fragen in den Ländern des Südens, z.B. bei Entwicklungsfachkräften, JournalistInnen und Jugendlichen. Rückkehrer aus Entwicklungsländern gehen als ReferentInnen in die Schulen. Authentische Antworten hinterlassen bleibende Eindrücke. Die Ergebnisse der Recherchen können SchülerInnen gemeinsam mit JournalistInnen zu Artikeln und Beiträgen verarbeiten. Die Beschäftigung mit Konflikten, die weit weg in den Ländern des Südens liegen, fördert die Bereitschaft, eigene Konflikte zu erkennen und zu bearbeiten.

Jeden Monat organisieren wir ein Themenforum, bei dem die jeweiligen Beteiligten über Inhalte und Ideen diskutieren und ein Netzwerk für diesen Monat bilden. Besonders wichtig sind jeweils die Aktionen, die den SchülerInnen Spaß machen und den Organisationen und vor allem dem Thema nachhaltig nützen. Ehrenamtliches Engagement soll gefördert werden. Jugendliche lernen Organisationen kennen und werden angeregt, mitzumachen.

Das Thema Beschneidung setzen wir zusammen mit stop mutilation e.V. um.
Wir laden Sie herzlich ein zum

Themenforum Beschneidung
am Donnerstag, 11.12.2003 – 18-20 Uhr
bei InWEnt gGmbH – Regionales Zentrum Nordrhein-Westfalen, Wallstr. 30, 40213 Düsseldorf

Gemeinsam mit Ihnen möchten wir die Umsetzung planen – beteiligen Sie sich mit Ihren Ideen, Aktionen, Materialien und ReferentInnen.

Eine Idee liegt bereits vor:
Die somalischen Frauen haben uns gebeten, eine Liste mit ÄrztInnen zu erstellen, die als AnsprechpartnerInnen für genital verstümmelte Frauen zur Verfügung stehen. 

Dienstag, 18. November 2003

Start der Aktion Rote Hand


FRIEDENSBAND hatte zum 10.11.2003 alle Organisationen zum Themenforum "Kindersoldaten" eingeladen. Am 18.11.2003 veröffentlichten wir folgendes Protokoll:
Im Mittelpunkt wird der "Red Hand Day" stehen, ein internationaler Gedenktag gegen den Missbrauch von Kindern für Kriege. Nach Angaben von terre des hommes und Kindernothilfe ist dieser Tag bisher von der deutschen Öffentlichkeit noch nicht so stark wahrgenommen worden, wie man sich das wünscht. Wir haben uns daher für den Monat Februar zur Aufgabe gesetzt, diesen Tag intensiv in die Medien – und natürlich in die Schulen zu bringen - gemeinsam mit terre des hommes und Kindernothilfe und mit Unterstützung von unicef. Das Motto lautet
"Nein zu Missbrauch von Kindern im Krieg"
Das Themenforum „Kindersoldaten“ fand am 10.11.2003 statt.

terre des hommes machte deutlich, dass sie mit ihren Arbeitsgruppen und KinderrechtsTeams voll dabei sind. tdh liefert auch die „roten Hände“ für die Aktion am 12.2. in Köln.

Kindernothilfe ist ebenfalls mit all ihren Möglichkeiten dabei. Sie werden vor allem ReferentInnen, Material und Auslandskontakte zur Verfügung stellen.

LandesschülerInnenvertretung NRW ist begeistert, haben aber noch keinen Beschluß gefasst. Sehr wahrscheinlich sollen wir am 23.11. auf ihrem Kongress die Aktion vorstellen.

Schulministerium NRW war von der Aktion sehr angetan – weitere Gespräche werden folgen.

Unicef möchte in jedem Fall mitmachen – vielleicht nur mit ReferentInnen und Material.

PRO ASYL wird mit Informationsmaterial dabei sein, wo entsprechende Anfragen sind, verweist auf den Landesflüchtlingsrat der noch einmal angesprochen wird.

DED – Regionalstelle für entwicklungspolitische Bildungsarbeit ist an einer Zusammenarbeit sehr interessiert und wird z.B. die Kontakte zu MitarbeiterInnen in Angola herstellen.

Greenpeace ist sehr interessiert am April-Thema „Walderzerstörung“.

SchülerInnen aus Dortmund haben die SV in der Umgebung angesprochen und wollen die Schulen aktivieren.

Deutlich wurde, dass die durch Aktion Weißes Friedensband als Impuls eingebrachten Themen in den Schulen über den Vierwochenzeitraum hinaus weiterbearbeitet werden können und dass die SchülerInnen dabei die volle logistische Unterstützung der Aktion bekommen.

Darüber hinaus möchte sich das Friedensdorf Oberhausen mit einer Aktion beteiligen. In ihrer Begegnungsstätte kommen jährlich über 40 Jugendgruppen zusammen.


