Donnerstag, 18. September 2014

"Entwicklung 1" Start des Projektes

Die Klasse 5b der Hauptschule Kerpen-Horrem beginnt mit dem Projekt "Entwicklung und HartzIV". Zunächst erklärten wir gemäß der kenianischen Ökonomin die Entwicklungszusammenarbeit und ihre Ergebnisse. Wir überlegten mit ihnen, was getan werden müsse, jemanden aus HartzIV herauszuholen. Um es plastisch zu machen, und weil die Jugendlichen sich zuvor mit Kinderarbeit beschäftigt haben, wählten wir als Einstieg das Thema Kinderarbeit in der Fußballindustrie. Die Schüler waren sehr interessiert am Thema und arbeiteten bei allen Aufgaben sehr engagiert mit. Die Schüler schrieben auf eine Meinungswand Ideen und Wissen der Schüler zum Thema Kinderarbeit. Anschließend wurde ein thematisch passender Film angeschaut, „Balljungs“. Dieser Film zeigte den Schülern die Geschichte zweier Kinder die schon seit vielen Jahren für den Lebensunterhalt ihrer Familien aufkommen müssen. Der erste Projekttag brachte den Schülern viele neue Erkenntnisse und Spaß. Der erste Stein für ein tolles Projekt in der 5. Klasse der Hauptschule in Kerpen wurde somit gelegt.

Mittwoch, 17. September 2014

DIE FALLE in der Villa - Auswertung der Umfrage

Der heutige Tag hatte vor allem ein großes Ziel: Die Auswertung der Umfrage. Die Jugendlichen beschäftigten sich intensiv mit den „Angstorten“ der Odenkirchener Bewohner und ihren Verbesserungsvorschlägen. In gelungener Zusammenarbeit wurden die Probleme an den einzelnen Orten thematisiert und heraus gearbeitet, was genau den Menschen dort Angst machen könnte. Sie lernten schnell, sich der Sorgen und Probleme anderer Menschen anzunehmen und sich auch in die Situation von älteren oder behinderten Menschen hinein zu versetzen und ließen bei der Erarbeitung der Lösungsmöglichkeiten ihrer Phantasie freien Lauf. Recht schnell kam den Jugendlichen die Erkenntnis, dass auch sie durch ihr Verhalten ein Grund für die Angst der befragten Personen sein können. Doch auch sie selbst und ihre Ängste kamen nicht zu kurz. Diese wurden im Anschluss aufgegriffen und auch hierfür gab es etliche Vorschläge, was getan werden müsste, um diese Ängste auszuräumen.
Die Jugendlichen sind zu Experten für die „Angstorte“ der Befragten geworden – die Präsentation vor der Bürgermeisterin kann kommen.

Freitag, 12. September 2014

Die Pressekonferenz- würdiger Abschluß der Projektwoche



Die Pressekonferenz in der Mensa der GHS Kirschhecke in Mönchengladbach war mit sechs PolitkerInnen sehr gut besetzt.  Es zeugte vom großen Interesse der Politik für die Jugendlichen.  Gekommen waren die PolitikerInnen aller Parteien aus den Bezirksvertretungen bzw. dem Rat: Monika Schuster für die SPD, Michael Schmitz für die CDU, Anja Schurtzmann für die Grünen, Peter E. Dörrenberg für die FDP und Hans Werner Schoutz für die AfD. Der brauchte auch den Vorsitzenden der AfD noch mit. Bürgermeisterin Petra Heinen-Dauber konnte aus terminlichen Gründen nur für etwa 20 Minuten dazukommen.
Schulleiter Jack Onkelbach war sichtlich stolz auf diese Klasse. Er hob auch hervor, dass die bereits bewährte Zusammenarbeit mit FRIEDENSBAND den Jugendlichen viel gebracht hat.

Günter Haverkamp führte durch die Pressekonferenz an der sich die Jugendlichen lebhaft beteiligten. Und es war auch spannend,  was die 21 SchülerInnen vortrugen. Özcan, Zainab, Ersan, Nicole, Michelle, Maik, Santino, Laura, Kevin, Hibo, Stavros, Nicklas, Jaouad, Caner, Pierre, Nicole, Natalie, Dave, Maurice, Laila und Eva waren gut vorbereitet und sehr aktiv dabei.
Gleich ob es die Gruppe Zuwanderung, Obdachlose,  Vorurteile oder Hunger war: Immer konnten die Jugendlichen deutlich machen, was sie herausgefunden hatten und welche Veränderungen sie wünschten. Und was schon in den Gruppen Zuwanderung und Obdachlose eine große Rolle spielte, kam in der Arbeitsgruppe HUNGER sehr deutlich in den Vordergrund: Hunger. Damit war dann nicht mehr die Verpflegung der Flüchtlinge und Obdachlosen gemeint, sondern es ging um ihren eigenen Magen.


