Britain: Rights groups have campaigned to end the army’s practice of recruiting 16-year-olds. Some 17-year-olds were deployed to the Gulf War in 1991, and to Kosovo in 1999, but the army subsequently barred anyone under 18 from combat. The army requires parental consent for any recruit under the age of 18, but Child Soldiers International says the recruitment process does not guarantee that such consent has been given.
· Myanmar: As part of its reform process, the military signed a joint action plan with the UN in 2012 to demobilise all child soldiers. It has released them sporadically over the last four years, most recently this past March. The task is harder than it may appear: families sometimes send young sons to join the army for financial reasons, and recruitment may be ongoing in remote areas although the military officially banned the practice and even set up a telephone hotline to report child soldiers in its ranks. The UN lists seven non-state armed groups in Myanmar that also use child soldiers.
· The Democratic Republic of Congo: More than 30,000 children were released from the national army between 2004 and 2006 as part of a military reform process following a peace agreement in 2002. However, the reforms were not successful and the war did not end. Those failures also represented a big step backwards for those advocating the release of child soldiers. Recruitment continues today, and hundreds of children are reported to be serving in the armed forces, according to Child Soldiers International. Many more have been recruited by rebel groups.
· South Sudan: Even before splitting from Sudan in 2011, South Sudan passed laws that made it illegal to use child soldiers and began releasing them. But in December 2013, the world’s newest country descended into civil war and the recruitment of child soldiers began anew. Since then, government and rebel forces have used as many as 16,000 children, according to UNICEF. A December 2015 report by Human Rights Watch named more than 15 commanders and officials from the government and rebel forces who used child soldiers.
· Yemen: In 2014, Yemen signed up to a UN action plan to end recruitment of child soldiers by the country’s armed forces. The last 13 months of war have not only put that plan on hold but meant an increase in children taking part in the conflict. UNICEF estimates that children make up a third of the people fighting in Yemen, including Houthi rebels and forces loyal to the deposed but internationally recognised (and Saudi Arabian-backed) President Abd Rabbu Mansour Hadi. Human Rights Watch said last year that the Houthis have intensified their use of children as scouts, guards, runners and fighters.
More: The New Humanitarian
Dienstag, 17. Mai 2016
Sonntag, 2. August 2015
8. Eine-Welt-Filmpreis NRW 2015
Preisverleihung
Freitag, 11. September 2015
Filmforum im Museum Ludwig, Bischofsgartenstr. 1, Köln
Im Rahmen des 23. Fernsehworkshop Entwicklungspolitik
19.00 Uhr
Begrüßung durch Bettina Kocher, Fernsehworkshop Entwicklungspolitik
Grußrede von Dr. Angelica Schwall-Düren, Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen
„Filme als Brücken“ - Keynote von Prof. Dr. Sabine Rollberg, KHM – Kunsthochschule für Medien Köln
Spots zum Thema Menschenrechte von Studierenden der Hochschule Macromedia, Köln
Preisverleihung durch Ministerin Dr. Angelica Schwall-Düren
Gespräch mit den Preisträgerinnen und Preisträgern.
Mitglieder der Jury stellen ihre Begründungen für ihre Wahl vor und empfehlen weitere Filme für die Bildungsarbeit.
Moderation: Mirco Keilberth, Journalist und Afrika-Korrespondent
Buffet auf Einladung der Landesregierung Nordrhein-Westfalen
20.30 Uhr
Vorführung des Films „Jakarta Disorder“ und Gespräch mit den Filmemachern
Eine Anmeldung wird erbeten unter: anmeldung@melanchthon-akademie.de
Die Preisträger:
1. Preis: Jakarta Disorder von Ascan Breuer und Victor Jaschke Österreich 2013, 87 Min.
Zwei starke Frauen organisieren den Widerstand der Bewohner in den Elendsvierteln der indonesischen Hauptstadt Jakarta. Durch den Abriss ihres Wohnraums soll Platz für teure Immobilien geschaffen werden. Oma Dela, die im Slum lebt, und die Intellektuelle Wardah
Hafidz kämpfen um das Recht der armen Bevölkerungsmehrheit auf Teilhabe. Ihr Kampf scheint aussichtslos, doch schaffen es die beiden Frauen mit Hartnäckigkeit und Engagement, eine soziale Bewegung zu initiieren, die erfolgreich Zeichen gegen lokale Gesetzeswillkür setzt. So reflektiert der Film nicht nur die Herausforderungen, vor der die noch junge Demokratie des größten islamischen Landes der Welt steht, sondern beispielhaft auch den Wert und die Bedeutung von Demokratisierungsprozessen weltweit.
2. Preis: Aus meinem syrischen Zimmer von Hazem Alhamwi Frankreich, Libanon, Deutschland 2014, 70 Min.
In seinem Film blickt der Künstlers Hazem Alhamwi auf seine Heimat Syrien, ein Land, in dem die Menschenrechte nicht mehr existieren, und unternimmt eine assoziative Reise durch sein Leben und das seiner Freunde und Verwandten. Dabei zeigt er, wie das künstlerische Schaffen es ihnen ermöglichte, ihre Angst zu kanalisieren und der Diktatur entgegen zu treten. Lange Zeit war sich Alhamwi sicher, dass die Bürger seines Landes niemals die Kraft finden könnten, sich gegen das Assad-Regime aufzulehnen. Doch dann begann im Jahr 2011 unerwartet der Aufstand. Die Menschen gingen auf die Straße und demonstrierten für ihre Rechte. In seinem filmischen Essay erzählt Hazem Alhamwi vom Verlangen eines ganzen Landes nach Freiheit und appelliert daran, die grundlegendste und oft gefährdetste Ressource des Menschen, seine Würde, wo immer möglich zu verteidigen.
3. Preis: AIDS – Erbe der Kolonialzeit von Carl Gierstorfer Deutschland 2014, 52 Min.
Der Film begleitet Wissenschaftler aus Belgien, den USA und der DR Kongo auf ihrer mehrjährigen Suche nach den Ursprüngen einer der schlimmsten Pandemien der Menschheit: HIV/Aids. Nach Jahrzehnten interdisziplinärer Forschung konnten Wissenschaftler aus Belgien, den USA und dem Kongo die Spuren des HI-Virus bis zu seinen Anfängen zurückverfolgen. Sie begründen den Verdacht, dass die Kolonialherrschaft mit ihrer rücksichtslosen Ausbeutung von Mensch und Natur in Afrika maßgebliche Mitverantwortung an der Verbreitung des Virus hat. Mit Hilfe von Archivmaterial und Grafiken eröffnet der Film eine neue entwicklungspolitische Perspektive auf die Pandemie. Der Film ist ein Plädoyer dafür, beim Kampf gegen Infektionskrankheiten aus der Vergangenheit zu lernen und bei auftretenden Krankheiten der Zukunft früher mit deren Entdeckung und Enttabuisierung zu beginnen.
Ausführliche Informationen zu den ausgezeichneten Filmen finden Sie unter www.fernsehworkshop.de
Die Jury:
Burkhard Althoff, ZDF/Das kleine Fernsehspiel
Lucie Bader, outreach gmbh - Wissenschaftskommunikation und Film, Bern
Thomas Belke, Mediathek für Pastoral und Religionspädagogik, Freiburg
Bettina Borgfeld, Filmemacherin, Berlin
Jürgen Hammelehle, Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst, Berlin
Der Eine-Welt-Filmpreis NRW wird von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen gestiftet.
Die Preisverleihung wird veranstaltet von:
23. Fernsehworkshop Entwicklungspolitik
Büro für Kultur- und Medienprojekte gGmbH
Bettina Kocher
Postfach 500161, 22701 Hamburg
Tel. 040-39900060
info@fernsehworkshop.de
www.fernsehworkshop.de
Aktion Weißes Friedensband e.V.