Außerschulische Aktionen:


Mit einer Pressekonferenz gemeinsam mit terre des hommes und Kindernothilfe am 4.2.2004 bringen wir das Thema „Kindersoldaten“ in die Medien.



„Red Hand Day“
am 12.2.2004:

1. Aktion Rote Hände mit SchülerInnen des Albertus-Magnus-Gymnasiums, Köln. Ein Luftbild wird an die Medien weitergeleitet und per Internet auf die Bildungsmesse didacta übertragen, wo zeitgleich eine Pressekonferenz stattfindet. Alle Organisationen, die zu dem Thema arbeiten, werden gebeten, an diesem Tag eine Presseerklärung herauszugeben.

2. Aktion SchülerInnen zeigen die Rote Hand   - landesweit färben sie ihre linke Hand mit Hautfarben rot und machen Aktionen. Sie schicken Digitalfotos und Infos, die sofort ausgedruckt und auf der didacta gezeigt werden.
 
3. Installation Aktion Rote Hände“   500 rote Hände, ca. 20 cm hoch, werden auf der Rasenfläche zwischen Landtag und Stadttor (Staatskanzlei NRW) aufgestellt (mit terre des hommes)

4. Frag den Opa – Kindersoldaten in Deutschland: Was haben unsere Großväter im 2. Weltkrieg erlebt?

5. Wettbewerb und Preisverleihung: SchülerInnen zeigen die Resultate ihrer Aktionen, wie Theaterstücke oder Plakate, Aktionsideen oder Internetseiten.



Innerschulische Aktionen:


Grundlage ist „learn-line“, die Internet-Plattform des Landesinstituts für Schule. Dort finden die LehrerInnen und SchülerInnen alle wichtigen Informationen, um die Recherche-Projekte umsetzen zu können.

SchülerInnen fragen bei den Zeitungen und Zeitschriften der Länder, in denen es Kindersoldaten gibt um die inländische Sichtweise kennenzulernen. Sie haben Gelegenheit, ihre Fragen bei den RedakteurInnen und JournalistInnen zu stellen, unterstützt von IPS und DED.

Per Email können sie mit Jugendlichen in Uganda und anderen Ländern korrespondieren. Darunter sind auch ehemalige Kindersoldaten. Die SchülerInnen können ihre Fragen an MitarbeiterInnen des DED in diesen Ländern stellen. Auch über terre des hommes und Kindernothilfe sowie über gpn GlobalPartnershipNet werden Email-Kontakte ermöglicht.

Die internationale Nachrichtenagentur IPS (Inter Press Service) richtet ein Nachrichtenarchiv zum Thema Kindersoldaten und zu verwandten Themen ein. Sie wurde 1964 von lateinamerikanischen JournalistInnen gegründet, die vor den Didaktoren in ihren Heimatländern fliehen mussten. Inzwischen ist es eine große Nachrichtenagentur geworden, die ihren ursprünglichen Auftrag immer noch verfolgt: sie berichten sehr intensiv und gut lesbar über die Situation in den Ländern der sog. dritten Welt. Täglich werden aktuelle Agenturmeldungen und Artikel geliefert. Durch Originaltexte in Englisch und Spanisch wird Sprachkompetenz gefördert. Internationale Links zu Organisationen und Medien werden von IPS ausgesucht und kommentiert.

In einem Infopool finden die SchülerInnen aktuelle und Hintergrundinformationen von terre des hommes, Kindernothilfe, unicef und Forum Ziviler Friedensdienst. ReferentInnen dieser Organisationen gehen in die Schulen. Einen wöchentlichen Pressespiegel liefert das IZEP – Informationszentrum Entwicklungspolitik (InWEnt).

Für die Umsetzung der Aktionen stehen den SchülerInnen alle Formen von Kunst, Kultur und Medien zur Verfügung. KünstlerInnen und Medienfachleute stellen sich zur Verfügung, die Ergebnisse der Recherchen zu verarbeiten.



In ähnlicher Form werden die anderen Projektmonate mit wechselnden Partnerorganisationen ablaufen. Weitere Informationen: www.friedensband.de


Beschneidung

Vorüberlegungen für den Monat März:

Termin Themenforum: Donnerstag, 11.12.2003 – 18-20 Uhr

bei InWEnt gGmbH - Regionales Zentrum Nordhrein-Westfalen, Düsseldorf


voraussichtliche Partner für den Impulsmonat
- stop mutilation e.V.
- INTACT
- terre des hommes – KinderrechtsTeams
- terre des femmes
- UNICEF
- Marie-Schlei-Verein

Pressekonferenz am 3.3.2004
mit Prominenten


Aktionen mit Jugendlichen

1. In Deutschland leben viele Frauen, die in ihrer Kindheit beschnitten wurden. Sie leiden ihr Leben lang unter den Folgen und es gibt viele Situationen, in denen mangelnde Kenntnis von Ärzten Probleme verursachen. Wir wollen dem Verein stop mutliation helfen:

- Schülerinnen gehen zu ihren FrauenärztInnen und fragen sie ob sie informiert sein wollen. Sie geben ihnen eine Broschüre, die zusammen mit dem Familienministerium erstellt wird und einen Fragebogen. Die Namen der GynäkologInnen, die sich bereit erklären, als AnsprechpartnerInnen genannt zu werden, kommen auf die Website von stop mutilation, so dass Frauen wissen, an wen sie sich wenden können.