Vehement traten die Jugendlichen für einen kostenlosen Mittagstisch ein und für Obst in der Schule. "Mit einem leeren Magen, kann man nicht lernen und dann bekommt man schlechte Noten und hat keine Zukunft", spitzte es Jaouad zu, Die Politiker zogen sich natürlich auf die Position zurück, dass dafür die Eltern ja Geld bekommen. Aber Schulsozialarbeiterin Cornelia Ostendarp machte deutlich, dass das nicht reicht. Viele Familien kämen mit dem Geld nicht klar und bräuchten Unterstützung. Die Entscheidung, ob ein Kind kostenloses Essen bekäme, gehöre in die Schule. Die Diskussion soll fortgersetzt werden und die PolitikerInnen versprachen, dem Vorschlag nachzugehen. Vielleicht fällt ja sogar die Anregung auf fruchtbaren Boden, die Jugendlichen als ExpertInnen für ihre Situation einzubeziehen.
Schließlich stellte Lehrerin Irene Degens noch die Ergebnisse der Meinungsumfrage vor und ließ die Jugendlichen erzählen, was sie in Schulklassen und auf der Straße erlebten.

Es war spannend mitzuerleben, wie sich die Sicht ger Jugendlichen durch die Porjektwoche verändert hat. Alle sagten, dass sie durch die Beschäftigung mit dem Thema Zuwanderung und Vorurteile viel gelernt hätten und ganz anders miteinander umgehen. "Wir reden miteinander und unterstützen uns!" war die einhellige Meinung. Das wurde von Schulsozialarbeiterin Cornelia Ostendarp bestätigt.

Zum Schluß hatten die Jugendlichen große Freude daran, interviewt zu werden.

Mittwoch, 10. September 2014

DIE FALLE - Projekt in der Villa - Die Meinungsumfrage

Nachdem sich die Jugendlichen an den ersten beiden Tagen des Workshops intensiv mit Fallen beschäftigt haben und dabei die theoretischen Überlegungen über weltweite Konflikte und Konflikte im Alltag überwogen, wurde es heute endlich praktisch: Die Meinungsumfrage stand an. In Gruppen zogen die Jugendlichen los, um die Bewohner in Odenkirchen zu fragen, ob sie manchmal in die Falle „Angst“ tappen. Dabei fanden sie heraus, an welchen Orten in diesem Stadtteil Mönchengladbachs die Leute Angst haben, wie sie sich in solchen Situationen verhalten und welche Vorschläge sie haben, die Situation an diesen Orten zu verbessern. Neben den inhaltlichen Erkenntnissen sammelten die Jugendlichen außerdem wichtige Erfahrungen, was die Arbeit in einer Gruppe, aber auch der freundliche Umgang mit den Menschen auf der Straße angeht.

Samstag, 6. September 2014

Jubiläumsfest im Jagenberg


Der Jagenberg wird 20 und feiert sein Jubiläum. Eigentlich ist das Gebäude einiges über 100 Jahre alt und war das Verwaltungsgebäude der Firma Jagenberg. Als die 1984 nach Neuss zog, weil da mehr Platz war, sollte das Gebäude abgerissen werden. Damals demonstrierten wir für den Erhalt - mit Erfolg. Vor 20 Jahren konnten dann in das großzügig sanierte Gebäude die Vereine, KünstlerInnen und StudentInnen einziehen. Vor 10 Jahren war es dann auch für FRIEDENSBAND soweit. Seitdem haben wir hier unser Büro. Dieses dreifache Jubiläum feiert wir mit der Aktion Rote Hand, an der auch Jugendamtsleiter Johannes Horn teilnahm und sich gegen den Missbrauch von Kindern in Kriegen aussprach. Links davon Iris Bellstedt, Ratsmitglied und Geschäftsführerin des PARITÄTISCHEN, Kreisgruppe Düsseldorf.

Donnerstag, 4. September 2014

"Zuwanderung und Vorurteile" GHS Kirschecke - 4. Tag

Was die Jugendlichen in den letzten drei Tagen erarbeitet hatten, zeigte sich heute.  Mit großer Kompetenz formulierten sie ihre Forderungen zu Flüchtlinge,  Obdachlose, Vorurteile und Hunger. Dabei zeigten sie große soziale Fähigkeiten,  die die Politiker sicher überzeugen werden.  Alles ist vorbereitet für die Generalprobe morgen.  Dann wird die Mensa umgebaut und mit der ganzen Jahrgangsstufe geprobt. Eine Woche später werden dann vier Politiker kommen und Medien,  um die Forderungen der Jugendlichen entgegen zu nehmen.

Mittwoch, 3. September 2014

"Zuwanderung und Vorurteile" GHS Kirschhecke - die Meinungsumfrage

Der Tag begann mit einem intensiven Training für die Jugendlichen. Sie sollten in ihrer Schule die MitschülerInnen und draußen auf der Straße die PassantInnen befragen. Das musste geübt werden. Sie hatten in 2er Gruppen die Chance, sich gegenseitig zu befragen und den jeweiligen Partener wertschätzen zu lernen. Dann wurde die Umfrage selbst vorbereitet. Im Plenum wurden Fragen gesammelt und erarbeitet. Es war spannend zu sehen, welche Fragen dabei die meisten Stimmen bekamen. Danach schwärmten die Jugendlichen aus - ein Teil befragte die SchülerInnen der eigenen Schule, ein anderer befragte die Menschen auf der Straße. Gemeinsam analysierten die Jugendlichen die Ergebnisse und waren erstaunt über die Ergebnisse.