Günter Haverkamp
Himmelgeister Str. 107a, 40225 Düsseldorf
Tel. 0211-9945137
haverkamp@friedensband.de
Melanchthon-Akademie
Joachim Ziefle
Kartäuserwall 24 b, 50678 Köln
Tel. 0221-93180323
ziefle@melanchthon-akademie.de
Freitag, 11. September 2015
Filmforum im Museum Ludwig, Bischofsgartenstr. 1, Köln
Im Rahmen des 23. Fernsehworkshop Entwicklungspolitik
19.00 Uhr
Begrüßung durch Bettina Kocher, Fernsehworkshop Entwicklungspolitik
Grußrede von Dr. Angelica Schwall-Düren, Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen
„Filme als Brücken“ - Keynote von Prof. Dr. Sabine Rollberg, KHM – Kunsthochschule für Medien Köln
Spots zum Thema Menschenrechte von Studierenden der Hochschule Macromedia, Köln
Preisverleihung durch Ministerin Dr. Angelica Schwall-DürenGespräch mit den Preisträgerinnen und Preisträgern.
Mitglieder der Jury stellen ihre Begründungen für ihre Wahl vor und empfehlen weitere Filme für die Bildungsarbeit.
Moderation: Mirco Keilberth, Journalist und Afrika-Korrespondent
Buffet auf Einladung der Landesregierung Nordrhein-Westfalen
20.30 Uhr
Vorführung des Films „Jakarta Disorder“ und Gespräch mit den Filmemachern
Eine Anmeldung wird erbeten unter: anmeldung@melanchthon-akademie.de
Die Preisträger:
1. Preis: Jakarta Disorder von Ascan Breuer und Victor Jaschke Österreich 2013, 87 Min.
Zwei starke Frauen organisieren den Widerstand der Bewohner in den Elendsvierteln der indonesischen Hauptstadt Jakarta. Durch den Abriss ihres Wohnraums soll Platz für teure Immobilien geschaffen werden. Oma Dela, die im Slum lebt, und die Intellektuelle WardahHafidz kämpfen um das Recht der armen Bevölkerungsmehrheit auf Teilhabe. Ihr Kampf scheint aussichtslos, doch schaffen es die beiden Frauen mit Hartnäckigkeit und Engagement, eine soziale Bewegung zu initiieren, die erfolgreich Zeichen gegen lokale Gesetzeswillkür setzt. So reflektiert der Film nicht nur die Herausforderungen, vor der die noch junge Demokratie des größten islamischen Landes der Welt steht, sondern beispielhaft auch den Wert und die Bedeutung von Demokratisierungsprozessen weltweit.
2. Preis: Aus meinem syrischen Zimmer von Hazem Alhamwi Frankreich, Libanon, Deutschland 2014, 70 Min.
In seinem Film blickt der Künstlers Hazem Alhamwi auf seine Heimat Syrien, ein Land, in dem die Menschenrechte nicht mehr existieren, und unternimmt eine assoziative Reise durch sein Leben und das seiner Freunde und Verwandten. Dabei zeigt er, wie das künstlerische Schaffen es ihnen ermöglichte, ihre Angst zu kanalisieren und der Diktatur entgegen zu treten. Lange Zeit war sich Alhamwi sicher, dass die Bürger seines Landes niemals die Kraft finden könnten, sich gegen das Assad-Regime aufzulehnen. Doch dann begann im Jahr 2011 unerwartet der Aufstand. Die Menschen gingen auf die Straße und demonstrierten für ihre Rechte. In seinem filmischen Essay erzählt Hazem Alhamwi vom Verlangen eines ganzen Landes nach Freiheit und appelliert daran, die grundlegendste und oft gefährdetste Ressource des Menschen, seine Würde, wo immer möglich zu verteidigen.3. Preis: AIDS – Erbe der Kolonialzeit von Carl Gierstorfer Deutschland 2014, 52 Min.