2. Jugendliche fragen in Krankenhäusern, wer für Frauen zuständig ist, die beschnitten sind. Auch hier wird der Name an den Verein stop mutilation weitergegeben, so dass AnsprechpartnerInnen existieren.


3. Filme

Filmketten wie Cinemaxx ansprechen: Filme zeigen, Schulangebote machen
Filmliste mit empfohlenen Filmen


4. Literatur

Bücherstände
Bücherliste mit empfohlener Literatur

Freitag, 24. Oktober 2003

3. Eine Welt Filmpreis NRW 2003


2. Eine-Welt-Filmpreis NRW beim Fernsehworkshop Entwicklungspolitik

1. Preis an René Schraner

Zum 2. Mal konnte die Jury des Fernsehworkshop Entwicklungspolitik in diesem Jahr den Eine-Welt-Filmpreis NRW vergeben. Der Preis, der vom Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein Westfalen gestiftet wird und mit 3.000 €, 2.000 € und 1.000 € dotiert ist, wird an Filmemacherinnen und Filmemacher verliehen, deren Filme einen Perspektivwechsel ermöglichen und für Probleme in Ländern des Südens sensibilisieren, aber auch deren Hoffnungen und Möglichkeiten der Veränderung aufzeigen. 


2. Preis  Sigrid Dethloff und Renate Bernhard

Der erste Preis
 geht an den Film Aufrecht gehen und durchhalten von René Schraner (Schweiz 2002, 53 min.). Wie sich AIDS-Waisen in Tansania in Selbsthilfegruppen organisieren und mit der Unterstützung von SozialarbeiterInnen ihre Schmerzen und Ängste zu verarbeiten lernen, sich aber auch neue Wege eröffnen, um aufrecht in die Zukunft zu gehen, das zeigt der Film einfühlsam und mit viel Nähe zu den jungen ProtagonistInnen. 


2. Preis an Kim Longinotto

Der zweite Preis 
geht zu gleichen Teilen an zwei Filme, die sich in unterschiedlicher Art und Weise mit dem schwierigen Thema der weiblichen Beschneidung befassen.
The Day I Will Never Forget
der Filmemacherin Kim Longinotto (Großbritannien 2003, 92 min.) befasst sich mit dem schmerzhaften Prozess, den Frauen in Kenia durchleben, um diese Tradition innerhalb ihrer Gesellschaft zu verändern und zeigt den Mut, den sie hierbei aufbringen.
Narben, die keiner sieht
von Renate Bernhard und Sigrid Dethloff (Deutschland 2001, 29 min.) stellt beschnittene Frauen, die in Deutschland leben, in den Mittepunkt und ist ein eindeutiges Plädoyer, Beschneidung als Asylgrund anzuerkennen. 







Der dritte Preis
geht an die Reise zwischen zwei Welten von Nic Hofmeyer und Gabriel Mondlane (Mozambique, Südafrika 2001, 40 min.). Der Film begleitet einen mozambiquanischen Wanderarbeiter und zeigt als sensible Innenansicht, welch tiefgreifende Veränderungen Aids in den
Gesellschaften des südlichen Afrikas auslöst.

Montag, 30. Juni 2003

Mediengruppe FRIEDENSBAND


Medienprojekt

Ergebnisse des ersten Treffens am 30.6.03 in der Melanchthon-Akademie, Köln

Nächster Termin: Montag, 14.7.18.30 Uhr bei InWEnt, Wallstr. 30, Düsseldorf


Zur Medienprojekt-Gruppe waren dieselben TeilnehmerInnen gekommen, die in der Gruppe Informationsprojekt mitarbeiten. Joachim Ziefle nahm zum ersten Mal an einem Treffen der Aktion Weißes Friedensband teil. So wurden an diesem Abend keine speziellen Medien-Themen besprochen, sondern der dringend benötigte Aufbau einer Struktur der Gesamtaktion. Die TeilnehmerInnen beschlossen, die Treffen von Medien- und Informationsgruppe zunächst zusammen zu legen.

Start der Aktion Weißes Friedensband

Als offizieller Start der Aktion Weißes Freidensband wurde der 1. Dezember vorgeschlagen. Das ist realistisch, außerdem lässt sich das Thema Frieden vor Weihnachten leichter in die Medien bringen.