Mittwoch, 26. November 2014
"Entwicklung 2" - Start in der Klasse 5b
Erster
Workshop in der Klasse 5b. Start des Projektes Entwicklung und HartzIV. Hayat Mia
erzählte ebenso wie Günter Haverkamp über sich und über unser Vorhaben. Alle Kinder schrieben auf die Meinungswand
ihren Namen und dazu ein Willkommen in ihrer Sprache: rumänisch, polnisch,
albanisch,marokkanisch, französisch, spanisch - das war eine herrliche Sprachvielfalt.
Jedes Kind stellte sich mit Herkunft und Sprache vor. Dann kam die nächste
Meinungswand und wir sammelten Kinderrechte und besprachen sie. Da kamen nicht alle zusammen, aber die Kinder wussten doch viele. Grundlage von Kinderrechten, das merkten sie schnell, ist eine wirtschaftliche Grundlage. Darüber kamen wir auf die Situation der ärmeren Entwicklungsländer.
"Zuwanderung" - Zerrissenheit und Fest der Kulturen
Die Jugendlichen mit Migrationshintergrund beschrieben ihre Situation als ziemlich verzweiflelt. Wo gehören sie hin, welche Sprache, welche Kutlur ist ihre. Sie fühlen sich fremd in Deutschland und in der Heimat, sind der Herkunftsspürachen nicht mehr mächtig und auch nicht der deutschen.
Die deutschen MitschülerInnen waren teilweise richtig schockiert. So schlimm hatten sie es sich nicht vorgestellt. Da wirkte unsere typische Frage: "Was könnt ihr tun?" wie ein Befreiungsschlag und war Auslöser für eine energiegeladene Suche nach Möglichkeiten. Die waren erstaunlich vielfältig: Ein Tag der Kulturen an der Schule, kleine kulinarische Exkursionen durch Mitbringen von Essen, muttersprachliche Einlagen mit kleinen typischen Geschichten. Die Jugendlichen sind begeistert und voller Tatendrang.
Montag, 24. November 2014
"Nahost" - Meinungsumfrage startet
| Erstes Interview in der Oberstufe des Berufskollegs. |
Montag, 17. November 2014
Nahost-Konflikt - Fragen für die Meinungsumfrage
Donnerstag, 13. November 2014
"Verschuldung" - Hauptschule Kerpen, 6. Klasse
Die SchülerInnen in der Klasse 6b waren überrascht, wie schwer es ist, die Nadeln durch die
vorgestanzten Lederstücke zu führen. Auffällig war die hohe
Beteiligung in der Klasse. Diese Form der Vermittlung über eine ganz praktische
Ausübung ließ auch diejenigen nicht gleichgültig, die sonst zurückhaltend
waren. Die Kinder, die nicht direkt am Fußball nähten, entwarfen ihr eigenes
Fußballdesign. Dabei war eine schöne Idee, die 32 Teile des Falls mit jeweils
einer WM-Mannschaft zu bedrucken. Alle, die mit dem Nähen fertig waren,
schrieben ein paar Sätze darüber, wie sie es empfunden und was sie dabei
gedacht hatten. Das Nähzeug bleibt in Kerpen, so dass alle Jugendlichen das Nähen ausprobieren können.
"Entwicklung 1" - Hauptschule Kerpen, Klasse 5d - 3. Tag
Die
Schülerinnen beschäftigte das Kinder in Pakistan sehr. Nachdem sie gesehen
hatten, wie sie leben - das konnte der Film "Balljungs" wirklich gut
vermitteln - wollten sie auch wissen, wie das denn ist, Fußbälle zu nähen.
"Können wir uns einen eigenen Ball nähen?" Natürlich können sie das, oder doch nicht? Schon nach den ersten Stichen begriffen sie, wie schwer
die Arbeit ist, die die Kinder in Pakistan leisten mussten. Wir haben einige
Filmausschnitte aus der "Sendung mit der Maus" geschnitten, die sehr
langsam und genau erklären, wie ein Ball genäht wird. Wertvoll waren die
Gespräche, die zwischen den Stichen geführt wurden. Das war eine wichtige Zeit,
das Leben in dieser Armut zu begreifen. Für die Jugendlichen wurde das Wort Entwicklung neu definiert. Sie erkennen, dass die Kinder in der Falle stecken, nicht zur Schule gehen
können und auch kein wirkliches Handwerk lernen können, mit dem sie ihre
Familie ernähren können. Es ist abzusehen, dass die Kinder von heute als
Erwachsene von morgen ihren Kindern das Schicksal der Kinderarbeit kaum
ersparen können. Das war der richtige Weg, mit den Jugendlichen über Fragen zu sprechen, wie man aus HartzIV herauskommt.
Mittwoch, 5. November 2014
Zuwanderung und Vorurteile - Sternstunde in Kerpen
Eine
Sternstunde in der 9. Klasse in der Realschule Kerpen. Das Arbeitsblatt zu den
Ängsten von Muslimen und Christen brachte in erschreckender Weise die
Vorurteile und Abneigungen an die Tafel. Aber je intebsiver und verzerrter die
Ängste addiert wurden, umso größer schüttelten die Jugendlichen den Kopf. Es
zeigte sich, dass Muslime und Christen oft gleiche Ängste haben. Die Sorge,
religiös von der jeweils anderen Seite ausgegrenzt zu werden, vor
Gewalttätigkeiten und Verfall der Sitten. Die Jugendlichen erarbeiteten sich
nun selbst die Rückschlüsse und waren Feuer und Flamme, diesen Zustand in ihrer
Umgebung zu ändern.
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