Der Film begleitet Wissenschaftler aus Belgien, den USA und der DR Kongo auf ihrer mehrjährigen Suche nach den Ursprüngen einer der schlimmsten Pandemien der Menschheit: HIV/Aids. Nach Jahrzehnten interdisziplinärer Forschung konnten Wissenschaftler aus Belgien, den USA und dem Kongo die Spuren des HI-Virus bis zu seinen Anfängen zurückverfolgen. Sie begründen den Verdacht, dass die Kolonialherrschaft mit ihrer rücksichtslosen Ausbeutung von Mensch und Natur in Afrika maßgebliche Mitverantwortung an der Verbreitung des Virus hat. Mit Hilfe von Archivmaterial und Grafiken eröffnet der Film eine neue entwicklungspolitische Perspektive auf die Pandemie. Der Film ist ein Plädoyer dafür, beim Kampf gegen Infektionskrankheiten aus der Vergangenheit zu lernen und bei auftretenden Krankheiten der Zukunft früher mit deren Entdeckung und Enttabuisierung zu beginnen.
Ausführliche Informationen zu den ausgezeichneten Filmen finden Sie unter www.fernsehworkshop.de
Die Jury:
Burkhard Althoff, ZDF/Das kleine Fernsehspiel
Lucie Bader, outreach gmbh - Wissenschaftskommunikation und Film, Bern
Thomas Belke, Mediathek für Pastoral und Religionspädagogik, Freiburg
Bettina Borgfeld, Filmemacherin, Berlin
Jürgen Hammelehle, Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst, Berlin
Der Eine-Welt-Filmpreis NRW wird von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen gestiftet.
Die Preisverleihung wird veranstaltet von:
23. Fernsehworkshop Entwicklungspolitik
Büro für Kultur- und Medienprojekte gGmbH
Bettina Kocher
Postfach 500161, 22701 Hamburg
Tel. 040-39900060
info@fernsehworkshop.de
www.fernsehworkshop.de
Aktion Weißes Friedensband e.V.
Günter Haverkamp
Himmelgeister Str. 107a, 40225 Düsseldorf
Tel. 0211-9945137
haverkamp@friedensband.de
Melanchthon-Akademie
Joachim Ziefle
Kartäuserwall 24 b, 50678 Köln
Tel. 0221-93180323
ziefle@melanchthon-akademie.de
Dienstag, 21. Juli 2015
Verleihung des Eine-Welt-Filmpreises NRW 2015
Zum
8. Mal wird im Rahmen des Fernsehworkshop Entwicklungspolitik der
Eine-Welt-Filmpreis NRW verliehen. Mit der Auszeichnung wird die Arbeit von
Autorinnen und Autoren gewürdigt, deren Filme für Probleme in Ländern des
Südens sensibilisieren, die aber auch Ansätze zur Veränderung aufzeigen und
einen Perspektivwechsel ermöglichen.
Der
Eine-Welt-Filmpreis NRW wird vom Ministerium für Bundesangelegenheiten, Europa
und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen gestiftet und ist mit 5.000 €, 3.000
€ und 1.500 € dotiert.
Ministerin
Dr. Angelica Schwall-Düren übergibt die Preise am Freitag, 11.09.2015 um 19.00
Uhr im Filmforum im Museum Ludwig, Köln.
Der
Fernsehworkshop Entwicklungspolitik, ein Zusammenschluss von Organisationen aus
der Entwicklungszusammenarbeit, der interkulturellen Bildungsarbeit und dem
Film- und Fernsehbereich stellt regelmäßig aktuelle Film- und
Fernsehproduktionen zu Nord-Süd-Themen zur Diskussion und beauftragt eine
unabhängige Jury, Filme für den Eine-Welt-Filmpreis zu benennen und
Filmempfehlungen für die Bildungsarbeit auszusprechen.
Mit
dem 8. Eine-Welt-Filmpreis NRW werden ausgezeichnet:
1.
Preis:
„Jakarta Disorder“ von Ascan Breuer und Victor Jaschke
Zwei
mutigen und engagierten Frauen gelingt es, die Bewohner der Slums in der
indonesischen Hauptstadt Jakarta zum Widerstand gegen den Abriss ihres
Wohnraums zu organisieren und ein demokratisches Zeichen gegen staatliche
Willkür zu setzen.
2.
Preis:
„Aus meinem syrischen Zimmer“ von Hazem Alhamwi
Der
syrische Künstler Hazem Alhamwi geht in seinem filmischen Essay der Frage nach,
welche Rolle die Kunst unter der Diktatur einnehmen kann, um in Zeiten der
Gewalt die Würde des Menschen zu verteidigen.
3.
Preis:
„AIDS – Erbe der Kolonialzeit“ von Carl Gierstorfer
Der Film begleitet
Wissenschaftler aus Belgien, den USA und dem Kongo bei ihrer Suche nach den
Ursprüngen der AIDS-Pandemie zurück in die Kolonialzeit und stellt die Frage,
wie sich mit diesem Wissen neuartige Erreger frühzeitig bekämpfen lassen.
Weitere
Informationen zu den Preisträgern und die Begründungen der Jury: www.fernsehworkshop.de
Dienstag, 23. Juni 2015
Politik in Aktion: Der krönende Abschluss
| Die Klasse 9c der Realschule Kerpen war äußerst diszipliniert und hat einen großen Eindruck hinterlassen. |
Kerpen - Erstmals haben sich in Deutschland Schülerinnen und Schüler mit einem laufenden Gesetzesvorhaben des Landtages beschäftigt, um sich in das reale politische Geschehen einzumischen. "Wir haben uns in den letzten Jahren für Kinder eingesetzt, die auf Tabakplantagen schuften oder die Fußbälle nähen müssen. Jetzt haben wir uns gedacht, dass wir uns mal für uns selbst einsetzen wollen", sagt selbstbewusst die 15jährige Oumaima und spricht für alle Mitschüler der Klasse 9c der Realschule Kerpen. Sie kennen an ihrer Schule einige Mitschüler, die in irgendeiner Weise mit einer Behinderung leben. Da war es doch spannend sich einzumischen, wenn NRW-Sozialminister Guntram Schneider ein Gesetz in den Landtag mit dem Ziel einbringt „die volle und gleichberechtigte Teilhabe der Menschen mit Behinderungen und die Beseitigung von Barrieren, die sie daran hindern“ zu erreichen.
| Brigitte Dmoch-Schweren, Landtagsabgeordnete der SPD |
Und heute, Dienstag, 23.6.2015, ist es endlich soweit. Die Landespolitiker des Kreises Rhein-Erft Rita Klöpper von der CDU, Brigitte Dmoch-Schweren von der SPD und Yvonne Gebauer von der FDP (stellvertretend für den verhinderten Ralph Bombis) zeigen sich hocherfreut, mit welchem Engagement hier junge Menschen praktische Politik betreiben.
Haben die Politiker im Landtag schon darüber nachgedacht, wie es jungen Behinderten bei der Freizeitgestaltung geht? Da ist ein Schüler in der 5. Klasse, der deutlich gemacht hat, dass es für ihn unmöglich ist, ohne Dolmetscher auf einer Geburtstagsparty die für ihn so wichtigen Gespräche zu verfolgen. Abgehängt! Da berichten die Jugendlichen von einem behinderten Jungen, der so gern in eine Disco gehen würde. Wie aber soll er ohne Inklusionshelfer Kontakte aufnehmen? Abgehängt. Den anwesenden Abgeordneten wurde die Dringlichkeit dieser Wünsche schnell klar. Es war schön zu beobachten, dass alle drei Abgeordneten sich eifrig Notizen machten. Das würden sie in die wenige Stunden später stattfindenden Fraktionssitzungen einbringen.
| Rita Klöpper, Landtagsabgeordnete der CDU |
"Das Inklusionsstärkungsgesetz soll behinderten Menschen", so zitiert Aslihan, "die Chance geben, ihr Leben selbstbewusst und selbständig führen zu können". Da haben aber speziell Menschen mit geistigen Behinderungen bei wichtigen Behördenangelegenheiten große Schwierigkeiten, wie Merveille zu berichten wusste. Die Unverständlichkeit der verwendeten Sprache wäre ja auch für Jugendliche und für Migranten ein großes Problem. Das "Beamtendeutsch" sei, so gab Brigitte Dmoch-Schweren den Jugendlichen recht, schon sehr schwer zu verstehen. Das rühre aber daher, dass es juristisch abgesichert sein müsste. Aber trotzdem könne da bestimmt mehr getan werden. Rita Klöpper verwies darauf, dass die Klasse 9c bei ihrem letzten Besuch bei der Landtagspräsidentin Carina Gödecke, die übrigens die Schirmherrschaft für das innovative Projekt übernommen hat, um Mithilfe gebeten wurde. Der Versuch, Publikationen von den Schülern gegenlesen zu lassen auf ihre Verständlichkeit geht tatsächlich in die richtige Richtung.
| Yvonne Gebauer, Landtagsabgeordnete der FDP und schulpolitische Sprecherin ihrer Fraktion, kam stellvertretend für Ralph Bombis, der leider verhindert war. |
Alle Schüler konnten Beobachtungen beisteuern, wie die Situation von Menschen mit körperlichen Einschränkungen in Bus und Bahn ist. "Es ist schlimm zu sehen, wie ein Rollstuhlfahrer nicht in den Bus kommt, weil die möglichen Hilfen nicht oder unzureichend genutzt werden oder bauliche Maßnahmen das erschweren", meint Oumaima. Das neue Gesetz müsse die Städte und Kreise verpflichten, Aufzüge und Rolltreppen besser zu warten, den Bau von Rampen und Blindenampeln unverzüglich umzusetzen und mehr Sitzmöglichkeiten für körperlich eingeschränkte Personen in Bussen und Bahnen zu ermöglichen. Zwar verwiesen die Abgeordneten hier auf die Zuständigkeit der Städte und Kreise, notierten sich aber doch, dass hier vielleicht auf mehr Eindeutigkeit geachtet werden muss.
Die Schüler haben den Abgeordneten einiges mit auf den Weg gegeben. Vor allem, dass es nicht reicht, es bei "Kann"-Bestimmungen zu belassen. Es reiche ihnen nicht, wenn gesagt würde, dass es schwer sei, Gebärdendolmetscher oder Inklusionsbegleiter zu finden. Hier müssen Rechtsansprüche entstehen, weil sonst der notwendige Druck fehle, die teuren Maßnahmen umzusetzen.
| Das Podium (v.l.): Brigitte Dmoch-Schweren, SPD, Schulleiterin Sabine Salmen, Rita Klöpper, CDU, Günter Haverkamp, FRIEDENSBAND, Yvonne Gebauer, FDP, Lehrerin Bettina Henke |
Mit diesem Projekt, das von Aktion Weißes Friedensband begleitet wird, ist viel in Bewegung in Politik und Schule geraten. Bei den Jugendlichen hat das Hineinversetzen in Menschen mit Behinderung eine völlig neue Denkweise bewirkt. Die Politiker sind erstaunt, dass Jugendliche einer Realschule diese Reife und Zielgenauigkeit entwickeln, sich mit einem hochkomplexen Bereich unserer Gesellschaft zu beschäftigen und ihre ureigenen Kritikpunkte zu finden, die hoffentlich dem Gesetzesvorhaben gut tun. Und der Politikunterricht von Bettina Henke hat gezeigt, dass Landespolitik zum Greifen nahe in den Unterricht gebracht werden kann und den Jugendlichen ein unverkrampfter Umgang mit den Politikern möglich ist.
Montag, 22. Juni 2015
Sprachprojekt: Die Kleinsten überraschten uns
Die Kinder der 2. Klasse der Sternwart-Grundschule hatte zwar auch Sprichwörter ausgesucht, sie aber in Sketchen als Gruppe vorgetragen. "Lügen haben kurze Beine" zeigte sich ganz logisch dargestellt in einer kleinen Szene, wurde aber gewürzt durch das Englische "Lies have no legs", was natürlich zum Lachen reizte. Alle hatten viel Spaß und zum Schluss zeigten die Kinder noch was sie drauf hatten: "Wir sind hier" riefen sie so laut, dass Christian Deckert den Ton zweimal herunterpegeln musste, und dann ebenso stolz und laut "Hier sind wir". Spitze war dann das internationale Lied der Kinder, dass es bestimmt auch auf die DVD schaffen wird.
Samstag, 20. Juni 2015
UN-Tag gegen sexuelle Gewalt in Konflikten
UNO erklärt 19. Juni zu Tag gegen sexuelle Gewalt in Konflikten
Frauen und Kinder in Konflikten sind besonders von sexueller Gewalt bedroht (Symbolbild)playFrauen und Kinder in Konflikten sind besonders von sexueller Gewalt bedroht (Symbolbild) (KEYSTONE/AP/EMRAH GUREL)
New York – Angesichts der Gräueltaten extremistischer Gruppen in Afrika und im Nahen Osten haben die Vereinten Nationen den 19. Juni zum Tag gegen sexuelle Gewalt in Konflikten erklärt. Der Vergewaltigung als Kriegswaffe müsse ein Ende gesetzt werden.
http://www.blick.ch/news/ausland/uno-uno-erklaert-19-juni-zu-tag-gegen-sexuelle-gewalt-in-konflikten-id3889196.html
Frauen und Kinder in Konflikten sind besonders von sexueller Gewalt bedroht (Symbolbild)playFrauen und Kinder in Konflikten sind besonders von sexueller Gewalt bedroht (Symbolbild) (KEYSTONE/AP/EMRAH GUREL)
New York – Angesichts der Gräueltaten extremistischer Gruppen in Afrika und im Nahen Osten haben die Vereinten Nationen den 19. Juni zum Tag gegen sexuelle Gewalt in Konflikten erklärt. Der Vergewaltigung als Kriegswaffe müsse ein Ende gesetzt werden.
http://www.blick.ch/news/ausland/uno-uno-erklaert-19-juni-zu-tag-gegen-sexuelle-gewalt-in-konflikten-id3889196.html
Donnerstag, 11. Juni 2015
Viele gute entwicklungspolitische Filme
Die Sichtungsveranstaltung des Fernsehworkshop
Entwicklungspolitik ist jedes Mal ein kleines Filmfest. Vom 11. bis zum 14.
Juni 2015 kamen wieder AutorInnen, ProduzentInnen, FilmstudentInnen und
PädagogInnen zusammen, um zu lernen. Wir nahmen viele Eindrücke mit, haben Neues erfahren, haben so manchen Blickwechsel genossen und heftig diskutiert.
Der Fernsehworkshop Entwicklungspolitik wurde vor über 40
Jahren von Film- und Fernsehmachern gegründet, um genau so einen
Perspektivwechsel in Deutschland zu erreichen. Wie sehen wir die damals noch so
genannte Dritte Welt? Blicken wir auf andere Kulturen und Lebensweisen herunter
oder sind wir neugierig und an neuen Erfahrungen interessiert?
Als ich vor 16 Jahren das erste Mal dabei war, erlebte ich
ganz persönlich diesen Perspektivwechsel. Die Neugierde ist geblieben und der
Wunsch, diese wunderbaren Filme in die Öffentlichkeit zu bringen.
Millions can Walk - Jan Sathyagraha. Marsch der
Gerechtigkeit Christoph Schaub, Kamal Musale. Schweiz
2013, 88 Min.
FRIEDENSBAND hatte 2007 zum ersten Marsch der Adivasi eine Aktion mit handwerklichen Erzeugnissen gemacht – einerseits um Bildungsarbeit zu machen und andererseits, um sie auch finanziell zu unterstützen.
Dieser Film zeigt Menschen, denen alles genommen wurde. Trotzdem lassen sie sich nicht unterkriegen und bleiben trotz ihrer Wut friedlich. Der Marsch zur Hauptstadt ist ruhig und diszipliniert. Sie sind stolze und mutige Streiter gegen die Armut. Dieser Film macht Mut und
regt dazu an, sich nicht abzufinden.
7 Tage in Kabul. Die Afghan Peace Volunteers wollen
den Krieg abschaffen Niklas Schenck, Ronja von Wurmb-Seibel.
Deutschland, Afghanistan 2014, 30 Min.
|
Die Afghan Peace Volunteers kämpfen für ein Ziel, das naiv scheint: Sie wollen den Krieg abschaffen - in Kabul und weltweit. Um ihr Ziel zu erreichen, leben die Jugendlichen in einer WG in Kabul zusammen. Sie versuchen, im Kleinen hinzubekommen, woran ihr Land im Großen scheitert: die Grenzen zwischen Etnien zu überwinden, die sich seit Jahrzehnten bekämpfen. Die Jugendlichen kommen aus allen großen Volksgruppen Afghanistans: Hasara, Tadschiken, Paschtunen.
FRIEDENSBAND ist mit dem Wahlspruch gegründet worden
„Konflikte friedlich lösen!“. Diese wundervoll naiven Jugendlichen leben es
einfach. In einer Umgebung, die mehr und mehr wieder in einen Krieg abzugleiten
scheint, möchten sie mit ihren traumatischen Erfahrungen einen Gegenpol setzen.
Der Film eignet sich sehr gut als Ausgangspunkt für
eine Diskussion über zivile Konfliktlösungen, auch wenn – oder weil er viele
Fragen unbeantwortet lässt.
Carmen Butta. Deutschland 2014, 44 Min.
Die fliegenden Jungen vom Gaza-Streifen brechen durch Akrobatik und Freerunning aus ihrem eingesperrten Alltag aus. "Parkour" heißt ihre Leidenschaft: die Kunst, von Körper und Umwelt gesetzte Grenzen zu überwinden. Immer neue Hindernisse spornen sie zu immer gewagteren Sprüngen an. Doch im Gazastreifen ist Parkour auch eine Zurückeroberung des abgeriegelten und religiös besetzten Lebensraums, in dem die strengen Sittenwächter der Hamas moderne Kunst, Tanz und westliche Musik verbieten. Auch Parkour beäugen die fundamentalistischen Islamisten argwöhnisch als Mode des dekadenten Westens.
Diese wütenden Jugendlichen, denen keine Perspektiven auf
dem Silbertablett gereicht werden, schaffen sich ihre eigene Welt, in der sie
sich abreagieren und Siege erringen können.
Der Film zeigt auch Jugendlichen bei uns, die
Ausweglosigkeit in Drogen oder zum IS treibt, eine Perspektive: Es gibt noch
andere Wege.
Dieser Film schafft eine neue Sichtweise auf unser Denken. Können wir wirklich Afrika beglücken mit unserer Lebensart. Wer kann von wem was lernen?
Ascan Breuer. Österreich 2013, 87 Min.
Zwei couragierte Frauen kämpfen für eine echte Teilhabe der verarmten Bevölkerungsmehrheit an der neuen Freiheit. Dafür schlagen sie sich durch das Dickicht der Machtstrukturen und die Smogschwaden einer Stadt, die aus allen Nähten platzt.Der Stolz, mit dem diese Menschen für ihre Rechte kämpfen zeigt, dass auch die abgehängten Menschen ihre Rechte kennen und wahrnehmen können.
Caroline Reucker. Deutschland 2014,
55 Min.
Eine syrische Familie kommt in Ostdeutschland an. Im Film wird deutlich warum sie geflohen ist, wie hart das Ankommen in der deutschen Wirklichkeit ist, wie die jungen Mädchen mit der neuen Heimat klar kommen und unterschiedlich die Eltern damit umgehen. Das gibt tiefe Einblicke, die und helfen können, die Flüchtlinge zu verstehen! Eine Anregung für alle, die Flüchtlingen helfen wollen.
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